Überraschende Punkteausbeute: Acun Ilicali spricht offen über Hull Citys Start in der Premier League
Der Besitzer von Hull City, Acun Ilicali, hat sich im Gespräch mit dem Sender HT Spor zu dem bemerkenswerten Saisonstart seiner Mannschaft in der englischen Premier League geäußert. Dabei gab der bekannte Medienunternehmer offen zu, dass der aktuelle Erfolg keineswegs in dieser Form eingeplant war. „Offen gesagt hatten wir nicht damit gerechnet, acht Punkte zu holen, aber unsere Spieler haben eine großartige Leistung gezeigt“, erklärte der Klubchef ehrlich im Interview. Die Grundlage des Erfolgs liege vor allem im eingespielten Kern des Teams: „Aktuell stammen sieben bis acht Spieler unserer Startelf aus unserem Kader der vergangenen Saison. Wir kämpfen also mit unseren Spielern aus dem letzten Jahr. Wir haben zehn bis 18 Transfers getätigt, diese Spieler bislang aber noch nicht vollständig in die Mannschaft integriert.“
Skeptiker als Ansporn: Gegen alle Zweifel in die Premier League
Der Weg bis ins englische Oberhaus war für den Klubbesitzer von zahlreichen Vorurteilen geprägt. Acun Ilicali betonte, wie sehr ihn die Skepsis von außen durch seine gesamte Karriere hinweg begleitet und letztlich angespornt hat. „Mein ganzes Leben lang habe ich mich mit Schwierigkeiten auseinandergesetzt. Ich bin jemand, der gerne erfolgreich ist. Immer wieder hiess es: ‚Ihr schafft das nicht, ihr könnt das nicht, ihr steigt ab.‘ Diese Worte motivieren sowohl uns als auch die Jungs“, führte der Funktionär aus. Insbesondere in England sei er mit Vorurteilen konfrontiert worden: „In England hieß es sehr oft: ‚Ein Türke schafft das nicht, kann das nicht.‘ Zuerst sagten sie: ‚Ihr werdet nicht aufsteigen.‘ Wir sind aufgestiegen. Nachdem wir aufgestiegen waren, habe ich sehr viele Kommentare gelesen, in denen es hieß: ‚Ihr werdet es nicht schaffen.‘ Alle sagten, Hull City wuerde absteigen. Wir haben die Mannschaft zum Aufstieg geführt. Ich bin stolz auf die Jungs. Aufzusteigen war sehr schwierig, aber wir haben es geschafft. Jetzt wollen wir unseren Weg mit sicheren Schritten fortsetzen.“

Mutige Trainerwahl und Comeback-Erfolg bei Belloumi
Ein zentraler Baustein des Erfolgs ist aus Sicht des Eigentümers Cheftrainer Sergej Jakirovic, dessen Verpflichtung in England als unkonventionell galt. „Ich glaube nicht, dass es auf der Welt außer mir einen anderen Präsidenten gegeben hätte, der Jakirovic in die Championship geholt hätte“, schwärmte Acun Ilicali von seinem Übungsleiter. Der Betreuer sei zwar ein großartiger Mensch gewesen, habe sich vor seinem Engagement jedoch nicht auf dem Radar englischer Klubverantwortlicher befunden, da er zuvor in der kroatischen, bosnischen und slowenischen Liga sowie in der Türkei bei Kayserispor gearbeitet hatte. „Natürlich konnte man sehen, wie fokussiert er war. Für mich ist er ein Geschenk Gottes. Er kam in die Türkei und arbeitete dort als Trainer. Auch mich hat die Art von Fußball beeindruckt, die er spielen liess“, zeigte sich der Eigner begeistert.
Neben dem Trainer hob der Klubbesitzer auch den Offensivakteur Mohamed Belloumi hervor, der nach einer langwierigen Verletzung eine Schlüsselrolle einnimmt. Der Spieler erlitt eine sehr schwere Verletzung und fiel rund ein Jahr lang aus. Nach seiner Rückkehr erzielte er im Halbfinale das Tor, das die Mannschaft ins Finale brachte, und gegen den FC Chelsea London gelangen ihm gleich zwei Treffer. Er habe immer sehr stark an das Potenzial des Offensivspielers geglaubt, untermauerte der Vereinsboss.
Prognose für den Klassenerhalt: 37 bis 38 Punkte als Zielmarke
Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf rechnet der Klubchef mit einer überschaubaren Hürde für den Verbleib im Oberhaus, was er auf die Dominanz der Topklubs zurückführt. Wenn die Mannschaften an der Spitze sehr viele Spiele gewinnen, sinke die erforderliche Punktzahl im Tabellenkeller. Acun Ilicali geht davon aus, dass Manchester United, Manchester City und Meister FC Arsenal London an der Spitze sehr viele Duelle für sich entscheiden werden.
Eine genaue Rechnung sei zwar unmöglich, dennoch formulierte der Teambesitzer eine konkrete Zielmarke für die Rettung. Er denke, dass man mit 37 bis 38 Punkten zu 90 Prozent in der Liga bleibt. Gleichzeitig hofft der Vereinschef, dass man solche Kalkulationen gar nicht erst anstellen muss und sich idealerweise schon vor den letzten drei bis fünf Wochen der Saison weit genug von den Abstiegsrängen entfernt hat.


2 Kommentare
Dursun und Sir Okan haben Acun und Ali mies erniedrigt seinerseits bei FB 😂
Ist doch Banane was du da schreibst. Hat doch gerade nichts mit diesem Bericht zutun.