Europas Volleyball-Gipfel: VakifBank bezwingt Eczacibasi Dynavit und feiert den siebten Champions-League-Titel
In einem denkwürdigen Finale der CEV Champions League hat die VakifBank ihre Vormachtstellung im europäischen Volleyball eindrucksvoll untermauert. In der stimmungsvollen Ülker Sports and Event Hall setzte sich das gelb-schwarze Team mit 3:1 gegen den Dauerrivalen Eczacibasi Dynavit durch und brachte den begehrten Pokal damit bereits zum siebten Mal ins eigene Vereinsmuseum. Für Eczacibasi, die auf ihrem Weg ins Endspiel hochkarätige Gegner wie Conegliano und Scandicci ausgeschaltet hatten, blieb am Ende trotz einer kämpferischen Leistung nur der zweite Platz. Die VakifBank bewies in den entscheidenden Phasen die reifere Spielanlage und profitierte von einer überragenden Tiefe im Kader.
Dominanz in den ersten Sätzen
Der Auftakt der Partie gestaltete sich zunächst äußerst ausgeglichen, wobei Eczacibasi Dynavit über die Außenpositionen zu punkten wusste und zwischenzeitlich mit 11:8 in Führung ging. Doch die VakifBank reagierte prompt: Trotz der starken Gegenwehr von Magdalena Stysiak und Ebrar Karakurt drehten die Gelb-Schwarzen das Spiel und erarbeiteten sich eine 18:14-Führung. Mit effektiven Blockpunkten sicherte sich das Team schließlich den ersten Satz mit 25:20. Auch im zweiten Durchgang behielt die VakifBank die Oberhand. Angeführt von einer glänzend aufgelegten Tijana Boskovic und Marina Markova erspielten sie sich einen 10:5-Vorsprung. Zwar kämpfte sich Eczacibasi noch einmal auf 19:19 heran, doch die individuelle Klasse von Boskovic gab den Ausschlag zum 25:21 und der 2:0-Satzführung.
Aufbäumen von Eczacibasi und dramatisches Finish
Im dritten Satz wendete sich das Blatt vorübergehend. In einem hochspannenden Schlagabtausch, bei dem Zehra Günes mit ihren Aufschlägen wichtige Akzente setzte, gelang es den Orange-Weißen von Eczacibasi, sich spät abzusetzen. Dank der Blockstärke von Sinead Jack-Short gewannen sie den Satz mit 25:21 und verkürzten auf 1:2. Der vierte Satz gehörte dann jedoch wieder klar der VakifBank. Besonders Tijana Boskovic fiel hier erneut durch ihre wuchtigen Schläge auf, während ihr Team schnell mit 10:7 in Führung ging. Am Ende ließen die Gelb-Schwarzen nichts mehr anbrennen, entschieden den Satz mit 25:18 für sich und machten den Sack zum 3:1-Gesamtsieg zu. Wie Spielbeobachter vor Ort berichteten, gab es zudem einen emotionalen Moment, als Kapitänin Simge Aköz und Ebrar Karakurt bei einer Rettungsaktion im vierten Satz heftig kollidierten, aber unter dem tosenden Applaus der Tribünen weiterspielten.
Ein historischer Erfolg für den türkischen Volleyball
Mit diesem Triumph festigt die VakifBank ihren Status als eines der erfolgreichsten Teams der Welt. Der siebte Titel in der Königsklasse ist ein Meilenstein, der die jahrelange exzellente Arbeit des Vereins widerspiegelt. Während Eczacibasi Dynavit trotz der Niederlage auf eine starke internationale Saison zurückblicken kann, krönt sich die VakifBank zur unangefochtenen Königin von Europa. Die enorme Qualität beider Mannschaften zeigt einmal mehr, dass der türkische Frauen-Volleyball derzeit das Maß aller Dinge auf globaler Ebene darstellt.


