Motorsport-Comeback am Bosporus? FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem plant Notfall-Kalender mit der Türkei
In der Welt der Formel 1 bahnt sich eine überraschende Wende für die laufende Saison an. Der Präsident der Internationalen Automobilföderation (FIA), Mohammed Ben Sulayem, hat offiziell verkündet, dass der Grand Prix der Türkei kurzfristig in den Rennkalender aufrücken könnte. Hintergrund dieser Überlegungen sind die anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten, die eine Durchführung der geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gefährden könnten. Gegenüber Medienvertretern erläuterte Ben Sulayem, dass man bereits logistische Szenarien prüfe, um auf mögliche Absagen flexibel zu reagieren. Sollte eine Austragung in den genannten Wüstenstaaten nicht realisierbar sein, stünde die Türkei als prominenter Ersatz bereit, sofern die notwendige Homologation und weitere technische Anforderungen zeitnah erfüllt werden.
Sicherheit hat Vorrang vor dem Rennbetrieb
Die Entscheidungsgewalt über die Reiseroute der Königsklasse liegt dabei maßgeblich bei der Einschätzung der Sicherheitslage. Mohammed Ben Sulayem betonte deutlich, dass es derzeit Probleme gebe, die weitaus größer als der Motorsport seien. Menschenleben hätten immer Vorrang, und man hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, um nicht mehr mit diesem Stress leben zu müssen. Dennoch stellte der FIA-Chef klar, dass die Teams unter keinen Umständen in die betroffenen Regionen reisen werden, sollte die instabile Lage bis Oktober oder November andauern. „Gott bewahre, sollte es bis Oktober oder November andauern, werden wir auf keinen Fall dorthin reisen, denn Sicherheit geht vor allem anderen“, so die unmissverständliche Ansage des Präsidenten.

Logistische Rochaden und der Faktor Katar
Um den Kalender trotz möglicher Streichungen stabil zu halten, zieht die FIA verschiedene strategische Züge in Erwägung. Eine Option bestünde darin, das Rennen in Katar um eine Woche zu verschieben und den gesamten Zeitplan nach vorne zu rücken. Falls diese interne Verschiebung nicht den gewünschten Effekt erzielt, rückt der Intercity Istanbul Park als Retter in der Not in den Fokus. Man stehe bereits in engem Austausch mit den Veranstaltern, um das logistisch beste Szenario für alle Beteiligten zu finden. Für die türkischen Motorsportfans würde dies ein unverhofftes Wiedersehen mit der Formel 1 noch in diesem Jahr bedeuten, während die Teams und Fahrer auf eine baldige finale Klärung des Programms warten.


