Trabzonspor

Ünal Karaman will mit Trabzonspor Geschichte schreiben

Neben der Begegnung im Türk Telekom-Stadion zwischen Galatasaray und Medipol Basaksehir sind die Augen am 33. Spieltag auch auf das Duell in Trabzon gerichtet. Die Bordeauxrot-Blauen haben nur noch theoretische Chancen auf den dritten Tabellenplatz, können mit einem Sieg über Besiktas aber immerhin eine neue Bestmarke aufstellen. Dafür sorgen könnte nämlich Chefcoach Ünal Karaman, der nach den Erfolgen über Galatasaray (4:0 am 4. Spieltag) und Fenerbahce (2:1 am 13. Spieltag) in die Fußstapfen von Ex-Coach Senol Günes treten will. Kein anderer Coach des Schwarzmeerklubs hat es bislang geschafft, die ungeliebte Istanbuler Konkurrenz in einer Spielzeit allesamt zu schlagen. Gewinnt Trabzonspor am Samstagabend gegen die Schwarz-Weißen, wäre Karaman nach Günes in der Saison 2010/11 der erste Coach, dem das gelingen würde. Den Günes-Nachfolgern Tolunay Kafkas, Mustafa Akçay, Hami Mandıralı, Vahid Halilhodzic, Ersun Yanal, Şota Arveladze, Sadi Tekelioğlu und Rıza Çalımbay war dieses Erfolgserlebnis nicht vergönnt.

Zahlen: Besiktas Trabzonspor weit überlegen

Ein Blick auf die Statistik zeigt jedoch, dass sich der Schwarzmeerklub extrem schwer gegen den Verein aus Istanbul tut. In den bisherigen 127 Duellen sprangen für Trabzonspor 43 Siege heraus. Bei 31 Remis konnte Besiktas 53 Aufeinandertreffen für sich entscheiden. Die Bilanz der letzten Jahre spricht ebenfalls klar für den Tabellendritten. In den letzten 14 Duellen konnte Trabzon die Schwarz-Weißen nur ein einziges Mal bezwingen. Die Heimstärke Trabzonspors ist hierbei auch kein Faktor. Seit sechs Spielen ist man vor eigenem Publikum ohne Besiktas-Sieg, vier dieser sechs Partien wurden sogar verloren. „Es ist das letzte Heimspiel der Saison. Wir wollen unsere Serie fortsetzen und gewinnen. Unser Ziel sind ganz klar die drei Punkte. Die Chancen auf den dritten Platz stehen nicht gerade gut. Doch damit beschäftigen wir uns nicht. Es sind noch sechs Punkte zu holen“, so Abwehrspieler Novak vor der Partie am Samstagabend.

Burak Yilmaz gegen den Ex-Klub

Für den Titel wird es für die Gäste aus Istanbul vermutlich nicht mehr reichen. Platz 2 und die damit verbundene Qualifikation für die UEFA Champions Leauge ist für Besiktas aber noch durchaus realistisch, da sich Galatasaray und Basaksehir im direkten Duell die Punkte gegenseitig wegnehmen werden. Die größte Waffe von Coach Senol Günes wird wohl Angreifer Burak Yilmaz sein, der heute zudem auf seinen Ex-Klub trifft. Der 33-Jährige war vor seinem Wechsel nach Istanbul von Trainer Karaman suspendiert und nicht gerade freundlich aus Trabzon verabschiedet worden. „Trabzonspor hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Ich hatte dort eine tolle Zeit“, versuchte der Goalgetter im Vorfeld die Brisanz der Partie herunterzuspielen. Den Trabzonspor-Anhängern dürften die Aussagen Yilmaz‘ relativ gleichgültig sein. Auf den türkischen Angreifer wartet am Samstagabend zweifelsohne ein gellendes Pfeifkonzert.

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Erdem Ufak

Erdem Ufak

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