Türkischer Fußball

Direkte WM-Teilnahme verpasst: Türkei nach Sieg über Montenegro in den Playoffs!


Im Fernduell zwischen der Türkei und Norwegen hat die „Milli Takim“ am letzten Spieltag der WM-Qualifikationsgruppe G die Oberhand behalten und sich mit einem 2:1-Sieg in Montenegro die Playoff-Teilnahme gesichert. Die Tore für die Truppe von Stefan Kuntz erzielten Kerem Aktürkoglu (22.) und Orkun Kökcü (60.), nachdem Fatos Beciraj (4.) die Gastgeber früh zum Jubeln gebracht hatte. Mit einem 2:0-Sieg gegen Norwegen im Parallelspiel sicherte sich die Niederlande den Gruppensieg sowie die direkte WM-Teilnahme, während die Skandinavier als der große Verlierer die WM-Quali beenden. Die Auslosung der WM-Playoffs findet am 26. November um 17.00 Uhr in Zürich statt. Ausgespielt werden die sechs Halbfinal-Playoffs am 24. März 2022. Die Endspiele, die die drei letzten WM-Teilnehmer ermitteln, sind für den 29. März 2022 datiert. Die möglichen Gegner der Türken in den Playoffs sind Portugal, Italien, Schottland, Russland, Schweden oder Wales.

Montenegro trifft früh – Aktürkoglu gleicht aus

Die Partie in Podgorica begann denkbar ungünstig für die Türkei, die nach einem entscheidenden Ballverlust von Burak Yilmaz vor dem eigenen Sechzehner durch den Treffer von Fatos Beciraj früh in Rückstand geriet. Die Verunsicherung der Kuntz-Elf war merklich zu spüren, denn die Montenegriner konterten in der Folge mehrmals gefährlich und deckten die Unachtsamkeiten in der türkischen Abwehr schonungslos auf. Mit einem abgefälschten Schuss von Halil Dervisoglu wurde es erstmals vor dem anderen Tor gefährlich, auch Hakan Calhanoglu scheiterte mit seinem Abschluss nur knapp. In der 22. Minute dann der Ausgleich: Abdülkadir Ömür spielte sehenswert Aktürkoglu an, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 1:1 traf. Die Gäste bestimmten bis zum Pausenpfiff die Partie, mehr als Halbchancen sprangen für die Türken allerdings nicht heraus. Stattdessen waren die Hausherren mit ihren zwei Großchancen vor der Pause sogar näher am Führungstreffer dran.

Orkun Kökcü trifft nach Calhanoglu-Assist

Auch in den zweiten Durchgang startete die türkische Nationalmannschaft sehr unorganisiert und hatte Glück, dass Montenegro zwei weitere Chancen liegen ließ. Doch die Wachmacher vor dem eigenen Tor sorgten schnell dafür, dass sich die Türken wieder fingen und Ball und Gegner kontrollierten. In der Offensive blieben die klaren Torchancen jedoch weiterhin aus, ehe sich der eingewechselte Kökcü ein Herz fasste und mit einem fulminanten Rechtsschuss für den umjubelten Führungstreffer sorgte. Den knappen Vorsprung verteidigte die Türkei bis zum Schluss geschickt und mit wenig Mühe, da Montenegro sein Pulver letztendlich zu früh verschossen hatte. Die Mannschaft von Trainer Miodrag Radulovic schaffte es kaum noch in eigenen Ballbesitz zu kommen und gab sich dementsprechend früh geschlagen.

Aufstellungen

Montenegro: Sarkic, Vesovic, Savic (57. Simic), Vujacic, Radunovic, Jovovic (67. Bozovic), Jankovic (74. Raickovic), Haksabanovic (57. Vukotic), Tomasevic, Beciraj (66. Vujnovic), Osmajic

Türkei: Ugurcan Cakir, Zeki Celik (90+1 Kaan Ayhan), Merih Demiral, Caglar Söyüncü, Caner Erkin, Berat Özdemir (46. Orkun Kökcü), Abdülkadir Ömür (79. Berkan Kutlu), Hakan Calhanoglu, Halil Dervisoglu (69. Kenan Karaman), Kerem Aktürkoglu (79. Baris Alper Yilmaz), Burak Yilmaz

Tore: 1:0 Beciraj (4.), 1:1 Aktürkoglu (22.), 1:2 Kökcü (60.)

Gelbe Karten: Osmajic, Vukotic (Montenegro)




Die Abschlusstabelle der Gruppe G


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3 Kommentare

  1. 17. November 2021 um 8:59 —

    Schade, dass wir nicht direkt zur WM fahren. Die Play-Offs werden knallhart, gerade als nicht gesetztes Team drohen uns hammer Gegner.
    Zum Spiel: Trotz frühem Gegentor haben wir uns schnell aufgerappelt und danach das Spiel dominiert. Montenegro hat zwar versucht mit Kontern Nadelstiche zu setzten, aber Caglar war immer zur richtigen Stelle.
    Für mich gestern der Mann des Spiels und auch der Mann für die Türkei währen dieser Quali.
    Für mich war gestern Burak der schlechteste Spieler auf dem Platz. Lustlos, ihm gelang nichts und oft mals stand er dann nur noch rum. Ich hoffe echt, dass er seine Karriere nach dem WM, oder nach eben nach den Play-Offs beendet. Uns fehlen leider gelernte Stürmer bzw. Stürmer die auch treffen. Ich kann nur hoffen, dass Cenk Tosun wieder fit wird und bald aus England zu einem Team wechselt, wo er regelmäßig spielt. Danach hätten wir einen Halil Dervisoglu, Enes Ünal, Enis Destan und Ali Akman. Die Jungs sind allesamt talentiert, jedoch noch keine Vollblutstürmer wie ein Burak.

    • 17. November 2021 um 12:56

      Ich würde behaupten unsere größte Baustelle ist der Sturm und die Position des Linken Verteidigers. Im Sturm haben wir mit Cenk Tosun, Burak Yilmaz und Serdar Dursun Spieler die ab jetzt nur noch abbauen werden. Eines Ünal konnte ihn meine Augen sein wahres Potential nicht entfalten. Somit müssen wir schauen, was die Jungen Talente machen werden.

  2. 16. November 2021 um 23:02 —

    Maximale Punktausbeute von Stefan Kuntz. Dieser Sieg war sehr wichtig fürs Selbstbewusstsein und für den Teamgeist. Es war wichtig aus eigener Kraft alles zu erreichen und nicht abhängig zusein, was die anderen Mannschaften spielen. Jetzt hat Kuntz etwas mehr Zeit um an denn richtigen Schrauben zu schrauben und die Fehlpässe zu minimieren. Wir müssen auch mehr aus der Ferne schließen gegen Mannschaften, die hinten stehen und kaum Lücken haben.

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