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Trabzonspor-Coach Avci freut sich auf Meisterschaftsfeier – Besiktas-Coach Ismael auf gemeinsame Zukunft

In einem hart umkämpften Match trennten sich Fast-Meister Trabzonspor und Noch-Meister Besiktas mit einem 1:1-Remis. Das Spitzenspiel des 31. Spieltages in der Spor Toto Süper Lig hatte viel zu bieten und enttäuschte nicht. Innerhalb der 90 Minuten kochten die Emotionen über, aber nach dem Abpfiff lag man sich in den Armen – ungewohnte Bilder aus Fußball-Türkei. Während Abdullah Avci sich sicher war, dass sich die Meisterschaftsfeier nur ein wenig verspätet, zog Neu-Coach Valerien Ismael bei den Schwarz-Weißen ein positives Resümee aus seinem ersten Match. GazeteFutbol mit den Reaktionen aus dem Medical Park-Stadion in Trabzon!


Abdullah Avci (Trabzonspor, Coach): „Wir werden ohnehin Meister und warten lediglich darauf, dass es offiziell wird. Ich denke, dass wir zum Ende des Ramadan Meister sein werden. Dementsprechend können die Vorbereitungen getroffen und die Fahnen herausgeholt werden. Wir können mit den Feiern so langsam aber sicher beginnen. […] Wir haben gegen die Istanbuler Mannschaften drei Siege und drei Remis geholt. Heute ging es gegen den letztjährigen Meister, der eigentlich einen besseren Kader als vergangenes Jahr hat. Aber manchmal stimmen die Ergebnisse einfach nicht. Wir haben versucht, die Abwehrreihe von Besiktas zu hinterlaufen. Sie haben nebenbei bemerkt sehr gute Spieler in ihren Reihen. Es war ein Match, das großen Mannschaften würdig war. Nach dem Seitenwechsel haben wir etwas mehr die Kontrolle übernommen und unser Spiel aufgezogen. Nach der Roten Karte haben wir wieder aufs Tor gespielt. “

Valerien Ismael (Besiktas, Coach): „Ich wollte von meinem Team genau dieses Spiel sehen. Wir verfügen über Qualität und nun fehlt nur noch die Mentalität. Das in die Wege zu leiten, ist meine Aufgabe. Wenn uns das gelingt, werden wir für den Unterschied sorgen. In unserem ersten Match haben wir mit ein paar Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt und hatten zeitweise zu viele Ballverluste. In der nächsten Woche wird unser Spiel noch besser werden, weil wir zum ersten Mal auch länger Zeit haben werden, mit der gesamten Mannschaft zu trainieren. […] Wenn ich von meinen Spielern verlange, dass sie Emotionen aufbringen müssen, dann muss ich das an der Seitenlinie genauso tun. Ich muss ihnen diese Emotionen weitergeben. Ich bin es gewohnt zu gewinnen. Und bis zum Platzverweis war unsere Absicht auch eindeutig. Auch nach der Roten Karte haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Sie werden Besiktas eines Tages über 90 Minuten lang in diesem Tempo sehen. Heute hat es vorerst nur zu 30 Minuten gereicht.“

Andreas Cornelius (Trabzonspor): „Mein Coach gab mir die Aufgabe, dass ich als Passstation für meine Kollegen agieren soll. In Spielen, in denen wir Probleme haben, greifen wir gerne darauf zurück. Ich hab alles getan, was in meiner Macht stand. […] Gegen Mannschaften, die mit einer Dreierkette spielen, versuche ich gerne Tiefenläufe zu starten. Wir hatten Augenkontakt mit Hüseyin Türkmen und daraufhin hat er mir einen wunderbaren Pass gespielt.“

Valentin Rosier (Besiktas): „Wir haben definitiv gute Arbeit geleistet. Mit unserem neuen Coach haben wir eine neue Mentalität gezeigt. Dieses Spiel hat uns positives Feedback mit auf den Weg gegeben. Wir sind zufrieden mit dem neuen System. Nun müssen wir dranbleiben. […] Er ist ein Europäer und hat eine entsprechende Mentalität. Auch die, die kein Französisch können, sind in der Lage sich mit dem Coach zu verständigen. Heute war nur es ein Anfang. Es gibt viele Dinge, die wir noch machen können. […] Es wäre nicht richtig zu sagen, dass wir dank mir einen Punkt geholt haben. Das gesamte Team war gut. Ich hatte das Glück das Tor zu machen. Ich bin sehr glücklich über meinen Treffer, aber die Vorlage von Rachid Ghezzal war top.“

Stefano Denswil (Trabzonspor): „Besiktas hat uns in den ersten Minuten große Probleme bereitet. Danach kamen wir auch in die Partie rein und haben unser Spiel aufgezogen. Leider haben die finalen Berührungen gefehlt. Cornelius hat uns nach seiner Einwechslung sehr glücklich gemacht. Der Gegner glich zwar auch, aber spielte danach nur noch zu zehnt. Bis zum Ende haben wir uns um den Siegtreffer bemüht. In solchen Matches ist es auch wichtig, nicht zu verlieren.“

Josef de Souza (Besiktas): „Trotz der Tatsache, dass es ein neues Spielsystem war, haben wir groß aufgespielt. Wir kamen zu guten Chancen und hatten den Sieg verdient, haben bedauerlicherweise aber nur einen Punkt mitnehmen können. Viel mehr als das veränderte System ist der Rhythmus. Seit der Ankunft unseres Coaches machen wir temporeiche Einheiten. Wir brauchen noch ein wenig Zeit. Jeder kann sicher sein, dass wenn das Tempo sitzt, wir schöne Dinge auf die Beine stellen werden.“

Welinton (Besiktas, Innenverteidiger): „Wir wussten, dass es ein schwieriges Match werden würde. Allerdings hätten wir uns den Sieg verdient. Wir haben unglaublich gekämpft. Innerhalb einer Woche haben wir uns an das neue System gewöhnt. Und wir werden mit der Zeit noch besser. Wir sind Besiktas und treten immer an, um zu gewinnen. Keiner soll sich Sorgen machen, Besiktas wird wieder bessere Zeiten erleben.“





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2 Kommentare

  1. 4. April 2022 um 13:47 —

    Ich muss sagen die TS-BJK und BJK-FB Derbys sind mit die besten im Land.
    Auch gestern hat mir das Spiel sehr gefallen. Es war sehr temporeich und viele Chancen auf beiden Seiten.
    Für Ismael ist es jetzt kein einfacher Start als BJK-Trainer direkt gegen TS zu spielen. Dennoch hat man schon den ersten Eindruck gesehen vom Team. Gerade mit einer 3er Kette ist man sofort Feind der türkischen Medien. Ein Pereira kann ein Lied von singen.
    Also mir hat das neue System von BJK echt gefallen. Ich sehe hier das gleiche Problem wie bei GS. Das sind nicht die Spieler die ein Torrent und Ismael wollen/brauchen. Ich denke die wahre Stärke sieht man erst im Sommer nach einigen Testspielen.
    Mit ein wenig Glück hätte BJK vielleicht den Sieg gestern geholt.

    • 4. April 2022 um 16:29

      Ich sehe es genauso.
      Seit 2-3 Jahren sind die Derbys mit Besiktas Beteiligungen am unterhaltsamsten.

      Sei es BJK gg FB oder GS oder TS.

      Ziemlich ziemlich nachgelassen hat jedenfalls das Derby zwischen FB und GS.

      Statistik der letzten 6 Derbys:

      BJK – FB // 25 Tore (4,2 Tore Durchschnitt)
      BJK- TS // 21 Tore (3,5)
      GS – TS // 17 Tore (2,8)
      FB – TS // 16 Tore (2,7)
      BJK – GS // 14 Tore (2,3)

      FB – GS // 10 Tore (1,6)

      Laut den Statistiken nach Toren sind die GS Spiele am „langweiligsten“

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