Türkischer Fußball

Spielervereinigung FIFPro warnt vor Engagements in der Türkei

Wenn das keinen weiteren Imageschaden bedeutet für die Süper Lig und den türkischen Fußball. Die internationale Spielervereinigung FIFPro warnt alle Spieler mit Nachdruck vor Transfers in die Türkei. Grund ist die Unzuverlässigkeit bei den Gehaltszahlungen.

Von sieben Gehaltsklagen kommt eine aus der Türkei

Zurzeit sind 211 Verbände Mitglied des Fußballweltverbandes FIFA. Bei Klagen und Beschwerden wegen ausstehender Gehaltszahlungen liegt die Beteiligung der Türkei bei eins zu sieben. Mithin entfällt bei im Schnitt sieben Klagen eine auf die Türkei. Eine erschreckend hohe Quote. Noch erschreckender, wenn man bedenkt, dass die „einheimischen“, also türkischen Spieler, die FIFA bei finanziellen Problemen mit ihrem Verein, nicht anrufen können. Wäre dies ebenfalls der Fall, dürfte die Quote sogar weit höher liegen.

Ein alter Bericht, der noch heute bittere Aktualität genießt

Kein gutes Licht, in dem die türkischen Klubs dastehen. Die Zusammenfassung von Sport- und Wirtschaftsjournalist Ismail Sayan einer Verlautbarung der FIFPro von August 2013, macht die Zustände, die in der Türkei vorherrschen und sich bis heute nicht verändert hätten, noch deutlicher: „Die Klubs tun alles, um die Spieler zu verpflichten. Sie werden traumhafte Gehälter, ein luxuriöses Haus, großartige Pläne, Handgeld, einen Prämienplan und finanzielle Beteiligungen am nächsten Transfer versprechen. Aber diese Versprechen werden nicht gehalten.

Einfach Foto-LINK anklicken und automatisch 20% bei allen BOLZR-Produkten sparen 

Nach ein paar Monaten fängt es an, dass keine Gehälter ausgezahlt werden. Die Spieler warten monatelang, aber bekommen ihr Geld keinesfalls. Die Spieler sind gezwungen, die Wohnungen zu räumen, die der Klub für die gemietet hat, da die Mieten nicht überwiesen werden. Von den versprochenen Prämien wird nie wieder gesprochen. Versucht das Geld im Voraus zu bekommen. Häuser oder Autos solltet Ihr unter keinen Umständen akzeptieren, da ihre Raten nicht gezahlt werden und man Euch diese wegnimmt.“ Dem wäre wohl nichts mehr hinzuzufügen!

Vorheriger Beitrag

Fatih Terim: "Keine Sorge, ich bin für Galatasaray da!"

Nächster Beitrag

CL: Galatasaray muss Brügge in Istanbul schlagen

Anil P. Polat

Anil P. Polat

Co-Owner/Chefredaktion GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion

3 Kommentare

  1. Avatar
    26. November 2019 um 17:44 —

    Eine kurze Info Alexander Sörloth hat 12 Wochen gebraucht um das Geld zu generieren, welches er bekommt also 1,5 Mio. Ich frage mich wie viele Spiele werden Falcao und Tolgay Arslan brauchen um das Geld hereinzubringen für ihre erste Saison überhaupt. In der Türkei herrschen keine Regel. Da wundert es mich nicht, wenn Vereine Gehälter nicht zahlen können. In der Türkei haben Mieter mehr Rechte, als Vermieter. Sobald ein Mieter auszieht nimmt der alles mit bei uns hat einer die Glühbirnen und Türen mitgenommen. In der Türkei kann man sich auf Niemanden verlassen. Wir gewinnen einen Gerichtsprozess und kriegen trotzdem nicht das Geld zurück. Dank neue Regeln haben wir mal 45k-50k Verlust.

  2. Avatar
    26. November 2019 um 14:11 —

    Ich bleibe dabei und hoffe wirklich das die türkischen Vereine Pleite gehen das ist wirklich zum fremdschämen. Es klingt zwar hart jedoch wenn man kurz vor der Insolvenz steht wird man möglicherweise aufwachen wobei halt auch das Problem die türkischen Präsidenten sind, da diese einfach nichts von wirtschaften verstehen wirklich keiner der Präsidenten würde nicht eine Minute ihr eigenes Unternehmen so führen wie die Vereine dazu kommt die fankultur in der Türkei dazu die Erwartung immer einen Star zu verpflichten, ich sehe eigentlich fast kein Ausweg aus dieser Lage….

  3. Avatar
    26. November 2019 um 9:51 —

    A R M U T S Z E U G N I S

Schreibe ein Kommentar