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Spanische Trainer in der Süper Lig: Galatasaray-Coach Torrent erst fünfter „Matador“


Die kommenden Wochen und Monate bei Galatasaray unter dem neuen Trainer Domenec Torrent werden mit Spannung erwartet. Während es sich der Ex-Assistent von Pep Guardiola so langsam aber sicher in Istanbul gemütlich macht, blickt GazeteFutbol auf die bisherigen spanischen Übungsleiter in der Spor Toto Süper Lig zurück. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Star-Trainer um Vicente del Bosque und Luis Aragones sowie David Badia, der für vier Spiele an der Seitenlinie von Fraport-TAV Antalyaspor stand, nicht die erwarteten Erfolge erzielen konnten.

Trotz etlicher Titel mit Real Madrid: Späterer Weltmeister del Bosque ohne Erfolg

Der erste spanische Trainer in der jüngeren Geschichte der Süper Lig war Vicente del Bosque. Während der weltberühmte Übungsleiter zuvor zwei La Liga- und zwei UEFA Champions League-Titel mit Real Madrid gewann, währte sein Istanbul-Abenteuer in der Saison 2004/05 sehr kurz. Del Bosque, der in seiner Karriere keine andere Klubmannschaft außer Real Madrid und Besiktas trainierte, holte an der Seitenlinie der Schwarz-Weißen acht Siege, fünf Unentschieden und vier Niederlagen in 17 Ligaspielen. Obwohl die „Schwarzen Adler“ mit einer Siegesserie von vier Spielen in die Winterpause gegangen waren, führte eine Niederlage gegen Konyaspor im türkischen Pokal dazu, dass sich die Wege vorzeitig trennten. Der mittlerweile 71-Jährige bekam nach seiner erfolglosen Zeit am Bosporus erneut die Gelegenheit, sich auf der europäischen Fußballbühne zu beweisen. Zwischen 2008 und 2016 wurde er mit der spanischen Nationalmannschaft jeweils einmal Welt- und Europameister.

Europameister Aragones‘ Leistungen nicht besser

Die erfolgreiche Ära bei der „La Furia Roja“ hatte Luis Aragones mit dem Europameistertitel 2008 eingeleitet. Nach dem Sieg im Turnier verschlug es den Spanier auch nach Istanbul. Allerdings zum Rivalen Fenerbahce. Somit wurde der mittlerweile verstorbene Aragones der zweite spanische Übungsleiter in der Türkei. Zugleich auch der zweite, der enttäuschte. Nach einer erfolgreichen Zeit mit Zico, in der die Gelb-Marineblauen eine Meisterschaft und den Einzug ins Viertelfinale der „Königsklasse“ feierten, hatte der Madrilene ein großes Erbe anzutreten. Am Ende reichte es nur zum Einzug ins Finale des türkischen Pokals und den vierten Platz in der Liga. Ganze zehn Punkte war man von Meister Besiktas entfernt. Tatsächlich aber konnte man den Istanbuler-Rivalen sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde besiegen.

Badia: Antalya-Interimstrainer und Fenerbahce-Co-Trainer

Ex-Barcelona-Jugendtrainer David Badia war zunächst in 55 Spielen als Co-Trainer von Riza Calimbay, Leonardo, Hamza Hamzaoglu und Jose Morais bei Antalyaspor tätig. Im Anschluss durfte er für fünf Begegnungen als Interimstrainer fungieren, in denen er zwei Siege und drei Niederlagen verbuchte. Danach ging es vom Mittelmeer-Vertreter weiter nach Istanbul zu Fenerbahce. Auch hier brachte er es auf 48 Partien als Assistenzcoach von Ersun Yanal, Phillip Cocu und Erwin Koeman, bevor es für ihn zurück in die Heimat ging.

Guti: Besiktas-Co-Trainer unter Günes 

Ein weiterer spanischer Co-Trainer war der einstige Starspieler Guti. Zu seiner aktiven Zeit hatte es ihn nach 15 Jahren bei Real Madrid für ein kurzes Intermezzo zu Besiktas verschlagen, wo er einen Pokalsieg feiern konnte. Auch in seiner Trainerlaufbahn verfolgte der frühere Nationalspieler Spaniens ein ähnliches Szenario. Nach vier Jahren als Übungsleiter in den Jugendteams der „Königlichen“ heuerte er beim 16-maligen Meister als Co-Trainer von Senol Günes für eine Saison (46 Spiele) an.




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