Fenerbahce

Nabil Dirar: „Ich würde für Fenerbahce sterben!“

Während die europäischen Ligen nach der Länderspielpause am heutigen Freitag den Spielbetrieb wieder aufnehmen, müssen sich die türkischen Fans aufgrund der bevorstehenden Kommunalwahlen im Land noch um eine Woche gedulden. Da bleibt natürlich viel Zeit für die Presse um Interviews mit den Fußballern zu führen. So auch die türkische Nachrichtenagentur “DHA”, die mit Fenerbahce-Spieler Nabil Dirar einen Plausch hielt. Der Außenspieler sprach offen und ehrlich. Unter anderem über seinen Kaderrauswurf, seine Zukunft und Präsident Ali Koc.

Dirar: „Ziel ist der fünfte Platz!“

Zunächst kommentierte Dirar das bevorstehende Spiel gegen MKE Ankaragücü und das Ziel für den Saisonendspurt: „Es wird sicherlich kein leichtes Spiel. Wir wissen, wie gut der Gegner vor allem Zuhause aufspielen kann. Genauso wie der Gegner benötigen wir so viele Punkte wie möglich. Wo wir am Ende der Saison stehen werden, kann ich natürlich nicht vorhersagen. Aber wir haben uns mit unserem Coach als Ziel vorgenommen, den fünften Tabellenplatz zu erreichen. Nichtsdestotrotz müssen wir von Spiel zu Spiel schauen und es wird sicherlich nicht leicht. Je mehr wir uns im unteren Tabellenbereich befinden, desto stressiger wird es. Man ist auf dem Platz nicht so locker wie sonst eigentlich und verspürt einen gewissen Druck. Trotz des Talents und der Qualität scheitert man ohne Selbstvertrauen.“

„Schlechter als diese Saison kann es nicht werden!“

Der Marokkaner, der auch den belgischen Pass besitzt, ist sich auch im Klaren, dass es für die Fans ebenfalls keine leichte Saison ist: „Natürlich sind wir uns der Unzufriedenheit der Fans bewusst. Sie sind traurig und wir sind der Grund dafür. Dies ist leider keine Saison, die Fenerbahce gewohnt ist. Dennoch sind sie sehr geduldig und unterstützen uns in jeder Partie. Wir hoffen, dass wir sie nächstes Jahr wieder glücklicher machen können, denn schlechter als diese Saison kann es nicht werden!“

Verbleib bei Fenerbahce?

Als nächstes erklärte der Marokkaner, dass er sich bei den Gelb-Marineblauen sehr wohl fühle und er sich einen Verbleib durchaus vorstellen könne: „Meine Familie und meine Freunde, wir alle fühlen uns hier wirklich sehr wohl. Mein Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende der nächsten Saison und ich denke, dass ich hier bleiben werde. Aber im Fußball entwickelt sich alles sehr schnell und du kannst dich auf einmal in einer ganz anderen Situation wiederfinden.“

Dirar würde für Fenerbahce sterben!

„Für Fenerbahce würde ich sterben!“

Im weiteren Verlauf verriet der frühere Monegasse Details über die Zeit seines Kaderrauswurfs: „Wir hatten eine kleine Gruppe und haben in Dereagzi gemeinsam trainiert. Aatif Chahechouhe, Volkan Demirel, Ozan Tufan und Uygar Mert Zeybek. Wir haben echt hart trainiert und es waren sehr intensive Einheiten. Wir sind nach dem Training sogar mit Aatif zum Fitness gegangen und haben dort auch noch mal paar Stunden verbracht. Ich wusste, dass wenn ich bei Fenerbahce keine Chance mehr erhalten sollte, mein Glück wo anders probieren würde. Ich habe hart gearbeitet und bin aber zum Glück wieder ein Teil der Mannschaft.“ Dirar weiter: „Keiner wird es schaffen, dass meine Leidenschaft für den Fußball verloren geht. Ich gebe alles für meine Mannschaft und die Fans. Ich bin ein Fußballer von Fenerbahce und wenn es sein sollte, dass man dafür auf dem Platz sterben muss, dann bin ich der Erste, der sich opfern würde. Mit so einer Leidenschaft bin ich dem Fußball verbunden!“

Ali Koc oder Aziz Yildirim?

Auch bewertete der 33-jährige Flügekspieler den ehemaligen Präsidenten Aziz Yildirim und den aktuellen Klubchef Ali Koc: „Herr Yildirm hat für eine sehr lange Zeit den Klub durch dick und dünn geführt. Wenn ich beide Präsidenten vergleichen sollte, kann ich sagen, dass Aziz Yildirim mehr Wert auf Namen gelegt hat, während Herr Koc seine Fühler nach talentierten Jugendlichen ausgestreckt hat. Er versucht die Jugendlichen in die Türkei zu lotsen, um ihnen zu zeigen, in der Türkei herrscht ein gewisser Ausbildungsstandard und junge Spieler werden gefördert. Wahrscheinlich möchte er die Jungs ausbilden und dann verkaufen. Das sind aber alles Projekte, die etwas Zeit in Anspruch nehmen. Aziz Yildirm dachte stets kurzfristig und wollte schnellen Erfolg. Herr Koc hingegen denkt an die Zukunft. Er bereitet die Zukunft von Fenerbahce vor.“

Derbys ein Grund für den Wechsel in die Türkei

Zuletzt machte der 33-malige Nationalspieler darauf aufmerksam, dass in Derbys das Verlieren tabu ist: „Die Derbys in der Türkei sind der Wahnsinn, so etwas findest du nirgendwo sonst auf dieser Welt. Dies war auch einer der Gründe, wieso es mich in die Türkei gezogen hat. Man muss aber vorsichtig sein, denn in Derbys darf man sich keine Fehler erlauben. Man kann alle Spiele verlieren, aber keine Derbys. Ich möchte auch unbedingt mal in einem Derby ein Tor schießen. Sie sagen immer, man sei erst ein richtiger “Fenerli”, wenn man im Derby ein Tor erzielt hat. Aber viel wichtiger ist selbstverständlich der Sieg. Solange wir als Sieger vom Platz gehen, muss ich nicht unbedingt treffen“, so der aus Casablanca stammende Fußball-Profi.

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M. Cihad Kökten

M. Cihad Kökten

7 Kommentare

  1. Avatar
    31. März 2019 um 16:11 —

    Wenn Koc schon eine Spendenaktion startet, sollten doch seine schwer reichen Freunde den Anfang machen und direkt spenden.
    Ich persönlich würde nie bei so einer Spendenaktion mitmachen. Ich hätte einfach kein Bock die Gehälter etc der Spieler zu bezahlen die durch nichts tun Millionen verdienen. Dafür tue ich mir selber leid, weil ich für mein Geld einfach hart arbeite.
    Es reicht ja schon, dass ich ein Trikot, Schal und Jogginganzug einmal im Jahr hole für 400 Lira. Da helfe ich dem Verein schon gut mit.

    Ich glaube sowieso nicht daran, dass Koc diese 60 Mio Euro (!) in 2 Monaten zusammenbekommt. Daran glaubt keiner, da sollten die Spieler und Leute aus dem Vorstand mitmachen aber selbst dann kommt man nicht auf die genannte Summe. Gerade die Fußballer sind in der Pflicht, nachdem man diese Saison die Fans sooo enttäuscht hat, sollte man mal mithelfen und anpacken. Aber das wird auch keiner tun, wenn es hart auf hart ankommt, ziehen die reichen immer den Schwanz ein.

  2. Avatar
    30. März 2019 um 15:04 —

    Ich möchte gerne etwas wichtiges zu der Spendenaktion oder diesem Fond schreiben, den Ali Koc ins Leben führen will.

    Wir brauchen bis Ende Mai 60 Millionen Euro um die UEFA Auflagen zu erfüllen dogrumu? Jetzt haben wir Ende März sprich Anfang April, bis Ende Mai sind es noch ca. 60 Tage oder?

    Somit müsste FB oder besser gesagt Ali Koc bis Ende Mai jeden Tag um die 1 Million Euro einsammeln, damit wir die Forderung der UEFA erfüllen stimmts oder hab ich Recht?

    Wie soll denn das bitteschön funktionieren? Das ist doch eine völlige Utopie, ich meine wie sollen wir am Tag eine Million Euro einsammeln?

    Ha, was passiert denn, wenn wir diese 60 Millionen Euro nicht bis Ende Mai einsammeln können wovon wir alle fest ausgehen können, da das ganze einfach absolut illusorisch ist.

    Ich habe gelesen, das wir dann eine UEFA Sperre für den internationalen Wettbewerb auf unbestimmte Zeit aufgebrummt bekommen. Und diese Strafe würde die FB Einnahmen die jetzt schon auf dem Tiefpunkt sind absolut in den Keller treiben.

    Ich meine wer will denn noch einen Verein sponsern, der auf unbestimmte Zeit nicht am Europapokal teilnehmen kann?

    Deshalb möchte ich hier alle FB Anhänger eindringlich davor warnen sich zuviele Hoffnungen für die Zukunft zu machen. Persönlich glaube ich, das es in den nächsten Jahren sportlich wie auch finanziell noch weiter bergab mit uns geht.

    Jedenfalls sprechen alle Indizien wie der hohe Schuldenstand und die drohende Europapokalsperre seitens der UEFA eindeutig dafür.

    Ali Koc kann ja nicht jegliche Rechnungen und Verbindlichkeiten des Vereins auf unbestimmte Zeit aus seiner Privatkasse bezahlen oder?

    • Avatar
      31. März 2019 um 1:24 —

      Ich würde sogar 500 Euro spenden, aber kein Bock Dirars Kamenis Topals Demirels und Co. Gehalt zu finanziern.

      • Avatar
        31. März 2019 um 9:46 —

        Lt. staatlichen Bestimmungen ist der maximale Rahmen für solche Spendenaktionen limitiert auf ein Jahr und solange soll das ganze auch laufen jedenfalls habe ich das so gehört.

        Ich wäre auch bereit Geld zu spenden, wenn das einem höheren Zweck dienen würde, da ich aber bis dato nicht weiss was mit all dem Geld passiert werde ich mich persönlich nicht an dieser Aktion beteiligen.

        Mir fehlen hier einfach noch viel zu viele wichtige Informationen. Ich meine ich werde hier nicht mein sauer verdientes Geld spenden, damit es dieser Comolli wieder für 0815 Spieler raushaut oder eventuell so ein Typ wie Alper Potuk bekommt, damit er sich seine schwulen Haare wasserstoffblond färben kann, das können die total knicken.

        Außerdem müssen zuerst die reichen Typen spenden, bevor wir armen kleinen FB Anhänger an der Reihe sind oder? Ich will auch wissen, wieviel jeder einzelnen von diesen Reichen und Prominenten gespendet hat. Ich will den Namen wissen und die Summe erfahren nur das das klar ist.

  3. Avatar
    30. März 2019 um 13:16 —

    Der Nabil hat bei FB einen Supervertrag, ist doch klar das er gerne bleiben will. In diesem Jahr hat er 6 Monate lang einfach nur gechillt und überhaupt nichts für seine 1,75 Mios getan die wir ihm in dieser Zeit aufs Girokonto überwiesen haben.

    Ich meine wenn mir mein Arbeitgeber in 6 Monaten fürs Nichtstun einfach mal so 1,75 Mios auf Konto überweisen würde, dann würde ich für meinen Boss aus “sterben” wollen.

  4. Avatar
    30. März 2019 um 11:27 —

    Heuchler!
    Heuchler!
    Heuchler..!

    mehr fällt mir zu dem Typen nicht ein..

  5. Avatar
    30. März 2019 um 0:07 —

    Als ich die Überschrift gelesen habe, war alles vorbei. 🤥

    Du elender nichtsnutz pro Jahr kassierst Du 3,5 Mio Euro für nichts, wie konnte man dir nur 3,5 Mio Euro Gehalt anbieten. Wie kommt man auf sowas. Bei einem 3 Jahresvertrag hast du Fener um mehr als 11 Mio Euro erleichtert. Wenn du für Fener sterben würdest du elender Heuchler dann lass dein Monats Gehalt auf 2.000 TL reduzieren du Pinocchio.

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