Türkischer Fußball

Kenan Karaman: „Meine Krankheit zeigte Symptome wie beim Coronavirus“

Der türkische Nationalspieler Kenan Karaman erklärte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur “Anadolu Ajansi”, dass er nach seiner ausgestandenen Lungenentzündung große Empathie und Mitgefühl mit allen COVID-19-Patienten habe. Seine Erkrankung sei sehr schwer verlaufen und die Behandlung habe vier Monate gedauert: „Meine Gesundheit ist derzeit gut. Ich habe eine schwere Phase hinter mir. Es war eine andere Art von Virus und sehr gefährlich. Meine Krankheit wies ähnliche Symptome wie beim Coronavirus auf. Hohes Fieber, Zittern. Meine Lungen waren ohnehin komplett von einer Entzündung befallen. Es hat viel Zeit in Anspruch genommen. Ich war drei, vier Monate in einem Kampf. Von nun an muss ich besonders vorsichtig sein“, so der gebürtige Stuttgarter.

„Maßnahmen in Deutschland richtig, aber zu spät“

Die in Deutschland aufgrund der COVID-19-Krise erlassenen Vorschriften und Maßnahmen erachte der Fortuna Düsseldorf-Profi als richtig. Jedoch seien diese zu spät ergriffen worden: „In den ersten Wochen hat niemand den Sachverhalt ernst genommen. Das Wetter war schön und in Düsseldorf waren die Menschen in Scharen draußen unterwegs. Aber es ist tatsächlich eine sehr gefährliche Situation, denn dieser Virus ist schrecklich. Er kann zum Tod führen.“

Karaman ruft zur Besonnenheit auf

Der 26-jährige Offensivmann rief alle Menschen dazu auf, wenn möglich, in den kommenden Wochen zuhause zu bleiben, um diese Krise schnellstmöglich zu bewältigen: „Wir müssen Selbstdisziplin zeigen und Opfer bringen. Es ist kein Umstand, der auf die leichte Schulter genommen werden darf. Darum müssen auch die jungen Menschen vorsichtig sein. Wir müssen unser Umfeld achten. Jeder soll, sofern möglich, zuhause bleiben.“

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Bundesliga eine Weile ohne Zuschauer

Den aktuellen Stand zum ausgesetzten Spielbetrieb in der Bundesliga kommentierte der zehnmalige Auswahlspieler der Türkei wie folgt: „Es ist natürlich schade, dass nicht gespielt wird, aber die derzeitige Situation ist richtig. Sollten die Maßnahmen bis spätestens Mai befolgt werden, dann könnte der Spielbetrieb womöglich wieder starten. Eigentlich wird Fußball nicht ohne Fans gespielt, denn die Spieler ziehen ihre Motivation aus den Anhängern. Dass die Stadion in Deutschland alle gefüllt sind, ist etwas anderes zum genießen. Aber, damit weder Spieler noch Zuschauer einer weiteren Gefahr ausgesetzt werden, sieht es so aus, als ob die Partien eine Weile ohne Zuschauer in Stadien ausgetragen werden. Und ich finde das auch richtig.“

Herausforderung Heimtraining

Abschließend erläuterte der 1.89 Meter große Angreifer, wie er sich im Heimtraining fit halte: „Ich halte mich mit dem Programm, dass mir der Verein gegeben hat fit. Ich versuche, so gut es zuhause eben geht, einige Trainingsoptionen umzusetzen. Der Verein hat an uns Spieler Fahrräder verteilt, das benutze ich.“ Karaman betonte zudem, dass diese Phase natürlich einigen Vereinen finanziell große Probleme bereiten wird. In seiner Freizeit zuhause lese der frühere Hannoveraner indes vermehrt Bücher, um sich persönlich weiterzuentwickeln.

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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion