Vielsagende Worte in der portugiesischen Heimat: Der Starcoach bereitet seinen Abschied aus Saudi-Arabien vor und blickt mit Stolz auf die Istanbuler Pokalnacht zurück
In der Gerüchteküche des türkischen Spitzenfußballs herrscht wieder einmal Hochbetrieb, und im Zentrum des medialen Interesses steht ein alter Bekannter. Der portugiesische Starcoach Jorge Jesus steht laut übereinstimmenden Medienberichten vor einem Abschied aus Saudi-Arabien, wo er aktuell die sportlichen Geschicke des Spitzenklubs Al-Nassr FC leitet. Die Anzeichen verdichten sich, dass das Kapitel in der Wüste demnächst geschlossen wird. Prompt kocht in den Gazetten und Fanforen das Thema einer spektakulären Rückkehr zu Fenerbahce hoch. Genau in diese Phase der Ungewissheit hinein hat der erfahrene Fußballlehrer nun ein viel beachtetes Interview gegeben, das die Spekulationen um ein potenzielles Comeback in Kadiköy massiv anheizt.
Der erfahrene Taktikfuchs nutzte die Bühne in der portugiesischen Heimat, um eine sportliche Bilanz zu ziehen und gleichzeitig eine emotionale Botschaft in Richtung Istanbul zu senden. In einem ausführlichen Gespräch mit der renommierten portugiesischen Sportzeitung Record blickte der Trainer mit einer Mischung aus Stolz und Wehmut auf seine Zeit in der Trendyol Süper Lig zurück. Dabei schreckte er nicht vor großen Worten zurück, die unmissverständlich klarmachen, dass seine Mission am Bosporus in seinen Augen womöglich noch nicht gänzlich beendet ist, was im Umfeld der Gelb-Marineblauen für reichlich Diskussionsstoff sorgt.
Die verpasste Meisterschaft als einziger Makel einer glorreichen Vita
Während des Interviews ging der portugiesische Fußballlehrer detailliert auf die verschiedenen Stationen seiner langen und überaus erfolgreichen Karriere ein. Er hob hervor, dass er in der Vergangenheit in insgesamt vier Ländern gearbeitet und fast überall die absolute Krone des nationalen Fußballs errungen habe. Dabei verwies er auf seine Titelsammlung, zu der unter anderem drei Meisterschaften in seiner Heimat Portugal sowie ein historischer Meistertitel im fußballverrückten Brasilien gehören. Auch in Saudi-Arabien stehe er aktuell kurz davor, bereits seine zweite Meisterschaft einzufahren, was seine internationale Klasse einmal mehr unterstreiche.
Einzig die fehlende Meisterschale in der Türkei wurmt den ehrgeizigen Fußballlehrer bis heute, weshalb er diesen Umstand als einzigen Makel in seiner persönlichen Erfolgsbilanz ansieht. Trotz dieses verpassten Ziels betonte der Portugiese jedoch den historischen Wert des gemeinsamen Erfolges mit dem Klub aus Kadiköy im nationalen Pokalwettbewerb. „Ich habe bisher in vier Ländern gearbeitet. Ich war dreimaliger Meister in Portugal, ich kann meinen zweiten Titel in Saudi-Arabien gewinnen und ich war Meister in Brasilien. Vorerst habe ich nur die Meisterschaft in der Türkei nicht errungen, aber ich habe den türkischen Pokal gewonnen, die wichtigste Trophäe, die sie in den letzten zwölf Jahren gewonnen haben“, erklärte der Coach selbstbewusst und stellte damit den Stellenwert seiner damaligen Leistung im Istanbuler Starensemble heraus.
Statistische Bestwerte und eine unvollendete Mission im Hexenkessel von Kadiköy
Ein Blick auf die nackten Zahlen verdeutlicht, warum der Name des Portugiesen bei den Verantwortlichen von Fenerbahce auch heute noch einen hervorragenden Klang besitzt. In der denkwürdigen Saison 2022/2023 hatte der Coach das Zepter bei den Kanarienvögeln inne und drückte dem Spiel der Mannschaft einen unverkennbaren Stempel auf. In insgesamt 53 Pflichtspielen an der Seitenlinie holte er einen überragenden Punkteschnitt von durchschnittlich 2,23 Punkten pro Partie. Ein Wert, der in der jüngeren Vereinsgeschichte des Klubs Seltenheitswert besitzt und die Handschrift des erfahrenen Fußballlehrers eindrucksvoll untermauert.
Am Ende jener intensiven Spielzeit reichte es in der Süper Lig zwar trotz des attraktiven Offensivfußballs und der enormen Punkteausbeute nur für den zweiten Platz hinter dem Erzrivalen, doch der triumphale Gewinn des türkischen Pokals versöhnte die leidenschaftlichen Fans. Es war der erste zählbare silberne Erfolg des Klubs nach einer quälend langen Durststrecke. Da der Meistertitel jedoch das ultimative Sehnsuchtsobjekt des Vereins bleibt, gilt die damalige Amtszeit des Portugiesen in den Augen vieler Experten als unvollendet. Angesichts seines bevorstehenden Abgangs aus der saudi-arabischen Liga und den offenen Worten in der Heimat scheint das nächste Kapitel dieses osteuropäisch-asiatischen Fußballkrimis bereits geschrieben zu werden.



9 Kommentare
Die Frage die ich mir seit einigen Tagen stelle ist folgende liebe Fussballfreunde und zwar wie konnte aus dem FC Arsenal Stichwort: „Corner FC“ das meiner Meinung nach der Prototyp eines „Loser Vereins“ war in diesem Jahr englischer Fussballmeister und CL Pokal Finalist werden?
Soviel ich weiß haben sie heuer unglaubliche 28 Tore bei Standards erzielt und es würde mich an dieser Stelle auch nicht großartig wundern, wenn sie das CL Finale gegen PSG auch mit einer Standardsituation für sich entscheiden würden.
Im Vergleich dazu sehen wir uns mal die Situation bei FB an…
Kann sich hier irgendjemand an irgendein Standard Tor von FB erinnern das uns in dieser Saison den Sieg bzw. die 3 Punkte gebracht hat?
Also bis auf den einen Treffer von Oosterwolde aus dem Supercupfinale zum 2:0 fällt mir persönlich auf Anhieb nichts ein, wir sind ja in dieser Saison eher damit aufgefallen Standards zu versieben wie Elfmeter zu verschießen und dergleichen, aber seit dem Titelgewinn vom FC Arsenal in dieser Saison muss selbst dem letzten türkischen Fussballanhänger aufgefallen sein, daß Standards im heutigen Fussball am Ende den feinen Unterschied über Sieg oder Niederlage, Meisterschaft oder keine ausmachen können.
Wir hingegen können weder verteidigen noch angreifen, weder Standards verwandeln noch Tore daraus verhindern, eigentlich kann unsere Mannschaft absolut gar nichts in der Hinsicht außer den Ball im Mittelfeld hin und her schieben ala „sağ, sol, geri“ anasını satayım, doğrumu söylüyorum Arkadaşlar?
Alles unwichtig…die wirkliche Frage ist, ob Çalhanoğlu an den Bosporus zu seinem Lieblingsverein seit Kindertagen wechselt.
Calhanogogokogoguuuluu? (German Speaker)
Ich weiß nicht, ob ich es hier schon mal zuvor erwähnt habe und ich weiß auch nicht wie ich es charmant ausdrücken kann, ABER ICH WILL KEINEN SCHEISS AYKUT KOCAMAN ALS NEUEN FB TRAINER…hätte ich jetzt beinahe geschrieben, was wollen wir denn mit diesem Fussballdinosaurier?
Hakan Safi hat sich mit Maldini getroffen und eine Rolle für ihn bei fenerbahce besprochen.
Der erste Jesus vollbrachte Wunder. Der zweite soll erstmal eine stabile Defensive bei FB hinbekommen. ^^
Jesus vermisst FB nicht. Er möchte einen fetten Vertrag mit fettem Tazminat.
„aber ich habe den türkischen Pokal gewonnen, die wichtigste Trophäe, die sie in den letzten zwölf Jahren gewonnen haben“
Muahahahaha.
Geeeeeesus 😂 der hat febe geroastet.