Große Gefühlswelt des bärenstarken Nationalstürmers: Der gelb-rote Leistungsträger spricht schonungslos über verpasste Meilensteine und den anstehenden Traum von Amerika
Nach dem finalen Triumphzug in der Trendyol Süper Lig hat sich der absolute Offensivstar von Galatasaray mit bemerkenswerten und tiefen Einblicken zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi zog der vielseitige Nationalspieler Baris Alper Yilmaz eine umfassende Bilanz einer extrem intensiven Spielzeit. Der pfeilschnelle Angreifer brachte dabei seine riesige Erleichterung und Freude über den historischen Erfolg zum Ausdruck, nachdem sich der Traditionsklub nach einem dramatischen Saisonendspurt bereits zum vierten Mal in Serie und insgesamt 26. Mal zum offiziellen türkischen Meister krönen konnte. Trotz der ausgelassenen Feierlichkeiten verhehlte der Offensivakteur nicht, dass hinter der Mannschaft Monate voller physischer und mentaler Grenzbelastungen liegen.
Der Zusammenhalt im gesamten Verein war aus der Sicht des Flügelstürmers das alles entscheidende Fundament für die Verteidigung der Spitzenposition. Er wies explizit darauf hin, dass man den Erfolg keineswegs nur auf die Akteure auf dem grünen Rasen reduzieren dürfe. „Zunächst möchte ich meinen Fußballern danken, dann unserem Präsidenten, unserem technischen Team, unseren Managern und Mitarbeitern. Denn wir sollten die Dinge nicht nur als Fußballer betrachten. Wir müssen alle Mitarbeiter einbeziehen. Sie haben auch viel Arbeit. Sie waren schon immer bei uns. Wir wurden alle als Familie Meister. Wir sind seit vier Jahren in Folge Meister, wir sind glücklich“, bilanzierte der hochzufriedene 25-jährige Fußballer sichtlich bewegt.
Das verfehlte Scorer-Ziel des Perfektionisten und die brutale Belastung der Königsklasse
Obwohl die kollektive Titelverteidigung perfekt gemacht wurde, zeigte sich der ehrgeizige Nationalstürmer im Hinblick auf seine persönlichen Statistiken durchaus selbstkritisch. In der abgelaufenen Kampagne schwitzte der nimmermüde Allrounder in beachtlichen 49 offiziellen Wettbewerben im gelb-roten Trikot und steuerte dabei starke zwölf Tore sowie 14 Vorlagen bei. In seiner bisherigen Profikarriere bei Galatasaray stand er somit in insgesamt 205 Pflichtspielen auf dem Platz, in denen er 37 Mal einnetzte. Dennoch gab er offen zu, dass er mit seinen eigenen Werten unzufrieden sei, da er sich vor der Saison eine ganz andere Marke gesetzt hatte.

Der Starspieler ging ins Detail und erklärte völlig unumwunden: „Ich mir zu Beginn der Saison ein Ziel gesetzt habe. Das kann ich ohne weiteres sagen, da die Saison vorbei ist. Die Zahl in meinem Kopf war 30. Natürlich tut es mir leid, dass ich da nicht rauskomme. Wichtig ist aber, hier einen Beitrag zum Team zu leisten. Unser Verein hat Ziele und als Fußballer arbeiten wir daran, diese zu erreichen. Das meiste haben wir bereits geschafft, also sind wir glücklich.“ Dieser unbändige Erfolgshunger treibt den Außenbahnspieler permanent an. Er stellte klar, dass er niemals ein Fußballer sein werde, der mit dem Erreichten, Toren oder Vorlagen zufrieden sei, sondern er wolle immer mehr.
Ein wesentlicher Grund für das phasenweise Verfehlen der absoluten Höchstwerte lag in der enormen Belastung durch die europäischen Spitzenbegegnungen, die der Mannschaft alles abverlangten. In der UEFA Champions League überzeugte das Team zwar und schaffte den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams, scheiterte dort jedoch am Erreichen des Viertelfinals. Als absolutes Highlight beschrieb der Angreifer das furiose Heimspiel gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin, welches die Gelb-Roten mit einem sensationellen 5:2-Sieg für sich entschieden, wobei der Nationalspieler selbst mit Toren und Assists glänzte.
Dennoch forderte das permanente Antreten auf absolutem Top-Niveau seinen Tribut, was sich in späten Punktverlusten in der Liga gegen Klubs wie Trabzonspor, Kocaelispor und Samsunspor widerspiegelte. „Das Niveau der Champions League ist ganz anders. Der Fokus des Verhältnisses ist ein anderer als der der Liga. Es ist nicht einfach, ein Spiel in drei Tagen zu spielen. Wir haben sehr hochwertige Fußballspieler und es gibt bestimmte Bereiche innerhalb des Spielfelds, in die der Trainer nicht eingreifen kann. In dieser Zeit treten wir in den Vordergrund. Wenn Fußballer untereinander reden, versuchen wir uns noch einmal daran zu erinnern, dass wir wirklich die Macht haben, dies zu erreichen und unsere Moral auf höchstem Niveau zu halten. Natürlich ist es nicht einfach, denn man spielt alle drei Tage ein Spiel, man kann müde sein“, beschrieb der Profi das mentale Korsett.

Das blinde Verständnis mit Trainer Okan Buruk und die Abhängigkeit von Victor Osimhen
Ein großes Lob zollte der Offensivakteur seinem Cheftrainer Okan Buruk, der den Kader trotz zahlreicher personeller Rückschläge, Verletzungen und Sperren bis in den Februar hinein mit taktischer Bravour durch die stürmischen Zeiten manövriert hatte. Die taktische Intelligenz des Übungsleiters habe dafür gesorgt, dass die Ausfälle hervorragend kompensiert werden konnten und das Team zu keinem Zeitpunkt in ein tieferes Loch gefallen sei. Jeder einzelne Akteur im Kader sei ein von den Bossen mit größter Sorgfalt ausgewählter Spieler, was die enorme Qualität in der Breite des Kaders untermauere. Das gelte ganz besonders auch für die hochtalentierten türkischen Akteure im Team.
Eine ganz zentrale Rolle im taktischen Konstrukt nimmt naturgemäß der nigerianische Starstürmer Victor Osimhen ein. Der Nationalspieler gab zu, dass das Fehlen des Ausnahmekönners erhebliche Auswirkungen auf das gesamte Spielsystem habe. „Natürlich ändert Osimhen unseren Spielplan stark. Wir müssen auch einen Plan B haben. Vielleicht bin ich es manchmal auch nicht, oder Osimhen ist es vielleicht auch nicht. Es ist ganz normal, dass unsere Leistung beeinträchtigt wird, wenn Osimhen nicht dabei ist. Er ist ein großartiger Angreifer, ein sehr guter Mensch. Wir haben immer einen Plan B. Wir haben viele talentierte Spieler in Galatasaray“, erläuterte der Flügelstürmer die internen Abläufe.

Der legendäre Muskel-Jubel im Derby gegen Fenerbahce und das historische WM-Ticket
Besonders emotional wurde es im Interview, als der Flügelspieler auf die absoluten Sternstunden der Saison zu sprechen kam. In bleibender Erinnerung blieb vor allem der furiose 3:0-Derbysieg gegen den Erzrivalen Fenerbahce in der 31. Spielwoche. Nach seinem vielumjubelten Treffer riss sich der Offensivmann das Trikot vom Leib und präsentierte den Fans seine stahlharte Physis. „Ich habe hart gearbeitet, um diesen Körper zu schaffen. Die Vergangenheit hat viel Arbeit. Es war nicht einfach, in diesen Körper zu kommen. Ich habe ein Tor für Fenerbahce geschossen und so etwas gemacht. Da ich mit meinen Gefühlen handelte, kam so etwas in diesem Moment von mir, ich wollte es tun“, verriet der Modellathlet mit einem Schmunzeln.
Ebenso denkwürdig war die Szene nach der finalen Partie gegen Hesap.com Antalyaspor, als die Meisterschaft rechnerisch endgültig in trockenen Tüchern war und der Nationalspieler minutenlang mit einer riesigen Vereinsflagge über den Rasen zog. Er sei so erschöpft gewesen, dass er kaum noch laufen konnte, habe die Schwere des Tuchs vor lauter Glücksgefühlen jedoch überhaupt nicht realisiert. Schließlich habe man ein ganzes Jahr lang unter Entbehrungen in Hotels gelebt, um den treuen Fans genau diesen magischen Moment zu schenken.
Zum Abschluss blickte der Außenbahnspieler voller Vorfreude auf das ganz große globale Ereignis im Sommer. Mit der türkischen Nationalmannschaft gelang nach einer schier endlosen Durststrecke von 24 Jahren wieder die erfolgreiche Qualifikation für eine FIFA-Weltmeisterschaft. Zuletzt war dies der stolzen Nation im Jahr 2002 gelungen, als das Team den sensationellen dritten Platz belegte – eine Zeit, an die sich der Profi aufgrund seines Alters selbst nicht mehr aktiv erinnern kann. Für das anstehende Großturnier in den USA, Mexiko und Kanada sieht er die Mannschaft bestens gerüstet. Unter der Führung des Nationaltrainers, der mittlerweile wie einer von ihnen geworden sei und eine fantastische Energie auf die Truppe übertrage, wolle diese hochveranlagte goldene Generation das Heimatland auf der ganz großen Weltbühne bestmöglich repräsentieren.



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„Es war nicht einfach, in diesen Körper zu kommen. Ich habe ein Tor für Fenerbahce geschossen und so etwas gemacht.“
Eure KI Texte werden immer beschissener.