Weichenstellung am Bosporus nach dem Ende einer Trainer-Ära: Die Vereinsführung sucht den neuen starken Mann für die Bank und sortiert den Kader um
Beim traditionsreichen Istanbuler Spitzenklub Besiktas läuft die Suche nach einem neuen sportlichen Hauptverantwortlichen auf Hochtouren, nachdem die Amtszeit von Sergen Yalcin endgültig der Vergangenheit angehört. In einer offiziellen gestrigen Mitteilung des Klubs wurde klargestellt, dass das Arbeitsverhältnis mit Herrn Ali Riza Sergen Yalcin im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig aufgelöst wurde. Die Vereinsführung bedankte sich formell für die geleisteten Dienste und wünschte dem Ex-Profi maximalen Erfolg für seine zukünftige Laufbahn. Unmittelbar nach dem Beschluss hielt der schwarz-weiße Klubpräsident Serdal Adali eine dringliche Krisensitzung mit sämtlichen Vorstandsmitgliedern ab, um potenzielle Trainerkandidaten im Detail zu durchleuchten.
Bezüglich der strategischen Ausrichtung des neuen Übungsleiters herrscht in der Chefetage jedoch noch eine spürbare Uneinigkeit, wie exklusive Berichte der Zeitung Sözcü enthüllen. Während der Vereinspräsident Serdal Adali die Verpflichtung eines renommierten ausländischen Fachmanns forciert und dabei Namen wie Razvan Lucescu von PAOK Saloniki, den vor dem Abschied bei Crystal Palace stehenden Oliver Glasner sowie Dino Toppmöller von Eintracht Frankfurt auf dem Zettel hat, bevorzugt die breite Mehrheit des Vorstandes eine einheimische Lösung. Die BJK-Vorstandsfunktionäre haben den Vereinschef bereits offiziell über ihren Favoriten in Kenntnis gesetzt und verweisen mit Nachdruck auf Arda Turan, der in dieser Spielzeit als absoluter Erfolgscoach glänzte und Schachtjor Donezk nicht nur zur souveränen ukrainischen Meisterschaft, sondern auch sensationell in das Halbfinale der UEFA Conference League führte. Diese beachtlichen Erfolge haben den Appetit der Klubführung massiv angeregt.

Emotionale Abschiedsworte der Schlüsselspieler aus der schwarz-weißen Kabine
Nachdem die Trennung vom Cheftrainer offiziell besiegelt war, meldeten sich wichtige Stützen des Kaders in den sozialen Netzwerken zu Wort, um ihrem ehemaligen Mentor Respekt zu zollen. Mannschaftskapitän Orkun Kökcü verabschiedete sich mit kurzen, aber herzlichen Zeilen und gab zu Protokoll: „Danke für alles, Trainer. Seien Sie offen für alle Herzensangelegenheiten.“
Noch deutlich emotionaler fiel die öffentliche Reaktion des südkoreanischen Torschützen Hyeon-gyu Oh aus, der die gemeinsame Zeit beim Istanbuler Traditionsverein sichtlich in Ehren hält. Der Angreifer betonte via Social Media, dass der Trainer ihn überhaupt erst zu den Adlern geholt und ihm die Möglichkeit gegeben habe, wieder an große Träume zu glauben. Er sei zutiefst dankbar für die bedingungslose Unterstützung und betrachte die Zusammenarbeit als eine immense Ehre, gepaart mit der großen Hoffnung auf ein Wiedersehen in der Zukunft.

Kompletter Umbruch auf der Außenbahn: Cengiz Ünder geht, Yusuf Sari soll kommen
Neben der ungelösten Trainerfrage steht bei den Schwarz-Weißen auch eine radikale Veränderung des spielenden Personals auf den offensiven Flügelpositionen bevor. Die sportliche Führung hat die endgültige Entscheidung getroffen, die vertraglich vereinbarte Kaufoption für den von Fenerbahce ausgeliehenen Nationalspieler Cengiz Ünder verstreichen zu lassen. Der Klub ist keineswegs gewillt, die festgeschriebene Summe in Höhe von sechs Millionen Euro für den Außenstürmer zu investieren, weshalb sich die Wege nach dem Saisonende unweigerlich trennen werden. Als adäquater Nachfolger wurde bereits der flinke Flügelstürmer Yusuf Sari ins Visier genommen, der aktuell bei RAMS Basaksehir unter Vertrag steht.
Um den Transfer des 27-jährigen Offensivakteurs zeitnah in trockene Tücher zu wickeln, plant Klubchef Serdal Adali zeitnah ein direktes Verhandlungsgespräch mit Basaksehir-Präsident Göksel Gümüsdag. Interessant ist hierbei die historische Komponente: Der variable Außenbahnspieler stand bereits vor zweieinhalb Jahren ganz oben auf dem Zettel der Adler, wurde damals jedoch vom ehemaligen Sportkoordinator Samet Aybaba mit der Begründung abgelehnt, dass er zwar ein qualitativ guter nationaler Akteur sei, aber nicht dem spielerischen Niveau für einen Vertrag bei Besiktas entspreche. Dass diese Einschätzung mittlerweile revidiert wurde, verdankt der Profi seinen konstant starken Leistungen im Trikot der Orange-Blauen, wo er bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren in der laufenden Spielzeit in 28 Pflichtspielen über 1.710 Einsatzminuten hinweg mit einem Treffer und acht Torvorlagen glänzte.



1 Kommentar
Ich glaube, dass sich das ein Arda nicht antun wird. Gerade nach der frischen Meisterschaft wird er nicht direkt nach einer Saison dem Verein den Rücken kehren.
Donetsk hat sehr viel Potential, und gerade bei den Transfers von Brasilianern immer ein gutes Händchen. Man geht in der neuen Saison in die CL Quali, falls man dort scheitert, geht der Weg in die EL.
Dort ist Arda zwar knapp gescheitert im Halbfinale, aber ich traue ihm einen Titel in Europa definitiv zu mit Shakhtar.
Ich hätte sehr gerne den Terzic bei BJK gesehen. Er kennt das Umfeld bereit und weiß worum es bei BJK geht. Ein weiterer Name wäre sicherlich Slaven Bilic der für die Fans interessant wird. Auch Joachim Löw finde ich irgendwie sehr passend, genau wie Bruno Lage.
Wen man nicht vergessen darf ist auch ein Ravzan Lucescu, der aber einen Vertrag hat in Griechenland.
So oder so muss Adali Gas geben bei der Trainerfrage. Die Saison geht sehr früh los mit der Quali für die Conference League. Da hoffe ich ja echt, dass man sich nicht wie diese Saison dort blamiert und in der Vorrunde ausscheidet. Wir brauchen jeden Verein, deswegen hoffe ich so sehr, dass Trabzon den Pokal holt und Basaksehir noch in die Conference League gehen kann.
Mit GS, FB, TS, BJK und Basak sind wir gut gerüstet für Europa und können gute Punkte sammeln.