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Galatasaray-Coach Torrent nach Barcelona-Remis: „Noch haben wir nichts erreicht!“

Dem letzten verbliebenen türkischen Vertreter im Europapokal ist tatsächlich ein torloses Unentschieden beim großen FC Barcelona geglückt. Somit bleibt es im Rückspiel in Istanbul am nächsten Donnerstag (18:45 Uhr) entgegen der Erwartungen weiterhin spannend. Die Gelb-Roten sind nun seit elf Spielen in Europa ungeschlagen (fünf Siege und sechs Remis). Bemerkenswerter wird die Statistik durch die Tatsache, dass man in den letzten vier Auswärtsbegegnungen keinen einzigen Gegentreffer zugelassen hat. Durch das 0:0 in der Hauptstadt Kataloniens ging auch eine Statistik der „Blaugrana“ zu Ende, die in den letzten 18 Spielen immer ein Tor erzielen konnten. Entsprechend glücklich waren die Gesichter beim türkischen Rekordmeister, während die Hausherren sichtlich bedient waren. GazeteFutbol mit den Reaktionen aus dem Camp Nou!


Domenec Torrent (Trainer, Galatasaray): „Man muss unseren Athletiktrainern ein Lob aussprechen, da wir körperlich in einer sehr guten Verfassung waren. Im letzten Ligaspiel gegen Konyaspor hatten wir kein gutes Spiel abgeliefert. Allerdings haben wir in der bisherigen gemeinsamen Zeit eine große Entwicklung durchgemacht. Wir sind sehr zufrieden mit unseren Spielern. […] Morgen werden wir hier eine Einheit absolvieren. Wir müssen trainieren, weil das Derby gegen Besiktas aktuell wichtiger ist als das Rückspiel gegen Barcelona. […] Wir hatten uns wirklich sehr gut vorbereitet. Deshalb verbringen wir auch so viel Zeit im Florya-Trainingsgelände. Wenn man im Camp Nou versucht, mit Barcelona gleichauf zu spielen, kassiert man vier Dinger und fährt nach Hause. Unser Ziel war es, das Zentrum dichtzumachen und ihre offensiven Stärken auf ein Minimum zu reduzieren. Ich bin sehr zufrieden und freue mich sehr auf das Rückspiel, da auch unsere Fans sehr euphorisch ins Stadion kommen werden. Es wird ein wirklich sehr großes Spiel. Beispielsweise hat der SSC Neapel vier Tore im eigenen Stadion kassiert. Es kann also alles passieren. Jedoch kann ich ihnen versichern, dass wir kämpfen werden. Noch haben wir nichts erreicht, außer unseren Traum am Leben zu erhalten.“

Xavi Hernandez (Trainer, Barcelona): „Wir haben heute kein gutes Ergebnis erzielt. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas besser, aber wir sind an einer überragenden Abwehr und an einem noch besseren Inaki Pena gescheitert. Die Innenverteidiger waren wirklich sehr gut. Ebenso Pena. Wir waren nicht in der Lage, die finalen Pässe zu geben.“

Inaki Pena (TW, Galatasaray): „Wir waren heute als Mannschaft sehr gut. Unser Ziel war es, die Entscheidung ins Rückspiel zu tragen. Unsere Träume bleiben am Leben. Was nun in Istanbul passiert, werden wir alle gemeinsam sehen. Natürlich ist es etwas ganz Besonderes im Camp Nou Beifall zu bekommen. Ob ich zu Barcelona zurückkehren werde, ist jetzt nicht relevant. Es wird passieren, was passieren muss. Allerdings habe ich mich voll und ganz auf Galatasaray fokussiert.“

Pedri (MF, Barcelona): „Wir wollten eigentlich viele Tore erzielen und als Sieger vom Platz gehen, aber das hat nicht geklappt. Vorne waren wir nicht gut genug. Hinzufügen kann ich noch, dass wir den Gegner auch nicht gut genug unter Druck gesetzt haben.“

Ryan Babel (RA, Galatasaray): „Wir haben gegen Barcelona bis zur letzten Sekunde versucht mitzuspielen und zu kämpfen. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Hoffentlich unterstützen uns unsere Fans im Rückspiel wie gegen Olympique Marseille. Das würde ein großer Motivationsschub für uns sein.“

Erick Garcia (IV, Barcelona): „Trotz der Tatsache, dass Galatasaray in der Liga keine gute Zeit durchmacht, wussten wir über ihre kämpferischen Stärken. Ihre Leistung in der zweiten Halbzeit hat ein wenig an den SSC Neapel erinnert. Sie haben hinten abgewartet und auf Fehler in unseren Reihen gelauert. Unser Trainer hatte uns gewarnt. Es war wichtig, dass wir im zweiten Durchgang etwas aufgewacht sind. Wir haben auf einen Treffer gedrückt, aber sie haben uns das Leben nicht einfach gemacht, da wir Lücken zugelassen haben. Auf jeden Fall wissen wir, was uns in Istanbul erwartet.“

Sofiane Feghouli (OM, Galatasaray): „Wir müssen uns nun ausruhen. Vor dem Rückspiel haben wir noch ein wichtiges Derby zu bestreiten. Wir wollten durch eine gute Leistung unsere Fans glücklich machen. Das heute war eine Teamleistung. Wir haben als Team sehr gut gespielt. Auf diesem Niveau muss man aber auch so auftreten. Meiner Meinung nach haben wir nicht nur die Galatasaray-Anhänger, sondern die ganze Türkei glücklich gemacht.“

Adama Traore (RA, Barcelona): „Ein 0:0 im Camp Nou ist kein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können. Wir werden das alles aufarbeiten und die notwendigen Analysen machen. Die Geschehnisse in diesem Match können wir nicht mehr ändern. Allerdings haben wir auswärts noch 90 Minuten Zeit, um alles geradezubiegen.“

Kerem Aktürkoglu (LA, Galatasaray): „Seit der Auslosung haben wir uns sowohl mental als auch taktisch gut vorbereitet. Wir hatten im Vorfeld besprochen, wie wir aufzutreten und zu spielen haben. Jetzt haben wir das Ergebnis, das wir haben wollten, geholt. Es wird ein sehr schönes Match vor unseren Fans. In Europa spielen wir wirklich ganz anders. Tatsächlich sind wir weiterhin ungeschlagen. Hier spielen wir Galatasaray-like. Mit unseren Fans im Rücken möchten wir im Rückspiel die nächste Runde erreichen. Solange unsere Fans hinter uns stehen, werden wir die Runde überstehen. Wäre mir der Treffer geglückt, hätten wir über ganz andere Dinge sprechen können. Es war ein großer Traum für mich, im Camp Nou zu spielen.“





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2 Kommentare

  1. 11. März 2022 um 13:55

    Das Spiel war super gestern und meinermeinung nach das beste GS Spiel dieses Jahr. Man merkte schon das Torrent die Mannschaft gut vorbereitet hat. Man kann halt von 36 Jährigen Babels und Fegouhlis nicht mehr erwarten. Torrent ist in meinen Augen ein sympatischer Trainer.

  2. 11. März 2022 um 12:48

    Eigentlich hat es Torrent auf den Punkt gebracht. Mit einem 0-0 haben wir nichts erreicht oder gewonnen. Lediglich über unsere eigene Leistung können wir uns freuen.
    Wenn wir zu Hause jetzt noch die Runde bestehen sollten, können wirr sagen, dass wir Barcelona aus der EL geschossen haben. Aber dazu fehlen noch mindestens 90 Minuten Fußball.
    Auch in Istanbul müssen wir höllisch aufpassen, da Barcelona einfach eine handvoll Spieler hat, die die Spiele entscheiden können.
    Ich fand das echt gut von Torrent, dass er mit Mohamed gestartet ist. Er sollte für Entlastung sorgen, die Bälle runer pflücken und anschließend verteilen. Das hat Mohamed eigentlich sehr gut gemacht. Nur ist es schwierig mit 3 Mann einen gescheiten Angriff gegen Barcelona zu starten.
    Ich bin zufrieden mit der Leistung und mit dem Ergebnis, warten wir das Rückspiel ab und freuen uns auf den Moment.