Fenerbahce

Fenerbahce: Auch unter Ersun Yanal bleiben die Erfolge aus

Ersun Yanal ist bereits der dritte Trainer des 19-maligen türkischen Meisters Fenerbahce in dieser Saison. Nach den schlechten Resultaten unter Phillip Cocu, folgte dessen niederländischer Landsmann Erwin Koeman. Aber auch dieser konnte keine befriedigenden Ergebnisse einfahren, so dass schließlich kurz vor dem Ende der Süper Lig-Hinrunde Ersun Yanal auf den Trainerstuhl von Fenerbahce zurückkehrte.

Sportliche Durststrecke hält an

Wer auf einen erfolgreichen Aufschwung hoffte, wurde – zumindest bis jetzt – enttäuscht. In bisher drei Ligaspielen unter dem 57-jährigen Übungsleiter ist der Klub aus Kadiköy noch ohne Sieg. Neben zwei Unentschieden kassierten die Gelb-Marineblauen eine Niederlage. Insgesamt bestritt Fenerbahce bis dato fünf Pflichtspiele unter Yanal. In den weiteren zwei Pokalspielen holte der Istanbuler Traditionsklub zwar einen Erfolg, verlor jedoch die letzte Partie gegen Ümraniyespor.

Yanal deutet Kader-Umwälzungen an

Nach dem 1:1 gegen Bursaspor zum Auftakt der Rückrunde zeigte sich Ersun Yanal alles andere als zufrieden mit seiner Mannschaft: „Das Spiel kann in zwei Abschnitte unterteilt werden. In der ersten Halbzeit lief das Spiel so, wie wir es wollten. In der zweiten Spielhälfte konnten wir dem Gegner nichts entgegensetzen und waren nicht fähig, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Wir wurden unter Druck gesetzt und waren nicht in der Lage dieses Pressing zu überwinden. Bereits die VAR-Entscheidungen im Spiel von Trabzonspor wurden heiß diskutiert. Ich denke über unsere Begegnung wird ebenfalls noch lange gesprochen werden. Was Transfers betrifft, kann ich nur sagen, dass wir die Rolle einiger Spieler neu überdenken werden. Einige Spieler können meine Vorgaben einfach nicht umsetzen.“

„Kann Fenerbahce in dieser Situation nicht verlassen“

Torjäger Roberto Soldado, dessen Traumtreffer nicht zum Sieg reichte, dementierte nach der Begegnung Wechselgerüchte um seine Person: „Es gab Phasen, in denen wir als Team nicht gut gespielt haben. Wir schaffen es einfach derzeit nicht, unser Bestes auf dem Spielfeld abzurufen. Es gab Momente im Spiel, wo wir die Oberhand hatten. Danach wirkten wir lange Zeit zu gestresst und gingen mit dem Druck nicht gut um. Wir waren nicht in der Lage das Spiel zu verwalten. Meine Trainer haben zuletzt nicht auf mich gebaut. Danach war ich verletzt. Ich sagte es schon einmal, zu Saisonbeginn war unser Problem nicht der Torabschluss. Es gab genügend andere Probleme. Mit Ersun Yanal wird es besser laufen für uns. Es gab einige Angebote für mich, aber ich werde bei Fenerbahce bleiben. Ich bin Fenerbahce viel schuldig. Ich kann nicht gehen, ohne die Liebe der Fans mit einer entsprechenden Gegenleistung zu erwidern. In dieser Situation kann ich Fenerbahce nicht verlassen.“

Aybaba lobt seine Truppe

Bursaspors Coach Samet Aybaba war stolz auf die Leistung seines Teams, insbesondere in der zweiten Halbzeit: „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet. Aber im zweiten Durchgang haben wir wirklich großartig gespielt. Wir haben auf dem gesamten Platz effektives Pressing gespielt und den Gegner permanent unter Druck gesetzt. Wir hatten aufgrund der guten Flanken einige aussichtsreiche Chancen. Hätten wir das Tor doch nur früher erzielen können. Hoffentlich ist den Zuschauern unsere taktische Umstellung auf zwei Stürmer in der zweiten Halbzeit nicht entgangen. Sakho war acht Wochen verletzt und konnte nur 20-25 Minuten spielen. Seither hatten wir mit Umut nur einen Angreifer, der sein Möglichstes gegeben hat. Wir haben noch einige Probleme in der Offensive. Es wäre schön, wenn wir auf dem Transfermarkt noch aktiv werden könnten.“



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Anil P. Polat

Anil P. Polat

Stellvertretender Chefredakteur GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion