Fenerbahce

Erol Bulut: “Stand kurz vor der Unterschrift bei Hellas Verona!”


Im Gespräch mit dem griechischen Onlineportal „Sport24“ beschrieb Fenerbahce-Coach Erol Bulut seinen Wechsel nach Kadiköy, sprach zudem über das Interesse an Anastasios Bakasetas sowie die Verpflichtung von Dimitrios Pelkas von PAOK Thessaloniki.

Nicht Verona, sondern Fenerbahce

Demnach habe Bulut vor seiner Unterschrift beim 19-fachen Titelträger der Türkei auch Angebote aus dem Ausland vorliegen gehabt. Dabei sei es sogar fast zu einer Einigung mit Hellas Verona aus der italienischen Serie A gekommen. „Ich stand kurz vor einer Unterschrift in Verona, doch als dann das Angebot von Fenerbahce kam, musst ich nicht mehr lange nachdenken. Ich hatte bereits für Fenerbahce gespielt und wurde auch Meister. Daher wollte ich diesen Trainerjob unbedingt.“ Ein Engagement in Griechenland schloss der 45-Jährige für die Zukunft dabei nicht aus: „Die Zeit wird zeigen, ob es mich nochmal nach Griechenland verschlägt. Aktuell bin ich mit meinen Gedanken jedoch mit 100 Prozent bei Fenerbahce.“

Bulut: „Bakasetas-Transfer hat nicht geklappt“

Als aktiver Fußballer stand Bulut unter anderem für Panionios Athen und Olympiakos Piräus unter Vertrag. Über zehn Jahre hielt es den Ex-Linksverteidiger im Nachbarstaat der Türkei, ehe 2012 das Karriereende bei PAE Veria folgte. Dementsprechend hat sich der Bad Schwalbacher ein Netzwerk bei den Griechen aufgebaut, von dem Bulut bis heute profitiert. So holte Bulut Anastasios Bakasetas und Manolis Siopis zu Aytemiz Alanyaspor, Pelkas folgte ihm schließlich nach Kadiköy. Auch Bakasetas hätte der 45-Jährige gerne auf Samandira begrüßt, wie er erklärte: „Ihn wollte ich schon, als ich bei Malatyaspor gearbeitet habe. Damals hatte er seinen Vertrag bei AEK Athen noch verlängert. Ich kann nicht leugnen, dass ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihm habe. Wir haben versucht ihn zu verpflichten, doch es hat leider nicht geklappt. Vielleicht kreuzen sich ja irgendwann unsere Wege wieder.“

Pelkas-Wechsel ging zügig über die Bühne

Bulut erklärte weiter, dass die Verpflichtung von Dimitrios Pelkas nicht als Ersatz für die gescheiterte Bakasetas-Verpflichtung betrachtet werden sollte. Beide Spieler hätte der Fenerbahce-Coach gerne in seinem Kader gesehen. „Das hat nichts miteinander zu tun, da sie zwei sehr verschiedene Spielertypen sind. Ich hätte beide gerne bei uns gesehen. Pelkas wollte ich unbedingt, da er im Mittelfeld auf nahezu allen Positionen spielen kann. Seine Spielweise ist Gold wert für einen Trainer. Der Transfer ging auch sehr schnell über die Bühne. Emre Belözoglu hat zügig den Kontakt aufgenommen, sich mit PAOK geeinigt und nur wenige Stunden später war Pelkas auch schon in Istanbul.“



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Erdem Ufak

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9 Kommentare

  1. Avatar
    29. Oktober 2020 um 11:42 —

    Letzendlich musste sich Bulut entscheiden zwischen Meisterschaftsrennen in der Türkei spielen oder das Tabellenmittelfeld in Italien erreichen.
    Viele hätten wohl die erste Alternative genommen, ich persönlich jedoch die zweite. Einfach weil man sich einen Namen machen kann. Hellas Verona spielt in der aktuellen Saison guten Fußball und ist auf einem soliden 8. Tabellenplatz. Hinzu kommt, dass man mit Koray Günter und Mert Cetin zwei Türken hat, die auch gesetzt sind aktuell.
    Scheitert man in Italien hat man immer noch die Möglichkeit in die Türkei zurückzukehren. Denn dort findet man bekanntlich immer einen Verein wo man arbeiten kann.
    Überzeugt man jedoch in Italien kann es mal schnell sein, dass man dort die Karriereleiter nach oben klettert und vielleicht mal Lazio Rom, Fiorentina oder AS Rom übernehmen kann. Und das ist deutlich besser auf dem Lebenslauf als die Meisterschaft in der Türkei, wo ja nur 3-4 Teams um die Krone kämpfen.
    Dies ist nur meine Sicht der Dinge, natürlich kann man auch nach guten Saisons bei FB eine gute Karriere starten und international gute Teams trainieren. Nur würde mich persönlich Italien mehr reizen als FB, dies sage ich mit dem Hintergrund, dass ich meine gelb-rote Bille abgelegt habe bevor ich angefangen habe diesen Kommentar zu tippen.
    Erol Bulut, Okan Buruk und Sergen Yalcin sind die Trainer-Talente in der Türkei und ich hoffe, da kommen einige mehr nach. Ilhan Palut von Göztepe gefällt mir auch sehr!

  2. Avatar
    29. Oktober 2020 um 10:15 —

    Wenn das mit Hellas Verona stimmt, ist Erol Bulut wirklich nicht der schlauste. Wer zieht den bitte ein Fener, Gala oder BJK einem Hellas Verona vor?

    @fenerim_28

    Super Beiträge!

  3. Avatar
    28. Oktober 2020 um 14:47 —

    Sorry Erol, aber wer tatsächlich Ambitionen hat und ein Angebot aus der Serie A erhält, der wechselt auch dahin. Da kannst du dir einen Namen machen.

    Selbst ein Fatih Terim mit all seinen Erfolgen hat kein Standing in Europa.

    • Avatar
      28. Oktober 2020 um 16:14

      Da hast du Recht, das Beste Zitat welches mir einfällt wäre von Andrea Pirlo, zweifacher Champions League Sieger und Weltmeister von 2006.

      Zitat „tanıdığım en kötü hoca Fatih Terim”

  4. Avatar
    28. Oktober 2020 um 14:32 —

    Als FB Anhänger wünsche ich mir zu allererst einen FB Trainer an der Seitenlinie der mutig und furchlos ist, einen zweiten Aykut Kocaman der auf der Bank Kilometer zählt oder irgendwelche sinnfreien Statistiken bei der PK aufzählt die ihn klüger, größer, schöner, toller oder gar geiler erscheinen lassen brauche ich absolut nicht.

    Ich brauche auch keinen FB Trainer der bei einer Führung gleich auf Defensive umschaltet so wie es Aykut Kocaman ständig getan hat, als er Alex aus dem Spiel genommen und dafür diesen Baroni eingewechselt hat. Das Resultat war immer das Gleiche, am Ende haben wir wegen diesem Vollpfosten an der Seitenlinie die Führung verspielt und wichtige Punkte in verschiedenen Wettbewerben eingebüßt.

    Ich kann mich noch ganz gut an das Europapokalspiel gegen Marseile erinnern, wo dieser Kocaman nach einer 2:0 Führung den Alex aus dem Spiel nimmt obwohl er ein Tor geschossen hat und dafür diesen Baroni einwechselt und das Spiel am Ende 2:2 ausgeht. Also so einen Trainer will ich in Zukunft nicht mehr bei FB sehen.

    Link:

    https://www.dailymotion.com/video/x28ynmq

    Große Mannschaften wie FB ziehen sich nach einer Führung nicht zurück in die Defensive, sie nehmen auch keine Torschützen frühzeitig aus dem Spiel. Ein FB Trainer wechselt auch keinen Tolga Cigerci für einen Sosa ein, das ist in meinen Augen eine absolut unverzeihliche Todsünde.

    Ein FB Trainer wechselt allenfalls positionsgetreu ein und aus, außerdem muss eine große Mannschaft soviel Tore wie nur möglich in einem Spiel schießen so wie es große Mannschaften wie Bayern, Real, Barca, Liverpool und Co. machen, an diesen Teams müssen wir uns orientieren und ein Beispiel nehmen und nicht an solchem defensiven Kackfussball ala Aykut Kocaman.

    Und einen Erol Bulut werde ich exakt nach diesen Kriterien bewerten, sollte er meine Erwartungshaltungen diesbezüglich nicht erfüllen, werde ich das exakt so reinschreiben.

    • Avatar
      28. Oktober 2020 um 14:40

      Fenerbahce sollte kleine Brötchen backen, bevor man sich an Teams wie Real, Bayern oder Liverpool orientiert. Hat Fenerbahce in seiner Vereinshistorie überhaupt mal gegen diese Teams ein Pflichtspiel bestritten?

      Fenerbahce muss erstmal seinen Kader verjüngen, am besten jede Saison einen Spieler aus der eigenen Jugend in den Profibereich integrieren. Mit der aktuellen Rentnertruppe gibt es nur Haue in Europa.

    • Avatar
      29. Oktober 2020 um 10:34

      @efsane07

      In deinem Kommentar kann man sehr schön sehen, was alles falsch läuft im türkischen Fußball. Eine katastrophale Selbsteinschätzung. Fenerbahce ist im türkischen Fußball ein großer. Objektiv gesehen aber ein kleines Fisch. Ja, Fener ist nicht mal halb so groß wie Marseile. Wenn du gegen so eine Mannschaft 2:0 führst, ist es nichts absurdes wenn du durch einen defensiven Spieler dieses Ergebnis absichern willst. Gut, in deinem Beispiel hat es nicht geklappt. Aber Fener hätte theoretisch auch mit 2:4 abgeschossen werden können, wenn sie weiter voll auf Offensive gegangen wären.

      Weder Fener noch irgendein andere türkische Mannschaft sollte sich an Mannschaften wie Bayern, Real, oder Barca orientieren. Wir müssen akzeptieren das wir kleine Fische sind, wir können uns nicht wie ein Wal verhalten. Gute Vorbilder wären eher Mannschaften wie Porto oder Ajax Amsterdam. Viel mehr als diese Mannschaften kann eine türkische Mannschaft eh nicht erreichen, dafür ist kein Potenzial da. Groß wie Barca oder Bayern wird man nur wenn man zusätzlich zu den nationalen Fans auch international Millionen von Fans hat. Da die Europäer aber nicht so blöd sind wie wir, werden die niemals ein Anhänger einer Mannschaft aus einer anderen Kulturkreis sein. Ihr müsst lernen der Wahrheit ins Auge zu sehen.

  5. Avatar
    28. Oktober 2020 um 13:56 —

    Dieser Pelkas ist ein Klasse Spieler, lange nicht mehr gesehen das man für so wenig Geld so gute Spieler bekommt.

    Hoffe man bleibt dieser Linie treu, die neue Fahrrichtung von Fenerbahce was Transfers angeht ist TOP.

    • Avatar
      28. Oktober 2020 um 14:32

      Ein guter Spieler wechselt nicht in unsere Liga. Wir müssen abwarten.

      Wenn wir dummen Türken unsere Jugend fördern würden, hätten wir jede Saison 10 Pelkas.

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