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Die türkischen Europa League-Gegner Zenit und Benfica im Porträt

Am Montag wurden die Europa League-Paarungen in der Runde der letzten 32 ausgelost. Im neuen Jahr trifft Galatasaray auf Benfica Lissabon, während es Fenerbahce mit Zenit St. Petersburg zu tun hat. Den Auftakt macht Galatasaray am 12. Februar in Portugal bei Benfica (18:55 Uhr MEZ). Auch Fenerbahce bestreitet am 14. Februar das Hinspiel zunächst auswärts in Russland (18:55 Uhr MEZ). Die Rückspiele finden beide am 21. Februar in Istanbul statt (jeweils 21:00 Uhr MEZ).

Comolli sieht Vorteile bei Fener

Nach der Auslosung warf Fenerbahce-Sportdirektor Damien Comolli einen Blick auf den kommenden Gegner und bewertete das Europapokal-Duell mit Zenit St. Petersburg: „Nach ihrer schwachen Saison im letzten Jahr, haben sie sich sehr stark zurückgemeldet. Sie verfügen stets über gute Spieler und haben derzeit eine Vielzahl von talentierten Brasilianern im Team.“ Comolli betonte zudem, dass die russische Liga bis zum Aufeinandertreffen pausiere: „Daher werden wir deutlich mehr Spiele bestritten haben als unser Gegner. Das ist für russische und ukrainische Teams grundsätzlich immer problematisch. Ich denke daher, dass Zenits Trainerstab und den Spielern klar ist, dass das ein schweres Los ist.“

Topklub aus der Zarenstadt

Zenit St. Petersburg gewann bis heute viermal die russische Meisterschaft. Zuletzt in der Saison 2014/15. Aktuell führt der Klub aus der ehemaligen Zarenstadt die russische Premier Liga nach 17 Spieltagen mit 34 Punkten an. Zudem konnte Zenit bis dato drei Pokaltriumphe und vier nationale Supercup-Siege feiern. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte erzielten die Russen im Jahr 2008, als man sowohl den UEFA-Pokal als auch den europäischen Supercup gewann. Bei Zenit spielt unter anderem der frühere Fenerbahce-Kicker Luis Neto. Mannschaftskapitän ist der langjährig FC Chelsea-Star Branislav Ivanovic. Derzeit fehlt der 48-malige russische Nationalspieler Aleksandr Kokorin (Suspendierung). Neben dem Angreifer gelten Kokorins Sturmkollegen Artem Dzyuba und Sebastian Driussi und Mittelfeldspieler Leandro Paredes als Stars von Zenit.

Zenit-Coach will Lucescu um Tipps bitten

Zenits Cheftrainer Sergey Semak zeigte sich nicht sonderlich erfreut über das Los: „Wir haben ein schweres Los gezogen. Auch, wenn unser Gegner in der Liga schwierige Zeiten durchlebt, so verfügen sie dennoch über sehr gute Spieler. Vor allem auswärts wird es nicht leicht für uns. Ich erwarte zwei enge Partien. Fenerbahce gehörte vor der Auslosung zu den Vereinen, auf die wir nicht treffen wollten. Ich werde mit Mircea Lucescu sprechen. Es ist immer schön seine Stimme zu hören. Ich werde mich mit ihm in Verbindung setzen und über Fenerbahce sprechen.“

Duell der Rekordmeister

Der türkische Rekordchampion Galatasaray trifft derweil auf den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon. Seit ihrer Vereinsgründung am 28. Februar 1904 avancierte der Hauptstadt-Klub zum erfolgreichsten Verein Portugals und zu einem der mitgliederstärksten Vereine der Welt. Die Lissabonner gewannen 36 nationale Meisterschaften und feierten 26 Pokalsiege. Überdies triumphierte Benfica in den Spielzeiten 1960/61 und 1961/62 im Pokal der Landesmeister. Hinzu kommen jeweils sieben Erfolg im nationalen Supercup und Ligapokal. Zu den absoluten Leistungsträgern zählen die Abwehrspieler Ruben Dias und Alejandro Grimaldo sowie Mittelfeldspieler Pizzi und die beiden Außenstürmer Franco Cervi und Eduardo Salvio.

Verantwortliche von Benfica siegessicher

Ex-Spieler Luisao, der aktuell zum Trainerstab von Chefcoach Rui Vitoria gehört, gab sich nach der Auslosung siegessicher: „Auch wenn es nicht leicht wird, so werden wir dennoch in die nächste Runde einziehen. Daran glauben wir ganz fest. Wir werden unsere volle Konzentration auf dieses Duell richten.“ Im Jahr 2015 markierte Luisao beim 2:1-Sieg von Benfica gegen Galatasaray noch selbst einen Treffer für die Portugiesen: „Diese Nacht war sehr wichtig für Benfica und auch für mich. Es war einer der bedeutsamsten Momente in meiner Karriere. Ich werde diesen Abend niemals vergessen.“

Vereinsfunktionär Anderson Luis da Silva wisse, was Benfica in Istanbul erwarte: „Wir kehren in die Türkei zurück. Galatasaray kommt, wie wir, aus der Champions League. Wir müssen uns gut auf die Spiele vorbereiten. Gegen Galatasaray auswärts zu spielen, ist immer schwer. Aber wir verfügen über die Qualität, uns auch in Istanbul durchzusetzen. Wir wissen, was für eine Atmosphäre uns dort erwartet. Auch wenn es schwer wird, Benfica glaubt immer an den eigenen Erfolg.“


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