Türkischer Fußball

Chelsea-Chaos: Muhsin Bayrak kündigt Börsenmeldung an – Englische Regierung stoppt Verkauf


Am 27. Februar wurde UEFA Champions League-Sieger FC Chelsea London von seinem russischen Eigentümer Roman Abramovich zum Verkauf angeboten. Einer der Interessenten für den Erwerb des englischen Spitzenvereins ist der türkische Geschäftsmann Muhsin Bayrak. Dieser kündigte am Mittwoch eine zeitnahe Börsenmeldung zum offiziellen Start der Verhandlungen für den Kauf des FC Chelsea an: „Ich glaube daran, dass türkische Unternehmen weltweit vertreten sein müssen. Unsere Entscheidung wird sowohl wirtschaftlich als auch für unser Land und unsere Holding viel Prestige einbringen. Seit ungefähr einer Woche halten unsere Gespräche an. Heute hat offiziell eine Delegation von uns mit den Verhandlungen in London mit den Verantwortlichen von Chelsea begonnen. Ich möchte die frohe Kunde gerne hier über ihr Medium vermitteln. Höchstwahrscheinlich werden wir morgen oder Freitag offiziell per Börsenmeldung den Start der Verhandlungen bekannt geben“, so Bayrak gegenüber der Nachrichtenagentur „IHA“ und „Haber Global“. Zuvor waren Holding-Anwalt Berivan Erdogan und der Europa-Vertreter des Unternehmens, Vehbi Kevser, für Gespräche nach London gereist.

Gerüchte über Kaufsumme überspitzt

Zur gebotenen Kaufsumme sagte Bayrak Folgendes: „Es werden sehr oberflächlich Summen genannt. Darüber möchte ich nichts sagen. Ohnehin wird später weltweit diesbezüglich berichtet werden. Die kolportierten 3,3 Milliarden Pfund sind übertrieben. Solch eine Summe gibt es nicht, unsere Offerte liegt darunter. In vielen Ländern halten wir bereits unsere türkische Flagge hoch und nun möchten wir dem türkischen Volk diese Freude auch in London bescheren. Wir sind bereit, jetzt liegt es an der Gegenseite. Dieser Deal wird der Wirtschaft und dem Tourismus großen Nutzen bringen. Im Verein werden türkische Spieler und türkische Trainer vertreten sein. Abramovich und mich verbindet eine langjährige Freundschaft.“ Bayrak verriet zudem, dass fünf, sechs weitere Firmen sowie der frühere US-Präsident Donald Trump Interesse am Kauf des FC Chelsea hätten.

Englische Regierung könnte Chelsea-Traum von Bayrak platzen lassen

Allerdings droht dieses Vorhaben auf der Zielgeraden zu scheitern, denn die englische Regierung macht einen Verkauf des Vereins offenbar unmöglich. Wie das Finanzministerium erklärte, wird das Vermögen von Roman Abramovich mit folgender Begründung eingefroren: „Abramovich steht mit einer Person in Verbindung, die daran beteiligt ist oder war, die Ukraine zu destabilisieren und die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit des Landes zu bedrohen, nämlich mit Wladimir Putin.“ Somit ist es für den russischen Oligarchen nicht mehr möglich, mit dem FC Chelsea Geld zu verdienen. Dies schließe auch die kommenden Ticketverkäufe des Klubs mit ein. Die Premier League-Partie am Donnerstagabend gegen Ozan Kabak-Klub Norwich City findet planmäßig statt. Doch dem Vernehmen nach werden zukünftig für Heimspiele nur noch Dauerkartenbesitzer zugelassen.

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1 Kommentar

  1. 11. März 2022 um 8:23

    Gestern hat Boris Johnson die „Sanktionen“ gegen Chelsea veröffentlicht. Der Verein wird erst einmal nicht verkauft. Selbst Chelsea Artikel dürfen momentan nicht verkauft werden. Chelsea darf die Verträge der Spieler nicht verlängern und auch keine Transfers tätigen.
    Dem Verein sind total die Hände gebunden, deswegen kann sich dieser Bayrak den Kauf des Vereins auch abschminken.