Türkischer Fußball

Burak Yilmaz spricht über verschossenen Elfer gegen Portugal


Nach dem vergebenen Elfmeter gegen Portugal (1:3) in den WM-Playoffs äußerte sich der mittlerweile zurückgetretene Türkei-Kapitän Burak Yilmaz gegenüber der Tageszeitung „Hürriyet“ zur dramatischen Szene, die zum 2:2-Ausgleich hätte führen können: „Als wir den Elfmeter zugesprochen bekamen, überließen mir alle meine Teamkollegen den Ball. Und ich wollte den Strafstoß auch ausführen. Ich war sehr aufgeregt. Ich spürte den Druck und die Verantwortung, diesen Elfer für meine gesamte Nation auszuführen. Der Boden war nass und weich. Mein Wunsch, den Ball hart zu schießen, sorgte dafür, dass er zu hoch flog. Als ich sah, dass der Ball ins Aus geht, war ich enorm niedergeschlagen. Hätte ich den Elfmeter verwandelt, hätten wir Portugal geschlagen. Am meisten tut es mir für mein Land leid. Nach dem Spiel haben mich Verbandschef Nihat Özdemir, unser Trainer Stefan Kuntz und meine Mannschaftskameraden aufgebaut und unterstützt. Am meisten war Kuntz enttäuscht. Er hat mit mir zusammen geweint. Auch meine Teamkollegen aus Lille haben mich angerufen und mir gut zugesprochen. Ich konnte bis zum Morgen nicht schlafen. Ich bin extrem traurig“, so der 36-Jährige. Unmittelbar nach der Partie hatte der Angreifer aus Antalya betont, dass er nicht verstehe, wie er diesen Elfer nicht treffen konnte und sagte zudem, dass er diesen Strafstoß sein Leben lang in seinen Gedanken ausführen wird.




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2 Kommentare

  1. 27. März 2022 um 12:18

    Burak ist eigentlich ein sehr sicherer Schütze. Wer hoch in die Ecken schießt, trifft auch meistens, da der Torwart nicht ran kommt. Außer natürlich man schießt drüber oder daneben.
    Elfmeter sind meiner Meinung nach eine brutal schwierige Sache. Du kannst so gut schießen wie du möchtest, wenn der Torwart die Ecke ahnt, dann kann selbst ein Messi oder Ronaldo nichts mehr machen.
    Ich kann Burak deswegen nicht viel vorwerfen, ich bin teils froh, dass er nicht mehr für die Nati spielt, teils guckt man natürlich mit einem tränendem Auge zurück. Auch wenn Burak einen manchmal zum Ausrasten bringt, so ist er trotz seines hohen Alters ein wichtiger Spieler gewesen.
    Aktuell haben wir mit Enes Ünal jemanden, der ihn vertreten kann aber auch keine Alternativen. Umut Bozok traue ich in der Nati nichts zu, Cenk Tosun spielt seit gefühlt zwei Jahren keinen Fußball mehr. Ali Akman, Enis Destan und wie die Jungs auch heißen mögen, müssen noch viel lernen.

  2. 27. März 2022 um 11:17

    Ich hätte Enes schießen lassen. Er hatte ein Selbstbewusstsein, das war unglaublich.

    Aber lieber soll Burak verschießen als Enes. Leider war im dem Moment Burak der Buh Mann des Landes. Das einzige, was mich an seiner Aussage nervt, ist das er teilweise dem Boden die Schuld gibt. Er spielt 85 Minuten darauf und es sind soviele ausgerutscht. Wie der Boden ist, sollte man schon wissen und sich darauf einstellen.