Besiktas

Besiktas-Coach Sergen Yalcin: “Unser Kampf hat erst begonnen”

Nach dem erneuten Punktverlust, dieses Mal gegen Fraport TAV Antalyaspor, war Besiktas-Trainer Sergen Yalcin nicht nur enttäuscht, sondern auch aufgebracht, wie im Post-Match-Interview bei “beIN SPORTS” zu hören und sehen war: “Ein Punkt ist besser als zu verlieren. Hätten wir gewonnen, wäre dies sehr gut gewesen, Es gibt nicht viel über dieses Spiel zu sagen. Wir haben ein Tor von einem Team kassiert, das eine halbe Chance hatte und dessen Spieler permanent auf dem Boden lagen. Fußball sollte meiner Meinung nach nicht so gespielt werden. Unser Kampf hat erst begonnen. Niemand soll Zweifel haben. Das wird nicht so weitergehen. Heute und gegen Trabzonspor haben die Schiedsrichter einige Signale gesendet. Die Spiele müssen fairer und gerechter gepfiffen werden. Heute bin ich aufgebracht, ich bitte dies zu entschuldigen”, so der 48-Jährige.

Yalcin kann Spielweise des Gegners nicht nachvollziehen

Yalcin weiter: “Die gegnerischen Spieler lagen ständig auf dem Boden. Man hätte denken können, sie seien tot, doch dann stehen sie plötzlich auf. Mit diesem Spiel haben sie einen Punkt geholt. Und was haben sie gewonnen? Unser Torhüter hat nicht einmal geschwitzt. Es werden alle drei Tage Spiele ausgetragen, da ist es normal, dass wir den erschöpften Spielern eine Pause gönnen. Das ist keine Rotation in dem Sinne. Sie spielen viel und sind daher auch müde. Mensah ist am kommenden Spieltag gesperrt. Wir haben einige Ausfälle. Wir versuchen alle Spieler nach Spielverlauf korrekt einzusetzen.”




Yanal hadert mit den Schiedsrichtern

Antalyaspors Chefcoach Ersun Yanal kommentierte den Punktgewinn in Unterzahl wie folgt: “Wir alle zeigen unmenschlichen Einsatz. Das ist kein Transformers-Film. Es ist ein Spiel, das Menschen aus Fleisch und Blut, mit Familien, die zuhause auf sie warten, spielen. Wir kämpfen gegen das Transferverbot, Verletzungen und die Pandemie, gegen all das. Inklusive Pokal verlieren wir seit acht Spielen nicht mehr. Darunter waren schwere Spiele, wie gegen Galatasaray, Trabzonspor und Besiktas. Wir kämpfen gegen alles und gewinnen. Aber wenn dazu noch die Schiedsrichter kommen, glauben sie mir, dann ist die Last auf unseren Schultern kaum zu ertragen. Dann verlieren wir unsere Kraft. Das sage ich nicht nur für das Besiktas-Spiel. Schaut euch nur die zurückliegenden Spiele von Antalyaspor an. Abseitstore, wirklich sehr harte Platzverweise. Ich frage mich, ob die, die den VAR betrachten und nichts sehen können, später in den Spiegel schauen können und ihren Fehler erkennen. Ich gratuliere meinen Spielern. Es geht weiter. Wir haben noch vieles zu besiegen.”


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5 Kommentare

  1. 4. Februar 2021 um 15:29

    Das türkische und ausländische Spieler in der Süperlig insbesondere bei den Anadolumannschaften die 90 Spielminuten länger im Liegen als Stehen verbringen ist ja nun wirklich kein Geheimnis.

    Das türkische Schiedsrichter Spielszenen nicht nach Regelwerk bewerten, sondern nach dem Spielstand ist auch allen bekannt, dies zu kritisieren ist das Recht von Sergen Yalcin, aber was für Lösungsvorschläge hat er als ehemaliger Süperligspieler und ambitionierter Süperligtrainer parat?

    In der PK Kritik auszuüben kann ja nur der erste Schritt sein, es müssen weitere folgen und noch wichtiger, Lösungen gefunden werden, ansonsten ist das alles nur heiße Luft.

    Was will ich als Süperliganhänger sehen?

    1.) Eine attraktive und offensive Spielweise
    2.) Schnellen Fussball und weniger Spielunterbrechungen bzw. Fouls
    3.) Viele Torraumszenen und Tore
    4.) Eine faire Spielweise und respektvollen Umgang auf dem Platz
    5.) Keine Beleidigungen und Pfiffe gegen die Gästemannschaft über 90 Minuten und darüber hinaus.
    6.) Keine Rudelbildungen und Gemecker auf dem Platz bei jeder Schiedsrichterentscheidung
    7.) Eine schnellere VAR Entscheidung die etwas weniger als 5 Minuten dauert.
    8.) Mehr Kameraperspektiven bei beIN Sports.
    9.) Mehr Wiederholungen und bessere und neutralere Kommentatoren bzw. keine Typen wie Erman Toroglu am Mikro
    10.) Weniger bis gar keine Interviews von türkischen Vereinspräsidenten nach Spielschluss, die sich über alles mögliche beschweren.
    11.) Besseren Spielrasen
    12.) Nach Corona gut gefüllte Stadien.
    13.) Weniger Selbstdarsteller in Pink an der Pfeife
    14.) Qualitativere Sportsendungen im türkischen TV

    Hier Lösungen zu finden ist die Aufgabe derer die dort beim türkischen Fussballverband und in den Süperligvereinen Verantwortung tragen und Ämter ausüben, von Sergen Yalcin und seinen Trainerkollegen erwarte ich hier konstruktive Lösungsvorschläge, Kritik ist gut und wichtig, aber Lösungen sind besser.

  2. 4. Februar 2021 um 12:47

    Ich weiß nicht was Sergen dem Schiri vorzuwerfen hat, Souza hätte gegen Fener schon glatt rot kriegen müssen. Gestern ein absichtlicher Ellbogenschlag ins Gesicht, nicht mal Gelb?! Man will sowas nicht sehen. Die Kartenauslegung in der Türkei ist ziemlich SCHEISSE!

    Generell zur türkischen Liga:
    Während Spieler treten foulen und das Spiel verlangsamen, gibt es in der türkei nur fürs mekkern gelb…

    In deutschland entschuldigen sich die Schiris und der Schiriausschuss ja sehr oft für Fehlentscheidungen, man versucht es zu analysieren wieso weshalb oder begründet zumindenst eine Entscheidung. In der Türkei gibt es im Nachinein nicht mal die Einsicht “Ja, das war ein Fehler unseres Schiris XY”, ich meine, das wäre immerhin ein kleiner Trost, aber nein, die sind UNANTASTBAR!

    PS: Der Schiri-Moderator, also der der die Positionen bewrtet, von beinsports ist meines Erachtens auch sehr schlecht, er kann vieles nicht gut erklären und liegt oftmals auch falsch

  3. 4. Februar 2021 um 10:24

    Sergen ist eine Witzfigur. Die ganze Zeit am heulen, bis das gegnerische Team einen Platzverweis bekommt. Was die Sache mit den Schiedsrichtern betrifft bin ich nicht auf Sergens Seite.

    Was die Süper Lig betrifft jedoch schon. Es geht mir gigantisch auf den Sack, (sry die Ausdrucksweise) dass alle Teams Mauern und wie Kubi schon erwähnt hat somit “das Spiel zerstören”.
    Türk futbolu batmis. Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hatte Zitat – “Wenn wir keine türkischen Wurzeln hätten, würden wir uns diese Drecksliga nicht einmal geben.” Die Person hat damit absolut recht.

    Ich weiß noch die Saison 2011/12
    Scheiße was hatten die TopKlubs für Mannschaften, was ein geiler Fußball noch oben drauf!
    Heute alle cöp, Derby sind keine Derbys, keiner trägt das Trikot mit Stolz – heute bei Fener, morgen bei Gs

    Und die Schiedsrichter sind masallah.
    Alle 2 min faul

    • 4. Februar 2021 um 11:52

      Danke für die Props mit dem Zitat Billyjean.

      Schöne Grüße.

  4. 4. Februar 2021 um 9:39

    Das zeigt doch, dass die oberen Teams ihre Plätze Woche für Woche austauschen werden. Ich finde diese Saison extrem schwierig. Immer wieder englische Wochen, Teams die dann nur mauern und Zeit schinden und Verletzungen machen das alles noch schwieriger.
    Das Spieler der gegnerischen Mannschaft gerne mal Zeit vergeuden ist doch nichts neues. Wie oft haben die Leute hier kommentiert, dass so was das Spiel kaputt macht und das ist ja genau das Ziel von solchen Teams/Trainern.
    Antalya konnte dem Druck kaum gegenstehen und löst das Problem in dem sie auf dem Boden liegen.
    Da müssen die Vereine auch eine Lösung finden und dementsprechend spielen. Ich hasse es, wenn dann solche Teams durch ihre hässliche Spielweise dann noch 1 Punkt entführen und das auch noch feiern. Für mich bereitet das schlaflose Nächte und schlechte Laune.
    Wenn man dann früh in Führung geht, liegen die Spieler nicht mehr rum und genau das ist das unverständliche. Wenn man mit dem Ziel in die Partie geht, nur Zeit zu verschwenden und keinen schönen Fußball zu spielen dann wissen wir ja warum der türkische Fußball sich nicht weiterentwickelt.