Besiktas

Besiktas blüht in Europa unter Günes auf

Mit einem 3:1-Heimsieg (zum Spielbericht) zum Auftakt der Gruppenphase der UEFA Europa League hat Besiktas einen Start nach Maß in der Gruppe I erwischt und direkt Platz eins übernommen. Im 33. Europapokal-Spiel unter der Regie von Trainer Senol Günes holten die Schwarz-Weißen den 16 Sieg, bei elf Unentschieden und sechs Niederlagen. Dabei gelang es den Istanbulern in 31 der 33 Begegnungen auf europäischer Bühne mindestens einen Treffer zu erzielen (insgesamt 58). In den vergangenen acht Partien konnte man durchwegs einen Torerfolg verbuchen. Besiktas verlor zudem nur zwei der letzten 18 Heimspiele im Europapokal und konnte die letzten vier Spiele im Vodafone-Park gewinnen. Als derzeit beste türkische Mannschaft liegt Besiktas in der UEFA-Klubrangliste auf Platz 19. 

Defensive kassiert unnötige Gegentore 

Erfolgstrainer Senol Günes freute sich nach dem Match am Donnerstagabend gegen Sarpsborg 08 FF zwar über den Sieg, machte aber auch Defizite in der Defensive aus: „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen. Wir haben so agiert, wie es sich unser Kontrahent gewünscht hat. In der zweiten Spielhälfte kamen schließlich die Tore. In der Schlussphase haben wir unserem Gegner den Ball für drei bis fünf Minuten überlassen. Wir schaffen es scheinbar nicht, die Spiele ohne Gegentor über die Zeit zu retten. Wir müssen unsere Fehler bei den Gegentreffern abstellen. Wir haben jedoch einen verdienten Sieg geholt und freuen uns sehr darüber.“ 

Günes beklagt fehlende Produktivität 

Ursächlich für den schwachen ersten Durchgang sei die mangelnde Produktivität der Offensivspieler gewesen, betonte der 66-Jährige. Zudem nahm er Stellung zur Rotation vor dem Spiel: „Lens ist physisch in einer viel besseren Verfassung als in der Vergangenheit. Er will spielen und hat einige gute und einige schlechte Dinge gezeigt. Das gleiche gilt für Gökhan Töre. Unsere technisch starken Spieler Ljajic und Oguzhan konnten dem Spiel anfangs nicht ihren Stempel aufdrücken. Darunter hat unser Offensivspiel schließlich gelitten. Allgemein waren wir zu unproduktiv. Nach Babel wollte ich auch Quaresma ins Spiel bringen, doch nach dem 2:0 hatten wir dem Gegner den Schneid abgekauft. Wir müssen dennoch flüssiger und mit mehr Tempo agieren. In der ersten Halbzeit hatten wir keinen einzigen Torschuss. Larin ist sehr bemüht, aber es fehlt etwas Zählbares. Roco hat gut gespielt. Insgesamt war die Leistung alle Spieler positiv. Dennoch müssen wir einfach produktiver werden.“ 

Babel peilt Gruppensieg an 

Einer der BJK-Matchwinner, Ryan Babel, hat große Ziele für die Europa League-Saison. Der Niederländer leitete nach seiner Einwechslung mit seinem Tor den Sieg der Türken ein und hat nun sieben Europapokal-Treffer für Besiktas erzielt. Damit hat er Anderson Talisca in der internen Klubrangliste der Europapokal-Torschützen eingeholt. Der 31-jährige Flügelspieler möchte mit Besiktas den Gruppensieg holen: „Die Auftaktspiele sind traditionell die schwersten. Wir hatten es mit einem kompakten Gegner zu tun. Aber dank der Unterstützung unserer Fans und einer Leistungssteigerung nach der Halbzeit haben wir einen verdienten Sieg eingefahren. Es war ein schöner Erfolg. Wir wollen die Gruppe als Erster beenden. Danach werden wir sehen, was alles passiert.“ 

Bakke: „BJK hat eine hohe Kaderqualität“ 

Sarpsborg-Trainer Geir Bakke führte die Niederlage auf den Qualitätsunterschied zwischen beiden Mannschaften zurück: „Die erste Halbzeit verlief genau so, wie wir es uns erhofft hatten. Unser Spielplan ging soweit auf. Besiktas verfügt einfach über mehr Qualität und hat seine Chancen genutzt. Wir haben spielerisch grundsätzlich das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Doch am Ende entscheidet die Qualität über den Ausgang des Spiels. Der Gegner hat hochkarätige Spieler in seinen Reihen. Aber ich denke, dass die Zuschauer ein schönes Spiel gesehen haben. Wir haben gegen Teams wie Maccabi Tel Aviv gespielt, aber Besiktas ist noch einmal eine Nummer stärker. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Weg in der Europa League bis zum Ende gehen können. Vielleicht ist ihr Kader nicht stark genug für die Champions League, doch in der Europa League traue ich ihnen den großen Wurf zu.“ 

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