Galatasaray

Alexandru Cicaldaus Ankunft bei Galatasaray – was ist vom Neuzugang zu erwarten?

Alexandru Cicaldau ist ein rumänischer Nationalspieler, derzeit 24 Jahre alt und damit in einem idealen Fußballeralter. Er spielt am liebsten im offensiven Mittelfeld. Cicaldau kommt vom rumänischen Erstligisten Universitatea Craiova, bei dem er seit 2018 im Einsatz war. Der Transfer kostete den türkischen Traditionsklub 6,5 Millionen Euro, eine stattliche Summe, die Cicaldau zu einem der teuersten Spieler in Craiovas Vereinsgeschichte macht. Abgesehen von Victor Nelsson (gekommen für 7 Millionen Euro aus Kopenhagen) ist Cicaldau zusätzlich der teuerste Neuzugang im aktuellen Transferfenster.

Seine Stärken

Schon ein erster Blick auf die Leistungsdaten des Rumänen offenbart seine größte Stärke: die Torgefährlichkeit aus dem Mittelfeld. Starke neun Tore in 29 Spielen gelangen Cicaldau in der vergangenen Spielsaison. Darüber hinaus punktet er durch seine gute Laufarbeit. Trotz seines Torhungers kann Cicaldau auch in einer defensiven Rolle eingesetzt werden, etwa als defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr. Das macht ihn zu einem vielseitigen Spieler, der je nach Bedarf in verschiedenen Rollen im Mittelfeld eingesetzt werden kann.

Schafft es Alexandru Cicaldau, sich schnell an die Süper Lig anzupassen?

Bei aller Euphorie sollte man nicht vergessen, dass der Rumäne bislang nur in der heimischen Liga spielte. Bei allem Respekt kann man die rumänische Liga 1 qualitativ nicht mit ihrem türkischen Gegenstück vergleichen. Auch international konnte Cicaldau wenig Erfahrungen sammeln. Lediglich 16 Qualifikationsspiele (ein Tor) in der Europa League und Champions League stehen für den 24-Jährigen bis jetzt zu Buche. Dazu kommen 14 Nationalspiele, in denen er zwei Treffer erzielen konnte. Für Cicaldau ist definitiv die Zeit gekommen, sich auch außerhalb seines Heimatlandes einen echten Namen zu machen. Wo geht das besser als mit starken Leistungen für Galatasaray?

Braucht Galatasaray einen neuen Leistungsträger im Mittelfeld?

Die Antwort auf diese Frage kann man klar mit ja beantworten. Nach den Abgängen von wichtigen zentralen Mittelfeldspielern (Gedson Fernandes, Peter Etebo und Younes Belhanda) musste Galatasaray Verstärkung für das Mittelfeld organisieren. Cicaldau passt perfekt in diese Rolle und kann ein echtes Vakuum füllen. Noch dazu liegen für den Rumänen durch sein junges Alter noch viele Jahre vor ihm, die der türkische Traditionsklub nutzen kann, um ein möglichst starkes Mittelfeld um ihn herum zu etablieren. Neben dem Rumänen kann Galatasaray auch auf den Leistungsträger Antalyali setzen sowie auf das junge Talent Berkan Kutlu. An Konkurrenz wird es im Mittelfeld also trotz der vielen Abgänge nicht mangeln.

Ist die Zeit gekommen, eine Wette auf Galatasaray als neuen türkischen Meister abzuschließen?

Unter den Wettanbietern hat der Vorjahres-Meister Besiktas mit einer Quote von 3,0 die Nase leicht vorn. Klar ist aber auch, dass Galatasaray (3,5) dem Meister aus dem Vorjahr dicht auf den Fersen ist. Vielleicht lohnt sich eine Wette auf einen Außenseiter, die türkische Liga ist schließlich dafür bekannt, immer wieder für eine absolute Überraschung zu sorgen. Trabzonspor und Fenerbahce bieten sich hier für eine Wette an. Beide Teams verfügen über viel Potenzial und eine attraktive Wettquote von 3,5 (Fenerbahce) bzw. 5,0 (Trabzonspor). Eine perfekte Chance, um als Fan der türkischen Süper Lig sein Fachwissen unter Beweis zu stellen und stattliche Gewinne einzustreichen.

Galatasaray sieht nur ein Ziel vor Augen

Dieses Ziel ist natürlich die Meisterschaft. In der vergangenen Spielzeit gab es in der Süper Lig ein echtes Foto-Finish. Am Ende trennten Galatasaray nach einem tollen Schlussspurt nur zwei Tore vom Meistertitel. Man war nach dem letzten Spieltag punktgleich mit Besiktas (beide 84 Punkte) und besaß mit 44 Toren eine nur hauchdünn schlechtere Tordifferenz als der Stadtrivale (45). Obwohl sich diese spannende Schlussphase sehr unterhaltsam für neutrale Fans gestaltete, kann man nachvollziehen, warum die Anhänger des Teams die neue Spielzeit als eine Chance zur Revanche nutzen wollen.

Auch in der Europa League ist Galatasaray hoffentlich vertreten

Durch die siegreiche erste Runde der Europa League Qualifikation (4:2 gegen den FC St. Johnstone) befindet sich Galatasaray derzeit in den Playoffs der Qualifikationsphase. Einem Wettbewerb, der von den Türken neben der türkischen Liga sicherlich am meisten Wertschätzung erhält. Schließlich gewann der Traditionsklub bereits den Vorgänger-Wettbewerb (den UEFA Cup) sowie den UEFA Supercup. Neben den rein sportlichen Ambitionen geht es hier natürlich auch um Einnahmen. Ein guter Run in der Europa League kann man nicht mit der Champions League vergleichen, dennoch warten hier einige Millionen Euro an Preisgeld und Fernsehgelder auf die Türken.


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