Trabzonspor

Nach Fan-Ausschreitungen: Trabzonspor-Boss Agaoglu gibt Fenerbahce-Präsident Koc die Schuld


Seitdem die Meisterschaft der Bordeauxrot-Blauen unter Dach und Fach ist, kam es in der Türkei immer wieder sowohl zu kleineren als auch größeren Ausschreitungen und Zusammenstößen zwischen Trabzonspor– und Fenerbahce-Fans. Daher sah sich Präsident Ahmet Agaoglu nun gezwungen, über die vereinseigene Homepage ein Statement abzugeben, um die Gemüter etwas zu beruhigen. Hierbei konnte sich der Klubchef auch einen kleinen Seitenhieb in Richtung Fenerbahce-Präsident Ali Koc nicht verkneifen: „Als Präsident bin ich in letzter Zeit besorgt über die zunehmenden Spannungen zwischen unseren Anhängern und den Fans von Fenerbahce. Und ich bedauere sehr, die Ereignisse zu verfolgen, die zeigen, dass diese Spannungen zu verbaler und physischer Gewalt zwischen zwei Fan-Teams geworden sind“, begann das Vereinsoberhaupt seine Ausführungen.

Für Trabzonspor „nicht hinnehmbar“

Agaoglu weiter: „Fußball ist natürlich ein Sport, bei dem der Wettbewerb und die Konkurrenz nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des Platzes groß sind. Es ist ganz natürlich, dass Fans wie Fußballspieler miteinander konkurrieren. Die Rivalität der Sachlichkeit und des Fußballs ist eine der schönsten Farben des gesellschaftlichen Lebens, solange man in Frieden leben kann und die unterschiedlichen Zugehörigkeiten respektiert werden. Es ist jedoch nicht hinnehmbar, dass der Wettbewerb seine grundlegenden Werte wie Respekt und Sportsgeist verliert und gewalttätig und ausschweifend wird und im gesellschaftlichen Leben auf unterschiedliche Beifallsbekundungen stößt.“

Agaoglu mit Seitenhieb Richtung Koc

Der Vereinsfunktionär wurde im weiteren Verlauf noch etwas konkreter: „An dieser Stelle sollte es vorstellbar sein, dass die Verantwortung bei den Menschen liegt, die die Führung der Vereine übernehmen. Indem wir verschiedene Farben und Konkurrenten respektieren, abwertende und hasserfüllte Rhetorik vermeiden, sollten wir mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangehen und ein Beispiel und ein Vorreiter für die Fußballöffentlichkeit sein. In diesem Zusammenhang verurteile ich die Gewalt, mit der wir heute konfrontiert sind, als unvermeidliche Folge der seit Wochen anhaltenden, provokativen und hasserfüllten Sprache.“

Trabzonspor kündigt rechtliche Schritte an

Zuletzt kündigte der 64-jährige Geschäftsmann juristische Schritte an, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen: „Wir werden die Ereignisse rechtlich verfolgen und alle notwendigen Schritte unternehmen. Ich sehe mich jedoch in der Pflicht, an den gesunden Menschenverstand der Fußballöffentlichkeit zu appellieren, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden: Die Liebe und der Respekt für das Fußballspiel und der Respekt für den Gegner müssen gemeinsame Werte für die ganze Welt sein. Bitte lassen Sie nicht zu, dass provokative Rhetorik unseren gemeinsamen Werten in die Quere kommt.“





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2 Kommentare

  1. 16. Mai 2022 um 23:37 —

    Ahmet Agaoglu ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass sich Unverschämtheiten und asoziales Verhalten in der türkischen Süperlig sowohl finanziell wie sportlich absolut auszahlen, in dem der türkische Verband einem mit der türkischen Fussballmeisterschaft belohnt.

    Von jemandem der nicht mal bis 7 zählen kann habe ich natürlich keine intelligenten Aussagen erwartet und Agaoglu hat mich in dieser Hinsicht wie ihr alle lesen könnt auch nicht enttäuscht.

    Und so einen haben sie in der Süperlig übrigens auch noch zum Präsidenten der Klubvereinigung gewählt, das so Vollpfosten auch nicht im Stande ist einen neuen TV Vertrag auszuhandeln sollte keinen türkischen Fussballanhänger wirklich überraschen, ich meine wie können wir von einem wie Agaoglu der wie gesagt nicht mal bis 7 zählen kann tatsächlich erwarten, dass er einen millionenschweren TV Vertrag für die türkischen Clubs aushandelt, das ist doch absolut unmöglich oder?

    In einer fremden Stadt wie Istanbul seine eigene Meisterschaft feiern wollen und eine riesige Vereinsfahne an die Bosporus Brücke hängen lassen, aber aderen die gleichen Rechte und Privilegien in Trabzon verweigern ist ein absolut unverschämtes, asoziales und völlig intolerantes Verhalten.

    Ich möchte mir nicht ansatzweise vorstellen was passieren würde, wenn ich als FB Anhänger mit einem FB Trikot durch die trabzoner Innenstadt laufen würde.

    Wenn ich Glück hätte, dann würden sie mich nur beleidigen und zusammenschlagen, wenn ich aber Pech hätte, dann würden sie mich auf offener Straße eiskalt abstechen und kein einziger in der Stadt würde mir beistehen, schlimmer noch sie würden die Täter auch noch motivieren und anstacheln, da geh ich mit euch jede Wette ein.

    Und so einer wie Agaoglu der aus einem rechtfreien Raum kommt und wo Attentate auf FB Busse verübt und von der eigenen Anhängerschaft im Stadion durch dumme Banner auch noch verherrlicht werden will uns eine Moralpredigt über Respekt halten oder wie?

    Da kann ich diesem bodoblauen Oberfischkopf nur dringend raten, schau das du schleunigst Land gewinnst und lass dich in Kadiköy bloss nicht blicken.

  2. 16. Mai 2022 um 19:32 —

    Trabzon șampiyon🥇🥇🥇🥇🥇Fener șampiyon muavini🥈🥈🥈🥈

    Osmanlı padişahlarından Fatih Sultan Mehmet’in fethettiği, Yavuz Sultan Selim’in valilik yaptığı, Kanuni Sultan Süleyman’ın doğup büyüdüğü, „şehzadeler şehri“ olarak da bilinen Trabzon.
    Șimdide bir yenisi eklendi. Futbol Padișahi😎😎😎

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