Süper Lig

Süper Lig TV-Gelder: Keine Einigung mit Rechteinhaber beIN SPORTS


Nach einem 3,5-stündigen Meeting der Süper Lig-Klubvereinigung und Vertretern des türkischen Fußballverbands, äußerte sich TFF-Präsident Nihat Özdemir im Beisein von Mehmet Sepil, dem Vorsitzenden der Klubvereinigung, zum weiterhin vorherrschenden finanziellen Konflikt mit TV-Rechteinhaber beIN SPORTS: “Wir haben die ersten drei Jahre unserer vertraglichen Vereinbarung mit beIN SPORTS vollendet. Wir befinden uns nun im vierten Jahr. Was unseren Vertrag betrifft, haben wir bisher leider keine Einigung erzielen können. In den vergangenen Jahren hat beIN alle Zahlungspflichten vollständig erfüllt. Aber in diesem Jahr wurde nur ein 25-prozentiger Vorschuss geleistet. Die 500 Millionen TL (ca. 54 Millionen Euro) haben wir nach den Rechten der Vereine verteilt.”

Özdemir betonte, dass man von beIN verlange, sich an die vertraglichen Pflichten zu halten: “Wir wollen, dass beIN SPORTS sich exakt an alle Vertragsdetails hält und alle Artikel erfüllt. Diesbezüglich haben wir gestern bereits von Notarseite ein entsprechendes Mahnschreiben übersendet. Worauf wir jetzt warten und möchten, ist, dass beIN SPORTS allen Vertragsverpflichtungen nachkommt.”

Antrag gestellt: Spiele mit Zuschauern gefordert

Dieses Thema war einer der Hauptpunkte des Treffens bekräftige Özdemir und nannte als einen weiteren wichtigen Gegenstand der Gespräche, die partielle Zuschaueraufnahme in die Stadien: “Fußball ist schön, wenn er mit Fans und Zuschauern gespielt wird. Bis jetzt haben wir nur die Freigabe von 50 Prozent der Logenplätze vorgenommen und dies umgesetzt. Aber das reicht nicht. Wir möchten, dass die Spiele nach Vorgabe der UEFA mit 30 Prozent der Stadionkapazitäten ausgetragen werden. Basaksehir vertritt die Türkei in der Champions League und Sivasspor in der Europa League. Kommende Woche hat Basaksehir ein Spiel gegen Paris Saint-Germain und Sivasspor gegen Maccabi Tel-Aviv. Nach der Entscheidung de UEFA dürfen diese Spiele mit Zustimmung der nationalen Behörden mit 30 Prozent zugelassener Zuschauern gespielt werden. Wir als TFF und Klubvereinigung wollen, dass alle Spiele in der Süper Lig, im türkischen Pokal, im Europapokal sowie die zwei Länderspiele im November mit dieser 30-prozentigen Zuschauerfreigabe gespielt werden. Wir haben unseren Antrag offiziell an das Gesundheitsministerium und den Wissenschaftsausschuss übermittelt. Nur warten wir auf die Antwort.”


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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

6 Kommentare

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    22. Oktober 2020 um 14:06

    TRT wird sich die Rechte für die Liga sichern und frei empfangbar übertragen!

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    22. Oktober 2020 um 13:06

    Ich bin kein Freund davon alles was in der Türkei nicht niet und nagelfest ist an ausländische Firmen und Unternehmen zu verkaufen.

    Es gibt doch mittlerweile nichts mehr in der Türkei was nicht einem ausländischen Unternehmen gehört oder? Die letzte Bastion war der Fussball und da haben sie die Übertragungsrechte auch schon an die Qataris in Form von beIN Sports verkauft.

    Und jetzt kommen mir solche Typen wie Özdemir und Co. an und heulen uns die Ohren voll, das der Rechteinhaber nicht zahlen möchte. Wieso hat man sich hier nicht im Vorfeld mit einer einheimischen Sendeanstalt bzgl der Übertragungsrechte geeinigt?

    Ich meine soviel zahlen die von beIN Sports nun auch nicht an die Süperligisten, das das einheimische türkische Sendeanstalten oder von mir aus ein Konsortium aus türkischen Sendeanstalten nicht auch bieten können oder?

    Wenns in der Türkei nichts mehr gibt was den Einheimischen gehört, weil schon alles im Land inklusive die Übertragungsrechte an der Süperlig an ausländische Unternehmen verkauft wurde, dann passiert exakt so ein scheiß, das man dann später heulend vor die türkische Presse tritt und sich darüber beklagt, das man nicht mehr zu seinem Geld kommt.

    Das geschieht euch allen recht, sag ich da nur……

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      22. Oktober 2020 um 14:09

      Ich gehe mal schwer davon aus das die türkischen Anstalten zu wenig geboten haben und war wohl weit unter dem was BeIn Sport zu zahlen bereit war. Sonst wären die Rechte sicherlich im Land geblieben.

      Dennoch hoffe ich das die Rechte weitergegeben werden, Dazn wäre schon ziemlich gut da sie ihre Marktposition momentan ausbauen und unteranderem auch sky bei der Champions League ausgestochen haben zeigt das sie doch recht gut investieren und die Zahlungsbereitschaft ja auch stimmt. Zudem ist der Monatsbeitrag bei Dazn auch vollkommen in Ordnung.

      Das man natürlich den lukrativsten TV Deal annimmt ist nur verständlich daher verstehe ich auch nicht deine Aussage selber Schuld. BeIn Sport muss zahlen bloß weil sie meinen aufgrund der Corona Pandemie nicht vollständig zahlen zu müssen ist das dann nicht ok, der Vertrag verpflichtet eben BeIn Sport zum zahlen und ich denke das dort jetzt keine Naturkatastrophen, Pandemien oder sonstiges als nicht Zahlungsgrund festgehalten sind. Man sollte jetzt auf biegen und brechen das Geld einfordern und ab nächster Saison einen seriösen Abnehmer finden der auch gut zahlt.

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      22. Oktober 2020 um 18:42

      Von den ursprünglichen 500 Millionen Euro die bei der Vertragsunterzeichnung zwischen beIN Sports und dem TFF ausgehandelt wurden ist doch nichts mehr übrig geblieben, da beIN Sports schon minimum zweimal den Preis nach unten gedrückt hat und heute viel weniger zahlt als vertraglich vereinbart.

      Deshalb denke ich nicht, daß die aktuelle Summe von beIN Sports soviel höher ist als so manches andere Angebot einer türkischen Sendeanstalt von damals.

      Außerdem ist die TFF beIN Sports mit der Aufstockung der Süperlig auf 21 Mannschaften schon großzügig entgegenkommen, sodas sie jede Woche zwei Spiele mehr als zuvor übertragen und mehr Werbeeinnahmen generieren können, als Dank dafür wollen sie die Beiträge an die Süperligisten noch weiter kürzen.

      So ein Verhalten ist nicht nur absolut undankbar, sondern auch zu tiefst unverschämt was beIN Sports hier abzieht. Persönlich würde ich so jemanden auf Schadensersatz verklagen, da dieses Verhalten den Marktwert der Süperlig verringert und einen Imageschaden der türkischen Liga verursacht.

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      22. Oktober 2020 um 23:24

      @efsane07

      Du hast wohl überhaupt keine Ahnung, oder? beIN Sport zahlt weit aus mehr für die Süper Lig, als Sie es eigentlich Wert ist. Normal würde man für die Rechte wohl nur ein Bruchteil von dem bekommen was aktuell gezahlt wird. Und jetzt schon stehen die meisten Klubs ja vor der Pleite. Wenn die TV Einnahmen drastisch zurückgehen sollten, war es dann wohl endgültig für diese Vereine, samt der drei großen.

      Ich halte es für ziemlich dumm sich mit beIN Sports anzulegen, wenn man nicht grade was im Hinterhand hat. Was ich mir aber nicht vorstellen kann, so wie sich die Süper Lig die letzten Jahre präsentiert hat.

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    22. Oktober 2020 um 12:47

    Toll, also wird es bestimmt ab kommender Saison ein neuer Anbieter. Und meine Box von Digitürk Play kann ich in die Tonne kloppen. Habe für diese sch… 150 € bezahlt. Vor ein paar Jahren…

    Oder es wird alles übernommen. Dann könnte ich die Box weiter verwenden.