Süper Lig

Süper Lig-Abstiegskampf: Wer folgt Denizli in die TFF 1. Lig?

In der Süper Lig sind nur noch zwei Spieltage zu absolvieren. GazeteFutbol blickt auf das Restprogramm und nimmt den Tabellenkeller genauer unter die Lupe. Yukatel Denizlispor steht seit zwei Spieltagen schon als erster Absteiger fest. Wer überlebt den Abstiegskampf mit acht Mannschaften? Wer folgt den “Hähnen” in die TFF 1. Lig?

Yeni Malatyaspor und Meister Basaksehir reichen ein Punkt

Mit einem Sechs-Punkte-Polster auf einen direkten Abstiegsplatz haben der 13. Helenex Yeni Malatyaspor (44 Punkte) und der 14. Medipol Basaksehir (44 Punkte) tatsächlich die besten Karten im Abstiegskampf. Im Grunde sind sie zu 99 Prozent durch. Ein Punkt aus den letzten beiden Spielen würde sowohl den Istanbulern als auch den Ostanatoliern zum Klassenerhalt verhelfen. Der Noch-Meister bekommt es am morgigen Dienstagabend mit HES Kablo Kayserispor zu tun, die ebenfalls tief im Abstiegskampf stecken. Dementsprechend wird es gegen den 17. der Liga kein Selbstläufer. Allerdings spricht die Form der Orange-Marineblauen in den vergangenen fünf Spielen unter Aykut Kocaman für sich. Mit elf Punkten bewies der einmalige Meister eindrucksvoll, dass sie doch Abstiegskampf können. Am letzten Spieltag müssen sie noch beim bereits geretteten Caykur Rizespor ran. Die Gelb-Schwarzen aus Malatya haben im Vergleich dazu ein schweres Restprogramm. Mit Atakas Hatayspor und Galatasaray warten gleich zwei Top-Mannschaften der Liga auf Coach Irfan Buz. Beide Mannschaften befinden sich noch im Europapokal- beziehungsweise Titelrennen und werden nichts herschenken. Eventuell könnte Yeni Malatyaspor nach beiden Begegnungen mit leeren Händen dastehen. Der Blick würde dann wohl gen die anderen Begegnungen der Mitkontrahenten gehen. Aber auch der Tabellen-13. ist aktuell recht erfolgreich unterwegs und ergatterte sich zwölf Punkte aus den vergangenen acht Spielen.

Kasimpasa braucht zwei Punkte – Bei Antalyaspor ist alles möglich

Ähnlich vorteilhaft ist die Konstellation auch für den 15. Kasimpasa (43 Zähler) und 16. Fraport-TAV Antalyaspor (43 Zähler). Mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Gefahrenzone reichen Kasimpasa zwei Punkte aus zwei Spielen, um aus eigener Kraft in der Süper Lig zu bleiben. Dabei wird es für die Blau-Weißen aber ein harter Fight. Zunächst gegen MKE Ankaragücü, die aktuell abgestiegen wären und dringend Punkte benötigen. Danach gastiert man bei Demir Grup Sivasspor, die noch um den fünften Platz und das wohl damit verbundene Europapokalticket zocken. Keine leichten Spiele also für die Schützlinge von Senol Can. Die vergangenen zwei Spiele überstanden die Istanbuler mit zwei Siegen gegen Aytemiz Alanyaspor und Büyüksehir Belediye Erzurumspor und sind daher guter Dinge. Wahrscheinlich wird auch schon ein Punkt zum Klassenerhalt ausreichen. Bei den rot-weißen aus Antalya ist nur noch eine Partie zu absolvieren. Die Männer von Ersun Yanal haben ein Spiel mehr auf dem Konto. Am morgigen Dienstag hat der Mittelmeer-Vertreter spielfrei und könnte eventuell ohne Selbstbeteiligung die Klasse halten. Bei Niederlagen von Kayserispor und Ankaragücü wären Weltmeister Lukas Podolski & Co. schon durch und könnten sich mental auf das Pokalfinale gegen Besiktas einstellen. Allerdings könnte es bei Siegen von den erwähnten Teams noch einmal richtig eng werden. Vielleicht muss dann sogar ein Sieg gegen Ittifak Holding Konyaspor am letzten Spieltag her. Den direkten Vergleich gegen die gelb-roten aus Kayseri haben sie zwar in der Tasche, aber mit Ankaragücü ist dieser gleichauf. Das würde am Ende den Blick auf die Tordifferenz bedeuten, wo man aktuell mit -14 zu -16 die Nase vorn hat.

Kayseri ist mit zwei Siegen durch – Ankaragücü benötigt mehr als sechs Punkte

Eigentlich ist die Rechnung für Kayserispor sehr einfach und verständlich. Gewinne deine restlichen Spiele und du bist durch. Auf der einen Seite ist es eine sehr leichte Mathe-Aufgabe, aber auf der anderen eine sehr schwierige. Die Schützlinge von Yalcin Kosukavak müssen nämlich beim abstiegsgefährdetem Titelträger Basaksehir und Titelanwärter Fenerbahce ran. Mit 40 Punkten trennen sie nur zwei Zähler von der Gefahrenzone und vor Ankaragücü (38 Punkte). Mit einem Last-Minute-Treffer schockte Fenerbahce am vergangenen Spieltag die Männer von Hikmet Karaman. Die Moral des Hauptstadt-Vertreters, die nach einer guten Vorstellung gegen die Gelb-Marineblauen nicht einmal einen Punkt holen konnten, ist im Keller. Aber sie müssen sich aufbäumen, um ihre Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Doch das Restprogramm des Ankara-Klubs hat es in sich. Mit Kasimpasa muss man zunächst bei einem weiteren Abstiegskandidaten ran, ehe man Europapokalträumer Alanyaspor im Eryaman-Stadion empfängt. Zudem könnten am Ende sechs Punkte aus beiden Spielen nicht unbedingt ausreichen. Ankaragücü muss zudem auch auf Stolperer von Kayseri, Antalya und Kasimpasa hoffen. Allerdings ließ zuletzt auch die Form unter Coach Karaman zu wünschen übrig. Der letzte Sieg ist über einen Monat her. Zuletzt gab es vier Niederlagen am Stück.

Erzurumspor und Genclerbirligi hoffen auf Wunder

Büyüksehir Belediye Erzurumspor und Genclerbirligi hoffen wiederum auf ein Wunder um auch in der nächsten Saison ein Teil des türkischen Fußballoberhauses zu sein. Bereits am morgigen Dienstagabend könnte die Süper Lig für die Blau-Weißen schon ein Spieltag vor Schluss beendet sein. Die Mannschaft von Ex-Coach Yilmaz Vural hat nur noch die Partie gegen Alanyaspor zu absolvieren und braucht einen Dreier, um überhaupt noch die theoretischen Chancen aufrechtzuerhalten. Wenn allerdings Kayseri einen Punkt einfahren sollte, wird auch der Sieg nicht mehr von Bedeutung sein. Falls Kayseri die letzten beiden Spiele allerdings verlieren, Ankaragücü aus den zwei Spielen maximal nur zwei Punkte beziehungsweise Genclerbirligi nur vier Punkte holen sollte, wären die Blau-Weißen mit einem Sieg gegen Cagdas Atan und seine Männer durch (40 Punkte). Erzurum hat nämlich gegen beide Zentralanatolier den direkten Vergleich in der Tasche. Genclerbirligi (35 Punkte) wiederum kann in der Endtabelle auf einen Punkt mehr als die “Dadaslar” kommen. Mit 41 Punkten ist der Hauptstadt-Klub mit Özcan Bizati an der Seitenlinie nur dann durch, wenn Kayserispor aus den kommenden beiden Spielen nur einen und Ankaragücü lediglich zwei Punkte holen sollte. Mit Göztepe und Trabzonspor treffen die Rot-Schwarzen auf spielerisch stärkere Teams, die allerdings kein konkretes sportliches Ziel mehr vor Augen haben.





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