Fenerbahce

Spielmanipulationsprozess gegen Fenerbahce wird neu verhandelt


Es war das Jahr 2011, als ein Verfahren wegen angeblicher Spielmanipulationen in der Süper Lig und im gesamten türkischen Fußball für großes Aufsehen sorgte. Mitten im Geschehen: Fenerbahce und sein damaliger Präsident Aziz Yildirim. Nun wird der Fall wegen Formfehlern neu verhandelt. Das hatte der Kassationshof der Türkei bereits im Januar festgestellt. An den späteren Freisprüchen ändert das jedoch nichts, sagte Ex-Präsident Yildirim bereits im Januar des Jahres.


Aziz Yildirim wurde 2011 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt und später freigesprochen. Nun ist das Verfahren am 16. Juli wegen Formfehlern vor einem Gericht in Istanbul wieder aufgenommen worden. Die Klage wurde als “Fall vom 3. Juli” bezeichnet. Nach dem Juli 2016 kehrte sich der Fall um. Das Istanbuler Gericht hat gestern einstimmig eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs angenommen, das Vorverfahren basierend auf Formfehlern aufzuheben und eine Wiederaufnahme zu starten. Die nächste Anhörung zu diesem Fall findet am 6. November statt.

Fall gegen Fenerbahce wird neu aufgerollt

Aziz Yildirim, der den Club Fenerbahce zwei Jahrzehnte lang leitete und Ali Koc, der derzeitige Präsident von Fenerbahce, nahmen an der ersten Anhörung des Falls teil. “Dies war nie ein Fall von Spielmanipulation. Es war Teil des FETÖ-Projekts, den Staat zu erobern” sagte der Ex-Präsident und forderte seinen Freispruch in der Sache bei der Wiederaufnahme des Verfahrens. “Selbst wenn sie uns zum Schafott bringen, wird unser letztes Wort Fenerbahçe sein.”

Der türkische Fußball war zu dieser Zeit von dem Spielmanipulationsskandal durchgeschüttelt und bis in die Grundfeste erschüttert worden. Fenerbahce wurde damals beschuldigt, an der Spitze des Skandals zu stehen. Das hatte auch Auswirkungen auf den europäischen Fußball, da der Klub später für zwei Spielzeiten von der Teilnahme an europäischen Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Yildirim selbst verbrachte von seiner Haftstrafe ein Jahr hinter Gittern und wurde beschuldigt, Spielmanipulationen vorgenommen und eine illegale Organisation gegründet zu haben.


Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst auf www.hürriyet.de

Link: https://www.hurriyet.de/news_tuerkei-spielmanipulationsprozess-gegen-fenerbahce-wird-neu-verhandelt100603_143538872.html

Autor: Chris Ehrhardt


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5 Kommentare (Including 2 Discussion Threads)

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    20. Juli 2020 um 8:25 —

    Ach komm, man wollte Aziz los werden. Warum? Aysal wurde bei Gala eingeschleußt…

    Ich mach es mal kurz, man wollte ihn entsorgen, um seine eigenen Leute bei fener, sry, meinte parasiten einzuschleußen… Das hat unser “Sonnen König” Erdogan (Bevor mein Kommentar wieder gelöscht wird ;D) aber nicht geschafft… Und deswegen bin ich als gs´li stolz auf fener. Nur leider hat koc ihn jetzt mit seinen eigenen händen eingeschleußt…

    Das hat nichts mit einer erfundenen Terrororganisation zu tun…

    Ob es Sike gab? Bestimmt, nur wurde das missbraucht…

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    18. Juli 2020 um 15:14 —

    Lt. Forbes Türkiye gehörte FB vor dem 3. Juli 2011 zu den 30 erfolgreichsten Vereinen der Welt und hatte einen Börsenwert von 1,8 Milliarden Dollar.

    Auch aus sportlicher Sicht waren wir zwischen 2004-2011 vier mal türkischer Meister und drei mal Vizemeister, nach dem 3. Juli 2011 hat sich das sowohl sportlich wie auch finanziell radikal verändert.

    Nach 2011 haben wir mit der Saison 2013-14 nur noch eine türkische Fussballmeisterschaft und fünf Vizemeisterschaften vorzuweisen, somit hat uns der 3. Juli 2011 natürlich massiv geschadet.

    Und seit dem Amtsantritt von Ali Koc sind wir in den letzten Jahren mit den beiden 6. Plätzen in die sportliche Bedeutungslosigkeit abgerutscht und spielen im Kampf um die türkische Meisterschaft in der Süperlig keine große Rolle mehr.

    Das sind die nackten Zahlen aus FB Sicht, wenn es um den 3. Juli 2011 geht. Ob das ganze dem türkischen Fussball im allgemeinen geschadet hat sollte die türkische Fussballgemeinde beantworten, ich für meinen Teil muss das klar bejahren.

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      19. Juli 2020 um 14:43

      Am meisten hat dem türkischen Fußball geschadet, dass die Vereine, die manipuliert haben, nicht bestraft wurden. Vielmehr wurden sie vom TFF belohnt, indem man Playoffs (zu ihren Gunsten) einführte.

      Wenn du einem “Manipulationsteam” den Pokal gibst, brauchst du dich nicht über Kugeln wundern. Burasi Türkiye.

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    18. Juli 2020 um 14:31 —

    “Dies war nie ein Fall von Spielmanipulation. Es war Teil des FETÖ-Projekts, den Staat zu erobern.”

    Lol.

    • Avatar
      19. Juli 2020 um 14:48

      Muahaha. Dieser Aziz ist so lustig.

      Und warum wurde Ibrahim Akin gesperrt? Ich wünschte, er würde dazu auch ein Statement abgeben.

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