Fenerbahce

Semih Özsoy zählt Phillip Cocu an

Die neu entfachte Euphorie nach dem Sieg in Konya erhielt mit der bitteren 1:4-Pleite bei Dinamo Zagreb einen herben Dämpfer. Somit stehen die Gelb-Marineblauen im nächsten Heimspiel gegen Besiktas gehörig unter Druck. Auch für Cheftrainer Phillip Cocu weht der Gegenwind nach fünf Niederlagen in acht Spielen deutlich stärker. Eine erneute Pleite im Derby gegen Besiktas könnte im schlechtesten Fall schon dafür sorgen, dass der Fenerbahce-Vorstand zum Handeln gezwungen wird.

Phillip Cocu angezählt

Pressesprecher Semih Özsoy bekräftigte jetzt gegenüber „TRT Spor“, dass man sich mit der aktuellen Entwicklung nicht anfreunden könne und erhöhte vor dem Gipfeltreffen in Kadiköy den Druck auf Cocu und sein Trainerteam. „Wir halten es nicht für richtig, nach schlechten Ergebnissen sofort eine rigorose Entscheidung zu treffen. Die Mannschaft wird sich finden. Klar ist aber auch: Wir sind mit dem Fußball, den wir zeigen, nicht zufrieden. Niemand ist unersetzlich, denn es zählt nur der Verein Fenerbahce. Wenn wir einen Fehler machen, sind wir auch bereit, diesen zu korrigieren.“

Roberto Carlos – „Noch nicht auf Fenerbahce-Niveau!“

Gerüchte um neue Trainer-Namen wie Ersun Yanal und Roberto Carlos kommentierte Özsoy ebenfalls. „Es geht nicht darum, mit plötzlichen Entscheidungen den Tag zu retten. Ersun Yanal war schon mal hier. Aber wir haben einen Trainer, daher ist er auch kein Thema. Carlos ist ein fantastischer Mensch. Aber seine Trainerqualitäten sind für Fenerbahce noch nicht gut genug.“ Die Niederlage in Zagreb kommentierte Özsoy folgendermaßen: „Das war ein ganz böser Abend für uns alle. Die Lustlosigkeit und Lethargie im Team hat uns erschreckt. Anschließend gab es in Samandira sofort ein Meeting. Es gibt für diesen Abend keine Entschuldigung, aber wir werden dennoch weiterkommen. Die kommenden Spiele werden besser, so dass wir die Gruppe mit Sicherheit überstehen werden.“

„Werden gegen Besiktas gewinnen!“

Die Saisonziele korrigieren will Özsoy trotz schlechtem Start aber nicht. Zu sehr habe die Fenerbahce-Anhängerschaft Sehnsucht nach dem 20. Meistertitel. „Wir möchten den vierten und auch den fünften Stern. Unsere Fans sehnen sich nach der Meisterschaft. Wir hoffen, dass wir das Jahr so gut es geht überstehen und den Titel holen. Der ganze Verein organisiert und strukturiert sich neu. Das kostet uns Zeit.“ Der erste Schritt hierzu soll Montagabend im Derby gegen Besiktas gemacht werden. Özsoy optimistisch: „Wir vertrauen unseren Fans, es wird nicht geflucht und beleidigt werden. Für das Spiel gegen Besiktas haben wir keine Untergangsstimmung ausgemacht. Wir glauben an uns und werden als Sieger vom Spielfeld gehen.“


Vorheriger Beitrag

Papiss Cisse schießt Kasimpasa ab

Nächster Beitrag

Fatih Terim: „Ausreden zählen nicht!″