Besiktas

Schlichtungsausschuss verdonnert Besiktas zu hohen Zahlungen an Abdullah Avcis Assistenten


Die Verbindlichkeiten beim 15-maligen türkischen Meister Besiktas werden nicht weniger. Zudem kommen immer neue Zahlungspflichten hinzu. So müssen die Istanbuler gemäß der Entscheidung des Schlichtungsausschusses (türk.: “Tahkim Kurulu”) nicht nur an den entlassenen Ex-Trainer Abdullah Avci, sondern auch an dessen Assistenten ordentlich zahlen. Während Avci laut Vertrag Entschädigungszahlungen von 36 Millionen TL (ca. 3,88 Millionen Euro) zustehen, muss der BJK-Vorstand an das Trainerteam Avcis insgesamt 566.498 TL (ca. 61.000 Euro) überweisen. Demnach erhalten die nachfolgenden früheren Mitarbeiter folgende Summen:

  • Serdar Kesci – 51.500 TL
  • Rcep Ucar – 154.500 TL
  • Caner Erol – 120.166 TL
  • Haluk Güngör – 120.166 TL
  • Ekrem Özerk Tufan – 120.166 TL

Bei Avci selbst verhält es sich nicht anders. Wie Avcis Anwalt zuvor erklärte, habe Besiktas bis heute nicht eine einzige Zahlung an seinen Mandanten getätigt. Dies bestätigte am Freitag auch Klubpräsident Ahmet Nur Cebi: “Ja es stimmt. Bis heute haben wir noch keine Zahlung an Herrn Avci vorgenommen, wie sein Anwalt schon aufgeführt hat. Ich verstehe allerdings nicht, warum er dies so oft zur Sprache bringt. Ich habe mit dem Rechtsbeistand von Herrn Avci nicht gesprochen. Ich bin dafür nicht der Ansprechpartner. Sollte Herr Avci auf seine Ansprüche verzichten wollen, so bitte ich ihn, uns dies mitzuteilen. Wir als Klub wären ihm dafür sehr dankbar”, so Cebi. Laut Vertragswerk steht dem 57-jährigen Übungsleiter  – bis er einen Kontrakt bei einem neuen Verein unterschreibt – ein monatliches Gehalt von einer Millionen TL (ca. 108.000 Euro) zu. Die Vereinsführung will allerdings nur zwei Jahre zahlen, das ausstehende dritte Vertragsjahr sei ja lediglich optional. Ginge es nach dem Wünschen von Klubchef Cebi, würde Avci gänzlich auf seine vertraglich zugesicherten Gehaltsansprüche verzichten.

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

2 Kommentare

  1. Avatar
    18. Oktober 2020 um 22:37 —

    Nicht jeder heißt Mancini und verzichtet auf das Geld. Man muss Mensch bleiben in manchen Dingen im Leben.

  2. Avatar
    17. Oktober 2020 um 14:15 —

    Da ich selber schon seit vielen Jahren bei der Gewerkschaftsmitglied bin, bin ich hier klar auf Seiten der Arbeitnehmer. Deshalb steht Avci bei einer frühzeitigen Vertragsauflösung die volle vertragliche Abfindung zu, egal ob man hier zahlen will oder nicht.

    Die Auffassung in der Türkei man solle doch bitte “freiwillig” auf seine vertraglich und rechtlich zugesicherten Abfindungszahlungen verzichten ist total hirnrissig und dämlich, da diese Zahlungen ehemaligen Mitarbeitern wie gesagt nun mal vertraglich wie rechtlich zustehen.

    Hr. Avci ist nicht für die prikäre finanzielle Situation bei BJK verantwortlich, falls der Verein hier große Zahlungsschwierigkeiten hat, dann sollten sie sich beim Ex BJK Vorstand und nicht bei Avci oder seinen Assistenten beschweren.

    Jeder von uns muss pünktlich seine Miete und Lebenshaltungskosten bezahlen, deshalb muss das Gehalt auch pünktlich auf dem Konto sein, so einfach ist das ganze, warum sollte es für die Süperlig Ausnahmen geben? Die schlechte Zahlungsmoral der Süperligisten geht mir sowieso voll auf den Sack und ihre sture Uneinsichtigkeit ebenso.

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