Türkischer Fußball

Mircea Lucescu: „Wir entwickeln uns“

Nach der 0:1-Niederlage gegen Schweden (zum Spielbericht) ist die Türkei in der UEFA Nations League aus der Liga B in die Liga C abgestiegen. Nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland musste die Halbmond-Nation den nächsten sportlichen Rückschlag hinnehmen. Die Ära von Nationalcoach Mircea Lucescu gestaltet sich dabei alles andere als erfolgreich. In 16 Länderspielen unter der Regie des Rumänen gab es sieben Niederlagen, bei nur vier Siegen und fünf Unentschieden. Hinzu kommt, dass man vier der letzten sieben Heimspiele auf türkischen Boden verlor. Keine sonderlich positiv stimmende Ausbeute beziehungsweise Quote für die Zukunft. 

Gute Leistung trotz Niederlage

Dennoch würde Mircea Lucescu eine Entwicklungskurve erkennen, die nach oben zeige: „Wir arbeitet weiter daran, ein junges Team aufzubauen. Wir werden damit etwas erreichen”, so der 73-Jährige nach der Partie. Trotz der Pleite und anhaltenden Torflaute hob der rumänische Übungsleiter die Leistung seiner Spieler hervor: „Wir haben wirklich gut gespielt. In der ersten Halbzeit hatten wir einfach kein Glück. Gleich drei gute Chancen konnten wir leider nicht nutzen. Die wenigen Fehler, die wir gemacht haben, hat der Gegner genutzt. Wir sind ein junges Team, das sich noch entwickelt. Dazu trafen wir auf einen sehr erfahrenen Gegner. Wir müssen unsere Lektionen aus diesem Spiel ziehen.” 

Lucescu trauert Aybaba nach und fordert mehr Spielpraxis

Besonders einen Spieler vermisste Lucescu schmerzlich: „In der Offensive brauchen wir Emre Akbaba, der das Spiel liest und Chancen kreiert. Ich hoffe, dass Cenk (Tosun) und Caglar (Söyüncü) in Zukunft mehr bei ihren Klubs spielen. In der Abwehr werden wir Ertugrul (Ersoy) vermehrt einsetzen und weitere junge Spieler fördern. Für alle Spieler steht die Nationalmannschaft-Tür offen. Wichtig ist, dass sie in ihren Vereinen regelmäßig spielen. Ich muss ein neues Team formen und das mit Spielern, die wenige oder kaum Einsätze in ihren Vereinen bekommen. Je mehr sie spielen, desto besser wird dies auch für die Nationalmannschaft sein. Zudem gab es viele Verletzungsausfälle. Aber ich glaube weiter fest daran, dass wir ein gutes Team aufbauen werden.”

Malli sieht Lernprozess

Mittelfeldspieler Yunus Malli vom deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg schloss sich seinem Coach an und erklärte, dass die Mannschaft sich in einem Lernprozess befinde: „Wir sind sehr enttäuscht. Unser Ziel haben wir leider nicht erreicht. Dabei hatten wir einen guten Start. Die Spielkontrolle lag bei uns. Zudem hatten wir auch einige aussichtreiche Möglichkeiten, die wir nicht nutzen konnten. Ich habe selbst eine Chance vergeben. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas zu passiv. Nach einem unnötigen Fehler im Mittelfeld haben wir einen Konter kassiert, der zum Elfmeter geführt hat. Wir sind sehr traurig für unser Land. Es ist betrübend in die Liga C abzusteigen. Aber wir müssen jetzt aus unseren Fehlern lernen und uns verbessern.” 

„Dieses Mal haben wir gesiegt”

Schwedens Cheftrainer Janne Andersson war hingegen sehr zufrieden mit der geglückten Revanche für die 2:3-Niederlage seines Teams im September in Solna: „Wir haben gut gespielt. In der ersten Spielhälfte hatten wir die Partie nicht komplett im Griff. In der zweiten Halbzeit waren wir überlegen. Wir haben das nötige Tor erzielt und die Türkei besiegt. Wir wussten, dass die Türkei gute Spieler im Team hat. Sie haben durch ihre eigenen Fehler verloren. Dieses Mal haben wir gewonnen.”

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Anil P. Polat

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Stellvertretender Chefredakteur GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion