Süper Lig

Last-Minute-Dreier für Basaksehir – Ankaragücü und Kayseri auch siegreich!

Genclerbirligi – Medipol Basaksehir 0:1

Die Sehnsucht nach einem Dreier steigt beim aktuellen Titelverteidiger nicht auf elf Spiele (Rekord aus der Saison 2007/08). Dafür sorgte Joker Demba Ba mit einem Last-Minute-Treffer nach Fehler von Keeper Kristoffer Nordfeldt. Nach einem Schuss des Neuzugangs von Fenerbahce, Tolga Cigerci, konnte der schwedische Goalie die Kugel nicht richtig festhalten, was der frühere Hoffenheimer wiederum nicht unbestraft ließ. Somit gelingt den Schützlingen von Aykut Kocaman, der indes seinen ersten Süper Lig-Sieg mit den Istanbulern feiert, der Befreiungsschlag aus der Gefahrenzone. Ärgerlich für den Hauptstadt-Vertreter, die sich somit weiterhin mit der Rolle des Kellerkinds zufriedengeben müssen. Mit 21 Punkten auf Platz 21 fehlen der Truppe von Mehmet Altiparmak sieben Punkte auf einen Nicht-Abstiegsplatz bei noch 13 zu absolvierenden Spielen. Zudem steigt auch die Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis auf elf Spiele (zwei Remis und neun Niederlagen).

In den ersten 45 Minuten gab es im Abstiegsduell nicht viel zu bewundern. Die „Eulen“ hatten zwischenzeitlich über 70 Prozent Ballbesitz, aber wussten nicht viel damit anzufangen. Stattdessen hätte der rot-schwarze Gastgeber in Führung gehen können. Allerdings knallte der Kopfball von Sandro Lima in der Nachspielzeit der ersten Hälfte an die Querlatte. Nach dem Pausentee wurde der Champions League-Teilnehmer gefährlicher. Erst vergab Deniz Türüc im Eins-gegen-Eins mit Nordfeldt, ehe Ba zehn Minuten vor dem Ende bei seinem ersten Abschluss noch das Quäntchen Glück fehlte. Eine Minute vor dem Treffer des Tages durch den Ex-Chelsea-Spieler wurde Genclerbirligi-Akteur Pierre-Yves Polomat indes mit der Ampelkarte vom Platz gestellt.

+++ Spieltag und Tabelle im Überblick +++
Aufstellungen

Genclerbirligi: Nordfeldt – Polomat, Angelo, Piris, Johansson – Dikmen (90. Altiparmak), Yildirim (67. Ayite), Candeias, Yilmaz (84. Kizildag), Furman (84. Mugni) – Lima

Basaksehir: Babacan – Kaldirim, Ponck, Epureanu, Sahiner (46. Rafael) – Özcan, Topal (84. Cigerci), Aleksic (71. Visca), Giuliano (84. Ndayishimiye), Türüc – Crivelli (59. Ba)

Tore: 0:1 Ba (90.)

Gelbe Karten: Polomat (Genclerbirligi) – Aleksic, Kaldirim (Basaksehir)

Gelb-Rote Karte: Polomat (89./Genclerbirligi)


Foto: IHA

Fatih Karagümrük – MKE Ankaragücü 0:1

Den Anfang des Süper Lig-Sonntags machten Fatih Karagümrük und MKE Ankaragücü im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul. Noch vor zwei Wochen war der Hauptstadt-Vertreter noch das Tabellenschlusslicht des türkischen Fußballoberhauses und es fehlten fünf Punkte zum rettenden Ufer. Am 29. Spieltag, also zwei Spieltage später, sieht die Welt in Ankara anders aus. Mit dem knappen 1:0-Sieg über den ambitionierten Aufsteiger, den sie somit zum ersten Mal in der türkischen Liga besiegen konnten (zuvor fünf Remis und vier Niederlagen), katapultieren sich die Gelb-Marineblauen auf den 17. Platz. Wie schon beim Sieg über Galatasaray unter der Woche hatte erneut Saba Lobzhanidze seine Finger beziehungsweise Füße im Spiel. Während der 26-jährige Georgier gegen den Rekordmeister noch als Torschütze fungierte, war er in der Spielstätte des UEFA Champions League-Finals 2021 der Assistgeber. Nach einer Hereingabe über die rechte Seite an der Grundlinie kam Ex-Fenerbahce-Spieler Alper Potuk zum Abschluss und erzielte den Treffer des Tages.

Ja, es läuft beim Klub aus Ankara mit Hikmet Karaman an der Seitenlinie. Nach seiner Amtsübernahme gab es nun schon acht Punkte in fünf Spielen (zwei Siege, zwei Remis und eine Niederlage). Zum Vergleich: In den letzten acht Begegnungen vor dem Amtsantritt Karamans, der in zwei Tagen seinen 61. Geburtstag feiert, gab es nur drei Punkte (ein Sieg und sechs Niederlagen). Die Schwarz-Roten aus der Millionenmetropole hingegen befinden sich trotz der neunten Pleite in der laufenden Runde weit von den Abstiegsrängen entfernt auf dem achten Rang. Allerdings fehlen trotz der 41 Punkte und einem Spiel mehr auf dem Buckel fünf Zähler für das ausgesprochene Ziel Europapokal.

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Aufstellungen

Karagümrük: Viviano – Balkovec, Campi (89. Ademi), Roco, Hedenstad – Biglia, Borini, Bertolacci (71. Durmaz), Castro (82. Colak), Ndao (82. Salibur) – Sobiech (70. Erdinc)

Ankaragücü: Friedrich – Turan, Sarlija, Kulusic, Kitsiou – Cekici (87. Voca), Akdag (90. Dikmen), Lobzhanidze, Potuk (86. Güral), Geraldo (71. Güneren) – Borven

Tore: 0:1 Potuk (55.)

Gelbe Karten: Erdinc (Karagümrük) – Friedrich (Ankaragücü)


Foto: IHA

Atakas Hatayspor – HES Kablo Kayserispor 1:3

Im letzten Nachmittagsspiel schockte Kayserispor den Aufsteiger aus Hatay. Nach 36 Minuten lagen die Schützlinge von Ömer Erdogan bereits mit 0:2 zurück. Erst hatte Ilhan Parlak im Eins-gegen-Eins mit Keeper Munir Mohamedi die Nerven behalten. Danach erhöhte Ugur Demirok knapp zehn Minuten später nach Flanke des früheren englischen Nationalspielers Aaron Lennon mit dem Kopf auf 2:0. Wo war eigentlich Top-Torjäger Aaron Boupendza? Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs scheiterte der Shooting-Star mit einem Freistoß an der Querlatte. Ansonsten hatte der 18-Tore-Mann nichts zu melden. Die Bordeauxrot-Weißen wollten nach dem Gang in die Katakomben verständlicherweise angreifen. Vier Minuten später holte sich aber Youssouf Kone nach Foulspiel an Ramazan Civelek die Rote Karte. Da war sie hin, die Motivation des Gastgebers. Erneut vier Minuten später gelang ihnen tatsächlich der Anschlusstreffer. Mit dem Köpfchen leitete Pablo Santos das vermeintliche Aufbäumen des Liganeulings ein. Wieder vier Minuten später ließ Pedro Henrique mit dem dritten Kopfballtreffer der Begegnung den letzten Hoffnungsschimmer der Heimmannschaft schlussendlich in Keim ersticken. Von Hatay kam im Anschluss nichts mehr und die Gelb-Roten hätten sogar noch auf 4:1 erhöhen können.

Zuhause läuft es aktuell beim Tabellenfünften nicht. In den letzten sechs Partien gab es nur einen einzigen Sieg zu verbuchen (zwei Remis und drei Niederlagen). Bei den Zentralanatoliern hingegen sieht es derzeit besser aus. Nur eine Niederlage gab es in den vergangenen sieben Begegnungen. In dieser Zeit konnte man drei Unentschieden (noch unter Ex-Trainer Dan Petrescu) und drei Siege (unter Neu-Coach Ugur Kulaksiz) holen. Durch diesen Aufwärtstrend trennen Kayseri nun fünf Punkte von der Gefahrenzone.

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Aufstellungen

Hatayspor: Mohamedi – Kone, Santos, Abdioglu, Popov – Ribeiro, Aabid (79. Sackey), Boupendza (63. Katranis), Mert (56. Kamara), Akintola (88. Camoglu) – Diouf

Kayserispor: Alemdar – Behich (88. Subasi), Kolovetsios, Demirok, Civelek – Muhar, Attamah (67. Sapunaru), Henrique (79. Okutan), Avramovski (88. Demir), Lennon – Parlak (88. Luckassen)

Tore: 0:1 Parlak (25.), 0:2 Demirok (36.), 1:2 Pablo (54.), 1:3 Henrique (58.)

Gelbe Karten: Abdioglu, Sackey (Hatayspor) – Henrique (Kayserispor)

Rote Karte: Kone (50./Hatayspor)





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