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Besiktas-Coach Ismael nach Gelbsperre sauer auf Rosier: „Kann ich nicht akzeptieren!“

Trotz eines 0:1-Halbzeitrückstandes gelang es Besiktas am Sonntagnachmittag auswärts bei Yukatel Kayserispor die drei Punkte einzufahren. Am Ende war es Joker Georges-Kevin N’Koudou, der nur vier Minuten nach seiner Einwechslung (71.) zunächst den 2:1-Führungstreffer (75.) und weitere drei Minuten später den Sieg per herausgeholtem Elfer selbst eintütete. Fun-Fact: In seiner bisherigen Süper Lig-Karriere kommt der Bald-Nationalspieler Kameruns auf genau zwei Begegnungen, in denen er einen Doppelpack schnürte. In beiden Partien waren die Gelb-Roten aus Kayseri die Leidtragenden. Mit 39 Ballkontakten im gegnerischen Strafraum stellten die Schwarz-Weißen zudem einen Rekord unter Neu-Coach Valerien Ismael auf, der zugleich seinen ersten Auswärtsdreier feiern konnte. Doch wie sagt man so schön: „Des einen Freud, des anderen Leid!“ In dieser Spielzeit haben die Zentralanatolier satte 36 Punkte liegen lassen, wenn sie das erste Tor in einer Partie erzielt haben (Negativrekord!). Zum Vergleich: Die „Schwarzen Adler“ haben nach Meister Trabzonspor (23) die zweitmeisten Punkte eingefahren, wenn sie das erste Gegentor hinnehmen mussten (18). GazeteFutbol mit den Reaktionen aus dem Kadir Has-Stadion!


Valerien Ismael, Besiktas: „Wir sind noch nicht im Urlaub. Man kann nicht nach Kayseri kommen und nur mit 80 Prozent spielen. Natürlich konnte ich feststellen, dass einige Spieler gedanklich schon beim Derby waren, aber wir haben in den Gesprächen versucht, das zu verhindern. Ich bin über die heutige Reaktion in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden. Insbesondere die Unterstützung von der Bank hat mich sehr glücklich gemacht. N’Koudou hat eine tolle Leistung abgerufen und uns den Sieg gebracht. Wenn man sich die Statistiken ansieht, ist es erst der dritte Auswärtssieg. Das ist bei weitem zu wenig. […] Valentin Rosier hätte diese Gelbe Karte nicht bekommen dürfen. Das ist inakzeptabel. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für das System und hätte vorausschauend handeln müssen. Es wäre in Ordnung gewesen, wenn er die Verwarnung in einem Zweikampf bekommen hätte. Wir werden das unter der Woche intern besprechen und eine Lösung finden. […] Emirhan Ilkhan haben wir heute etwas defensiver eingesetzt, weil er ein sehr flexibel einsetzbarer Spieler ist. Er könnte überall im Mittelfeld eingesetzt werden. Ich bin mehr als zufrieden mit seiner Leistung und hoffe, dass er dies auch in den nächsten Spielen bestätigen kann.“

Hikmet Karaman, Kayserispor: „Die erste Halbzeit hatten wir mit 1:0 für uns entschieden. Danach haben wir sehr unnötige Treffer zugelassen, die wir so nicht kassieren dürfen. Im Anschluss ist es natürlich nicht einfach von einem 1:3 zurückzukommen. Aber es hätte dennoch 3:3 enden können, wenn wir die Dinger reingemacht hätten. Vor dem Pokalspiel war das eine gute Probe. Wir konnten unsere Fehler sehen. Wir möchten mit dieser Mannschaft unbedingt im Endspiel des Ziraat Türkiye Kupasi stehen.“

Georges-Kevin N’Koudou, Besiktas: „Es ist sehr wichtig auf dem Platz Reaktionen zu zeigen. Letzte Woche war uns das leider nicht gelungen und wir mussten eine herbe Niederlage hinnehmen. Die Saison ist noch nicht vorbei. Heute haben wir eine unglaubliche Antwort gezeigt. Wir haben für unseren Coach, den Verein und die Fans das getan, was wir tun mussten. […] Der Coach stellt die beste Elf auf. Ich bin Gott sei Dank wieder fit und werde mich für das Fenerbahce-Spiel motivieren. Egal ob ich auf dem Platz stehe oder auf der Bank sitze, ich werde für Besiktas alles tun, was in meiner Macht steht.“

Serdar Saatci, Besiktas: „Ich habe zwar ein Tor gemacht, aber nicht viele Emotionen zeigen können. Ich möchte diesen Treffer meiner Familie und einer Person widmen, die ich gerne habe. Hoffentlich gelingen mir noch viele weitere. Ich bedanke mich bei unseren Fans für die stetige Unterstützung. Ich liebe sich. Wenn mich unser Coach aufstellt, dann werde ich auch gegen Fenerbahce mein Bestes geben.“

Welinton, Besiktas: „Eigentlich gab es vor dem Elfmeter ein Foulspiel. Nichtsdestotrotz haben wir nicht aufgegeben und weitergemacht. In der Halbzeitpause hat unser Coach uns gezeigt, was wir anders machen und insbesondere, mit welcher Einstellung und Motivation wir das Ganze angehen müssen. Wir haben im Anschluss gekämpft und uns den Dreier verdient. […] Es ist ganz normal, dass die Gegner gegen uns immer wieder lange Bälle schlagen. Wir sind eine große Mannschaft und spielen entsprechend offensiver. Heute war es aber etwas besser. Allerdings suchen wir ständig nach Lösungen und man sieht auch schon Verbesserungen. Wir benötigen aber noch ein wenig Zeit. Dieser Sieg heute reicht aus, um zu sehen, wie sehr wir es eigentlich wollen.“

Berna Gözbasi, Kayserispor: „Nach der Verletzung von Mert Cetin und dem zweiten Gegentreffer ist unser Tempo gesunken. Aber für uns ist der Pokal viel wichtiger. Wir möchten unbedingt das Finale spielen. […] Mert hat sich den Fuß verstaucht, weswegen wir ihn auch gleich ins Krankenhaus geschickt haben. Hoffentlich wird es keine langwierige Verletzung.“





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