Ein Meilenstein für den türkischen Sport: Hidayet Türkoglu in die FIBA Hall of Fame 2026 aufgenommen
In einer feierlichen Zeremonie im Berliner Veranstaltungszentrum Kraftwerk wurde Hidayet Türkoglu eine der höchsten Auszeichnungen des Weltbasketballs zuteil. Der Präsident des türkischen Basketballverbandes (TBF) und ehemalige Weltklasse-Athlet erhielt seine Auszeichnung aus den Händen von FIBA-Präsident Scheich Saud Ali Al Thani. Türkoglu schreibt damit Geschichte, da er als erster türkischer Sportler aufgrund seiner aktiven Karriere und seiner Verdienste um die Nationalmannschaft in die FIBA Hall of Fame aufgenommen wurde. Diese prestigeträchtige Plattform ehrt Persönlichkeiten, die den internationalen Basketball durch ihre Leistungen auf dem Spielfeld und ihren Beitrag zur globalen Sportkultur nachhaltig geprägt haben. Neben dem türkischen Ausnahmeathleten wurden in der diesjährigen Auswahl weitere Legenden wie Dirk Nowitzki (Deutschland), Sue Bird (USA) und Celine Dumerc (Frankreich) gewürdigt.
Emotionale Worte eines Pioniers
Türkoglu zeigte sich während seiner Dankesrede sichtlich gerührt und betonte die tiefe Bedeutung dieses Moments für ihn persönlich und sein Heimatland. „Es ist eine große Ehre für mich, heute hier zu sein, und auch ein sehr emotionaler Moment. Basketball hat mir im Laufe meines Lebens so viel gegeben; aber das Wertvollste war das Privileg, mein Land zu vertreten. Deshalb nehme ich diese Ehre nicht nur für mich selbst an, sondern im Namen aller Athleten, die stolz das Trikot der Türkei mit dem Halbmond und dem Stern auf der Brust getragen haben“, erklärte der Jubilar vor den geladenen Gästen. Er hob hervor, dass es ein besonderes Glück sei, mit so wertvollen Namen, die die Basketballgeschichte geleitet haben, auf derselben Bühne zu stehen. Türkoglu blickte auf seine Anfänge zurück und erinnerte sich an den Moment, als er als kleiner Junge zum ersten Mal das Trikot der Nationalmannschaft überstreifte – ein Augenblick, in dem Basketball für ihn von einem Spiel zu einer lebenslangen Verantwortung wurde.

Von Istanbul in die NBA: Eine Reise voller Rekorde
Die Karriere von Hidayet Türkoglu ist geprägt von historischen Bestmarken. Zwischen 1994 und 2014 trug er insgesamt 309 Mal das Trikot der Nationalmannschaft und erzielte dabei 3.475 Punkte. Wie aus der offiziellen Erklärung des türkischen Basketballverbandes (TBF) hervorgeht, war er eine zentrale Figur bei den größten Erfolgen der „12 Dev Adam“ („12 Riesen“), darunter der Gewinn der Silbermedaille bei der EuroBasket 2001 sowie bei der FIBA-Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Land. Auch in der NBA setzte er Maßstäbe: Als erster türkischer Spieler etablierte er sich fest in einer Startformation und ist bis heute der einzige Basketballer seines Landes, der die magische Grenze von 10.000 Punkten in der stärksten Liga der Welt überschritten hat. Mit 997 Spielen in der NBA und der Teilnahme an den Finals 2009 mit Orlando Magic und des Erhalts des Most Improved Player-Awards festigte er seinen Ruf als internationaler Botschafter des türkischen Basketballs.

Dank an Weggefährten und Inspiration für die Jugend
In seiner Rede vergaß Türkoglu nicht, jenen zu danken, die ihn auf seinem Weg unterstützt haben. Er richtete emotionale Worte an seine Frau sowie seine Töchter Ela und Lina, die seine größte Inspiration seien. Besonderen Dank zollte er seinen Trainern Aydin Örs, der in jungen Jahren das Fundament für seine Karriere legte, und Stan Van Gundy, der ihm in der NBA das nötige Vertrauen schenkte. Zum Abschluss richtete er einen flammenden Appell an die kommenden Generationen: „Einer meiner größten Stolze im Laufe meiner Karriere war es, junge Menschen inspirieren und ihnen den Weg zum Basketball und Sport weisen zu können. Mein größter Wunsch ist, dass in Zukunft noch viel mehr türkische Sportler und junge Talente aus aller Welt an diesen Szenen teilnehmen.“ Türkoğlu sieht seine Aufnahme in die Hall of Fame nicht nur als Abschluss einer großen Karriere, sondern als Verpflichtung, dem Spiel weiterhin etwas zurückzugeben.
Die Neuzugänge der FIBA Hall of Fame 2026
- Hidayet Türkoglu (Türkei) – Vize-Europameister 2001, Vize-Weltmeister 2010, NBA-MIP-Award
- Sue Bird (USA) – Fünffache Olympiasiegerin, vierfache Weltmeisterin
- Dirk Nowitzki (Deutschland) – Weltmeisterschafts-MVP 2002, EuroBasket-MVP 2005, NBA-Champion sowie MVP & Finals-MVP
- Celine Dumerc (Frankreich) – Langjährige Kapitänin und EuroCup-Siegerin
- Clarisse Machanguana (Mosambik) – Ikone des afrikanischen Basketballs
- Ismenia Pauchard (Chile) – Herausragende Persönlichkeit Südamerikas
- Ludwik Miętta-Mikołajewicz (Polen) – Renommierter Trainer und Funktionär


