Besiktas

Günes: „Müssen mehr Tore erzielen“

Nach dem 1:1-Unentschieden in Belgrad gegen FK Partizan (zum Spielbericht) hat Besiktas eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am 30. August im Vodafone-Park in Istanbul.

Günes nur zum Teil zufrieden

Mit dem Resultat war auch BJK-Chefcoach Senol Günes zufrieden. Gleichzeitig sah der 66-Jährige auch Verbesserungsbedarf: „Wir wollten die Partie kontrolliert gestalten. Bis zu unserem Gegentor hatte unser Gegner keine Torchance. Danach haben wir den Ausgleich erzielt und einige Möglichkeiten ungenutzt gelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns mehr in unsere Spielhälfte zurückgezogen. Das Remis ist nicht schlecht, es hätte aber ein besseres Ergebnis sein können. Nun schauen wir auf das Rückspiel in unserem Stadion, wo wir den Einzug in die nächste Runde perfekt machen wollen.”

Chancenwertung und Abwehr in der Kritik

Der Erfolgstrainer haderte insbesondere mit der hohen Quote an Gegentreffern. Dies müsse man alsbald abstellen, wenn man eine erfolgreiche Saison spielen wolle: „Die vielen Spiele und Reisen in kurzer Zeit belasten auch die Spieler. So etwas geht nicht spurlos an einem vorbei. Verletzungen sind da leider keine Seltenheit. Nun sind wir hintereinander dreimal auswärts unterwegs für Partien. Jeder Spieler möchte natürlich spielen und einen Beitrag zum Teamerfolg leisten. Doch was mich stört, ist, dass wir wenige Chancen zulassen, dafür aber viele Gegentore kassieren. Dagegen erspielen wir uns viele Möglichkeiten, treffen aber zu wenig”, so Günes.

„Neue Spieler können kommen”

Auch bezüglich weiteren Kaderveränderungen ließ der Trainerfuchs ein Hintertürchen offen: „Die WM-Rückkehrer Pepe, Vida und Quaresma tun sich noch schwer, zeigen aber immer wieder gute Leistungen. Das Transferfenster ist noch geöffnet. Vielleicht will der eine oder andere Spieler noch gehen. Eventuell kommen wiederum andere Akteure zu Besiktas. Das Rückspiel gegen Partizan in Istanbul wird nicht leicht. Das Hinspiel-Resultat ist keine Garantie, dass wir weiterkommen. Am Wochenende können wir wieder auf Babel und Lens zurückgreifen. Auch Oguzhan wird wieder spielen. Zuletzt möchte ich mich bei Partizan und den Fans dafür bedanken, dass sie uns hier so gut empfangen haben.”

Larin im freundschaftlichen Wettstreit mit Negredo

Stürmer Cyle Larin konnte sich zwar nicht in die Statistikbögen eintragen, war aber dennoch mit dem Ergebnis in Belgrad zufrieden: „Unser Gegner hat versucht vor eigenem Publikum druckvoll zu agieren. Wir haben jedoch gut dagegengehalten und diszipliniert verteidigt. In der ersten Halbzeit haben wir besser gespielt. Am Ende haben wir ein gutes Resultat geholt, was uns einen Vorteil verschafft. Alvaro Negredo ist ein toller Mensch mit einem großartigen Charakter. Wir motivieren uns beide gegenseitig und versuchen in der Startelf zu stehen. Ich trainiere jeden Tag sehr hart und bin bemüht die Vorgaben unseres Trainers umzusetzen. Ich hoffe, dass am Ende alles gut läuft.”

„Das war nicht mein letztes Tor”

Torschütze Tolgay Arslan war glücklich nach seinem ersten Tor unter Trainer Senol Günes. Zudem war es ein sehr wichtiger Treffer: „Ich gratuliere meinen Mannschaftskameraden zur gezeigten Leistung. Wir haben kein schlechtes Ergebnis geholt. Es war ein hart geführtes Spiel und zugleich auch ein kleiner Kampf auf dem Spielfeld. Wir haben den Kampf angenommen und das Resultat verdient. Ich hatte ja schon gesagt, dass unsere Fans von mir ein Tor erwarten. Das wird nicht mein letztes Tor gewesen sein. Darüber habe ich auch oft mit unseren Trainern Guti und Ilhan Mansiz gesprochen. Der positive Einfluss der beiden auf mich war sehr groß.”

Mirkovic glaubt weiter an Chance

Partizan Belgrads Übungsleiter Zoran Mirkovic glaubt weiterhin an die Chance seines Teams. Ein Triumph in Istanbul sei realistisch, so der Serbe: „Besiktas ist ein großer Klub mit vielen Stars. Solche Teams und Spieler wissen die kleinste Chance zu nutzen. Wir wollten den Sieg bis zur letzten Sekunde. Wir hatten viele Möglichkeiten. Der Einsatz meiner Spieler war mehr als lobenswert. Mathematisch gesehen, haben wir ein unvorteilhaftes Ergebnis erzielt. Aber wir blicken sehr hoffnungsvoll auf das Rückspiel.”

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion