Galatasaray

Galatasaray muss in Moskau punkten

Am Mittwochabend bestreitet Galatasaray das fünfte Gruppenspiel der laufenden UEFA Champions League-Saison. Dabei gastiert der türkische Meister beim russischen Titelträger Lokomotiv Moskau. Nach vier Spieltagen weisen die Türken vier Punkte auf und liegen auf Platz drei der Gruppe D. Die Russen sind hingegen noch punktlos. Falls Galatasaray noch eine Chance auf das Erreichen des Achtelfinales in der „Königsklasse“ haben möchte, ist ein Sieg zwingend Pflicht. Bei einem Unentschieden würden sich die Gelb-Roten zumindest die Europa League-Teilnahme als kleinen Trost sichern. Die Moskauer brauchen hingegen ihrerseits einen Heimerfolg, um im Rennen um die Europa League-K.-o.-Phase zu bleiben. Der FC Porto führt die Gruppe D mit zehn Punkten vor dem FC Schalke 04 (acht Zähler) an.

Fatih Terim: “Die vielen Sperren und Strafen stören mich natürlich. So etwas ist nicht schön. Aber das motiviert mich zusätzlich. Bei Misserfolgen wird zuerst der Trainer verantwortlich gemacht.”

Terim hadert immer noch mit TFF-Urteil

Galatasaray-Trainer Fatih Terim ist sich der schweren Aufgabe in Moskau bewusst. Der 65-Jährige betonte, dass die Strafen durch den TFF ärgerlich seien, ihm aber auch als Extramotivation dienen würden: „Wir haben viele gesperrte und verletzte Spieler. So etwas kommt leider vor. Allerdings können wir dieses Mal sowohl Rodrigues als auch Donk einsetzen. Auch Ndiaye wird spielen. Wir brauchen alle Spieler. Was den Einsatz einiger Spieler, darunter auch Nagatomo, anbelangt, treffe ich meine Entscheidung vor dem Spiel. Wichtig ist nicht, wie unsere Formation aussieht, sondern ob wir unsere Spielphilosophie umsetzen können. Ich möchte unterstreichen, dass die Strafen in der Türkei zu hoch sind. Vielleicht kann man einen Teil in Geldstrafen umwandeln und dieses Geld in die Weiterbildung der Mitarbeiter des Verbands reinvestieren. Dies könnte eine Option sein“, sagte Terim.

Nagatomo ist zurück

Neben seinem Coach nahm Linksverteidiger Yuto Nagatomo an der Pressekonferenz teil. Der Japaner fiel die letzten Wochen aus (kollabierte Lunge) und war froh darüber, zurück zu sein: „Nach dem Schalke-Spiel sagte der Arzt zu mir, dass ich nicht nach Hause, sondern ins Krankenhaus soll. Es lag ein lebensbedrohlicher Gesundheitszustand vor. Ich möchte mich für die Unterstützung in dieser Phase bei meinem Trainer und meinen Teamkollegen sehr bedanken. Ich fühle mich mittlerweile wieder sehr gut. Ob wir mit einer Dreier- oder Viererkette spielen, macht für mich keinen Unterschied.“

Semin mit Lob für Terim – Rotenberg kündigt Kampf an

Lokomotiv Moskaus Chefcoach Yuri Semin lobte Gegner Galatasaray und seinen Amtskollegen Fatih Terim vor dem Duell: „Galatasaray ist eine sehr gute Mannschaft, die erfolgreich zwei, drei unterschiedliche System spielen kann. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren. Fatih Terim ist ein sehr cleverer Trainer. Wir können nicht sicher sein, welche Taktik er am Ende verfolgt.“ Abwehrspieler Boris Rotenberg kündigte einen Kampf bis zum Schluss an: „Wir haben Vertrauen in unsere Stärke. Wir werden auf dem Spielfeld bis zum Ende kämpfen. Das Team, das den Sieg mehr will und besser vorbereitet ist, wird am Ende erfolgreich sein.“

Voraussichtliche Aufstellungen

Lokomotiv Moskova: Guilherme – Ignatjev, Kvirkvelia, Höwedes, Idowu – Denisov, Krychowiak, Anton Miranchuk, Aleksey Miranchuk, Fernandes – Eder

Galatasaray: Muslera – Mariano, Maicon, Aziz, Nagatomo – Donk, Ndiaye, Onyekuru, Feghouli, Rodrigues – Derdiyok

Schiedsrichter: Antonio Mateu Lahoz (Spanien)

Austragungsort: RZD-Arena (Moskau)

Anstoß: 18:55 Uhr (MEZ)

TV-Übertragung: beIN SPORTS 1, DAZN

 

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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion