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Galatasaray: Ex-Vorstandsmitglied Burak Elmas will Präsident werden und kritisiert Wahl-Termin


Am 19. Dezember soll die vorgezogene Präsidentschaftswahl beim türkischen Rekordmeister Galatasaray stattfinden. Der frühere Vereinsfunktionär Burak Elmas will Präsident von Galatasaray werden, kritisiert aber das Datum der Wahl. Im Zuge der Ratssitzung des Klubs, die aufgrund der Corona-Pandemie via Videokonferenz durchgeführt wurde, äußerte sich der 46-Jährige zur bevorstehenden Wahl und seinen persönlichen Zielen: “Nachdem die erforderlichen, juristischen Genehmigungen eingeholt worden und keine Gesundheitsgefährdung der Mitglieder besteht, möchte ich bei der ersten Möglichkeit als Galatasaray-Präsident kandidieren. Egal um welches Datum es sich auch handeln mag. Ich und meine Weggefährten sind bereit und uns der Verantwortung und den Schwierigkeiten bewusst. Aber, wie man sehen kann, ist auch nach zehn Tagen keine Genehmigung erteilt worden für die Wahl, was sonst lediglich zwei bis drei Tage dauert. Dies liegt an der derzeitigen Pandemie-Situation. Zumal für die Wochenenden strikte Ausgangsbeschränkungen vorliegen. Unter diesen Umständen eine Wahl anzuberaumen, stört und beunruhigend mich zutiefst”, so Elmas.

Elmas erachtet Wahltermin und Gesundheitsrisiko als verantwortungslos

Durch diesen aus seiner Sicht sehr unglücklich und teils unverantwortlich gewählten Termin sehe Elmas ein starke Beeinträchtigung der Wahl: “Etwa 1.800 stimmberichtigte Mitglieder sind über 65 und circa 200 unter 20 Jahren. Diese Gruppen sind stark von den Ausgangsbeschränkungen betroffen und haben für ihre Stimmabgabe ein Zeitfenster von drei Stunden. Dazu sind die Gesundheitsrisiken zu bedenken. Wir verfolgen die wissenschaftlichen Berichte, dass die Fallzahlen rasant zunehmen. Die Zahl der Verstorbenen steigt. Ich habe vor drei Tagen leider meine 91-jährige Großmutter aufgrund dieser Krankheit verloren. Obwohl wir versucht haben sie zu schützen, hat sie der Virus irgendwie erreicht. Ali Fuat Diriker ist 102 und hat noch keine einzige Wahl verpasst. Wie kann man ihn und seine Freunde so einem Risiko aussetzen? Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Nach einer einfachen Berechnung sehen wir, dass die Stimmen von 25 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder aus diesem Grund nicht in die Wahl einfließen werden. Kein Ziel oder Ehrgeiz ist wichtiger als ein Menschenleben.”

Inklusive Burak Elmas haben bislang insgesamt vier Vereinsmitglieder ihre Kandidatur verkündet. Neben Elmas sind dies der amtierende Klubchef Mustafa Cengiz, Metin Öztürk sowie Ali Fatinoglu. Die Wahl ist für den 19. Dezember terminiert. Sollte an diesem Tag nicht die erforderliche Mehrheit erzielt werden, gibt es am 25. Dezember Stichwahlen.





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Hürriyet.de-Redaktion

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