Türkischer Fußball

Frisches Blut für die Türkei? – Nationaltrainer Senol Günes auf Talentsuche (Teil 1)

Die Qualifikationsrunde für die UEFA EURO 2020 ist vorbei. Die türkische Nationalmannschaft machte die Teilnahme für die Europameisterschaft im nächsten Jahr auf grandiose Art und Weise einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase fix. Innerhalb von neun Monaten nominierte der türkische Nationaltrainer Senol Günes 38 Spieler aus 23 verschiedenen Mannschaften. Die Spieler kamen dabei aus sechs verschiedenen Ländern (23 aus der Türkei). Zurzeit sind es 15 Legionäre, die die Türkei auf europäischem Boden repräsentieren. Und bald könnten noch einige folgen. Denn: Günes ist auf Talentsuche im Ausland! Im letzten Qualifikationsspiel feierten Mert Cetin (AS Rom), Ahmed Kutucu und Ozan Kabak (beide FC Schalke 04) ihr Debüt im rot-weißen Dress. Vor der Endrunde im kommenden Juni ist es also gut möglich, dass man noch weitere Namen zum ersten Mal mit dem Halbmond auf der Brust spielen sehen wird. GazeteFutbol mit dem ersten Teil der Bildergalerie der möglichen Kandidaten.


Naci Ünüvar (16, LA): Die italienische Sportzeitung “Tuttosport”, die in Turin ihren Sitz hat, vergleicht ihn aufgrund seines Stils mit der Juventus Turin-Legende Zinedine Zidane. Er ist in den Niederlanden schon längst im Fokus, obwohl er noch nicht einmal im Profibereich aktiv ist. Nach dem Gewinn der U17-Europameisterschaft mit der niederländischen Nationalmannschaft im Mai diesen Jahres, wo er zwei Treffer beisteuern konnte (eines im Finale beim 4:2-Sieg über Italien), unterzeichnete sein Klub Ajax Amsterdam einen Dreijahresvertrag mit ihm.

FC Barcelona ist an einer Verpflichtung von Ünüvar interessiert

Wettbewerbsübergreifend kam er in der vergangenen und dieser Spielzeit auf 54 Einsätze, in denen er 25 Tore erzielen und 16 weitere vorlegen konnte. Zuletzt hat beim Cruyff-Klub bereits der große FC Barcelona angeklopft (GazeteFutbol berichtete). Die Frage, für welches Land er später einmal auflaufen wird, ließ der Niederländer, der auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, offen: „Darüber habe ich mir bislang keine Gedanken gemacht. Dementsprechend weiß ich zurzeit auch keine Antwort darauf. Für diese Frage bin ich einfach noch zu jung.“


Kann Barasi das Sturm-Problem der Türkei lösen?

Yusuf Barasi (16, ST): In 32 Spielen zwölf Tore und fünf Vorlagen. Das sind die Statistiken aus den letzten beiden Jahren für den 16-jährigen Mittelstürmer, der beim niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar einen Profivertrag bis Sommer 2022 besitzt. Für die WM-Teilnahme mit der niederländischen U17-Auswahl (wie Ünüvar) reichte es für Barasi nicht. Aber in zwölf Spielen mit der Nationalmannschaft konnte er mit fünf Treffern und einem Assist auf sich aufmerksam machen. Für die Profimannschaft von Alkmaar reichte es vorerst nur zu drei Einsätzen, unter anderem im Freundschaftsspiel gegen Fenerbahce, wo er auch in den türkischen Medien in den Fokus geriet. Die Niederländer setzen wie bei Ünüvar sehr große Hoffnungen in ihn. Dass der große Sportartikelhersteller “Nike” einen Vertrag mit dem vielversprechenden Talent unterschrieben hat, spricht für sich. Ob der Youngster, dessen Eltern aus Bingöl stammen, eines Tages für die türkische Auswahl auflaufen wird, steht in den Sternen. In einem Interview erklärte er, dass es sein größter Wunsch sei, eines Tages für den großen FC Barcelona aufzulaufen. Vielleicht sehen wir ihn und Ünüvar ja eines Tages bei den Katalanen.


Dogucan Haspolat (19, ZM): Der 19-jährige Mittelfeldspieler hat anders als seine niederländischen Kollegen bereits mehr Erfahrungen im Profibereich. Mit 15 Einsätzen, einem Treffer und fünf Vorlagen gehört er zum Stammkader bei Excelsior Rotterdam in der zweiten Liga. In den U17- und U18-Auswahlen der “Oranje” kam er zu 20 Einsätzen und konnte jeweils einen Treffer und einen Assist verbuchen. In der Sommertransferperiode wurde er mit den Istanbuler-Klubs um Fenerbahce und Besiktas in Verbindung gebracht. Ein offizielles Angebot von Seiten der Türken stand allerdings laut seinen eigenen Angaben aus. Im Interview mit der Internetseite “voetbalzone.nl” verriet er seine Freude über die Gerüchte in den Medien. Ob bei der Vielzahl an Mittelfeldspielern in der Türkei der Rotterdamer eine Chance auf eine Nominierung hat, bleibt abzuwarten. Allerdings macht er bei Ligaspielen bisher einen soliden Eindruck und kann auch durch Assists punkten.


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Altikulac unterschreibt demnächst ein Profivertrag mit Olympique Lyon

Melih Altikulac (17, LV): Zurzeit spielen auf der linke Abwehrseite der Nationalmannschaft Hasan Ali Kaldirim (Fenerbahce) und Umut Meras (AC Le Havre). Genaus aus Frankreich könnte der nächste Linksverteidiger stammen. Melih Altikulac von der Jugendabteilung Olympique Lyons ist ein vielversprechendes Talent. Es wird erwartet, dass der junge Spieler demnächst einen Profivertrag mit den Lyonnais unterzeichnet. Der gebürtige Straßbourger kam in den Jugendauswahlen der Franzosen 19 Mal zum Einsatz und fungierte bei der erst kürzlich abgehaltenen U17-WM in Brasilien gegen Ünüvar und die Niederlande im Spiel um Platz 3 als Assistgeber. Frankreich gewann mit 3:1. Kurios: Im April diesen Jahres stand er mit der französischen Auswahl seinem Zwillingsbruder Semih Altikulac, der in der türkischen U17-Auswahl kickt, gegenüber. Es ist gut möglich, dass der Linksfuß dem Starensemble der “Equipe Tricolore” entflieht und sich für die Halbmond-Kicker entscheidet.


Bahadirs Ausrüster ist die Weltmarke “Puma”

Yunus Bahadir (17, RV): Für die Rechtsverteidigung steht Yunus Bahadir aus Belgien auf dem Zettel von Coach Günes. Der belgische Jugendnationalspieler lief für das Königreich 18 mal auf (ein Tor und ein Assist). In der Reserve des KRC Genk besitzt er einen Vertrag bis Sommer 2021, auch die belgischen Medien schreiben Lobeshymnen auf Bahadir. Auch deswegen stattete ihn der Sportausrüster “Puma” mit einem Vertrag aus. Der in Lüttich geborene Abwehrmann erzielte in seiner Mannschaft eine 50-prozentige Startelfquote (unter anderem in der UEFA Youth League). Vielleicht könnte er für Mehmet Zeki Celik (OSC Lille) und Nazim Sangare (Antalyaspor) eine ernsthafte Konkurrenz werden.


Cetins Vertrag läuft bei den “Adlern” im Sommer aus

Sahverdi Cetin (19, DM): Der gebürtige Mainzer ist noch bis Juni nächsten Jahres bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag. In dieser Saison war er beim UEFA Europa League-Teilnehmer zweimal im Matchkader. Für einen Einsatz reichte es allerdings nicht. In den letzten Jahren kam er in den Jugendabteilungen der Frankfurter zu 82 Einsätzen, wo er als defensiver Mittelfeldmann 19 Treffer und acht Vorlagen verbuchen konnte. Auch in den deutschen Jugendnationalmannschaften durfte er sich über 29 Einsätze freuen. Dabei erreichte er mit der U17-Auswahl unter anderem das EM-Halbfinale. Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner sagte vor einem Jahr zum “Kicker”, als man den 19-Jährigen mit einem Profivertrag ausstattete: „Sahverdi konnte ja bereits in einigen Trainingseinheiten und Trainingslagern bei den Profis zeigen, dass er über das sportliche Leistungsvermögen verfügt, um den Wechsel zu den Profis zu schaffen. Wir haben seine Entwicklung natürlich verfolgt und sind uns sicher, dass er sich positiv weiterentwickeln wird.“ Ob sein auslaufender Vertrag beim Bundesligisten verlängert wird ist bisher unklar.

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M. Cihad Kökten

3 Kommentare

  1. Avatar
    24. November 2019 um 9:34 —

    Top Artikel 👍🏽

  2. Avatar
    23. November 2019 um 12:49 —

    Wir haben in der Vergangenheit sehr viele ausländische Spieler mit türkischen Wurzeln nicht für uns gewinnen können. Nicht nur in Deutschland haben wir erfolgreiche Türken sondern auch in
    Frankreich, Belgien, Niederlande, Schweiz usw.
    Die guten Jugendspieler müssen wir für uns Gewinnen. Auch wenn sie eine ausländische fussball Ausbildung sehen, bleiben diese Jungs Türken.
    Egal wo sie geboren sind. Wenn man in der Straße mit seinen schwarzen Haaren herum läuft, wird kein einziger deutscher dich als ein deutschen sehen. Das sollte uns langsam klar werden.

  3. Avatar
    23. November 2019 um 1:00 —

    Gute Arbeit so müssen die Artikel sein. Ich bin Stolz drauf solche Artikel zu lesen.

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