Türkischer Fußball

Burak Yilmaz zum Sportblatt L’Equipe: “Diese beiden türkischen Spieler würde ich Lille empfehlen”

Frankreich-Legionär Burak Yilmaz gab dem renommierten Sportblatt “L’Equipe” ein Interview. Der Goalgetter betonte, dass er den Ligue 1-Titel mit dem OSC Lille gewinnen wolle. Dabei sagte der Angreifer aus Antalya zu seinem europäischen Liga-Abenteuers Folgendes: “Wegen meiner Verletzung habe ich neun Spiele verpasst. Ich hätte noch mehr Tore schießen können (zwölf Treffer in 27 Pflichtspielen). Mein Toreschnitt ist nicht schlecht, wenn man sich die Anzahl meiner gespielten Partien ansieht. Ich erlebe ein großartiges Jahr. Meine ersten 1,5 Monate waren schlecht. Aber die Fußballsprache ist universell. Ich habe de Eingewöhnungsphase gut hinter mich gebracht.”

Auslandsabenteuer: Anstoß kam von Sneijder und Drogba 

Seine späte Entscheidung ins Ausland zu wechseln, kommentierte Yilmaz mit diesen Worten: “Die Klubs, bei denen ich in der Türkei aktiv war, spielten um die Meisterschaft. Jedes Jahr kämpfte ich um Titel. 2013 und 2015 wurde ich mit Galatasaray Meister. Ich erhielt Angebote von großen Vereinen aus Europa, aber ich blieb in meinem Land. Als ich bei Galatasaray spielte, fragten mich Drogba und Sneijder, warum ich nicht ins Ausland gehe. Und dann begann dieser Wunsch in mir zu wachsen.”

Tigana und Günes wichtige Trainerpersönlichkeiten

Die beiden Trainer Jean Tigana und Senol Günes hätten in seinem Leben einen ganz besonderen Platz: “Jean Tigana ist wie ein Vater für mich. Als ich bei Antalyaspor war, holte er mich zu Besiktas. Er hat einen ganz speziellen Platz in meinem Leben. Auch Senol Günes ist wie eine Vaterfigur für mich. Wir kennen uns sehr gut. Er weiß, wie er mich runterholt und erdet. Den Respekt, den man bei der Nationalmannschaft erhält, gibt es sonst nirgends. Man kann das Gefühl nicht beschreiben, in unseren Milli Takim-Kader berufen zu werden.”

Ziele mit dem Nationalteam

Der 36-Jährige äußerte sich auch zur bevorstehenden EM und laufenden WM-Qualifikation: “Unser erstes Ziel bei der Euromeisterschaft ist es die Gruppe erfolgreich zu bestehen. Wir haben die gleichen Chancen wir Italien, die Schweiz und Wales. Niemand ist schwächer oder stärker als wir. In der WM-Quali sind wir mit sieben Punkten Erster. Wir haben die Möglichkeit uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Hätten wir am Ende nur nicht 3:3 gegen Lettland gespielt. Jetzt haben alle Chancen. Wir möchten unbedingt dabei sein.”




Ömür und Toköz Alternativen für Lille?

Abschließend sprach der 66-fache türkische Nationalspieler (28 Länderspieltore) über das Titelrennen in der französischen Liga und verriet, welche beiden türkischen Spieler er Lille empfehlen würde: “Den Spitznamen “Kral” erhielt ich in der Türkei. So werden Torschützenkönige bei uns genannt. Es ist ein schöner und positiver Spitzname. Doch ich will darüber hinaus mehr durch meine fußballerischen Qualitäten wahrgenommen werden. Wenn ich Lille zwei Namen aus der Türkei empfehlen sollte, dann wären das Besiktas-Mittelfeldspieler Dorukhan Toköz sowie Trabzonspor-Flügelspieler Abdülkadir Ömür. Überdies läuft der Vertrag von Dorukhan im Juni aus. Sollten wir eins der vor uns liegenden sechs Spiele verlieren, wäre ich sehr enttäuscht. Wir sagen nicht, dass wir nicht Meister werden wollen. Der Reihe nach möchten wir Montpellier, Lyon, Nizza, Lens, Saint-Etienne und Angers besiegen. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Wir müssen geduldig sein.”


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2 Kommentare

  1. 16. April 2021 um 11:26

    Also die Empfehlungen klingen aus vielen Gründen gerade sehr plausibel :))

  2. 16. April 2021 um 7:48

    Sowohl Ömür als auch Dorukhan würden sogar sehr gut zu Lille passen. Wenn Burak und Co. es wirklich schaffen sollten Meister zu werden, denke ich, dass Lille auf die Suche nach mehr türkischen Spielern gehen wird. Da vielleicht nach der Saison ein ausverkauf der Spieler stattfinden kann, wird wohl auch handlungsbedarf sein.
    Dorukhans Vertrag läuft zum Saisonende aus, ich bin mir sehr sicher, dass einige Vereine angeklopft haben.
    Bei Ömür hingegen nehmen bestimmt Vereine Abstand, da er sich zu oft, und auch noch heftige Verletzungen zu zieht.