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Besiktas: Quaresma-Krise spitzt sich zu – Adali will trotz Angeboten Yilmaz und Toköz halten

Der Abschied von Ricardo Quaresma bei Besiktas rückt scheinbar näher. Die jüngsten Reaktionen deuten stark in diese Richtung. Nachdem der 35-jährige Flügelspieler den Istanbuler Klub wegen ausstehender Gehaltszahlungen bereits zum sechsten Mal mit einer schriftlichen Mahnung bedacht und mit einer Klage gedroht habe, sei BJK-Präsident Fikret Orman der Kragen geplatzt.

Was ist dran? Quaresma folgt nicht länger dem Besiktas-Account

Gemäß diverser türkischen Quellen habe der Vereinsboss der Schwarz-Weißen Vizepräsident Serdar Adali mit den Worten: „Gibt ihm sein Geld und dann schickt ihn weg“ verärgert eine Trennung vom Portugiesen nahegelegt. Das Quaresma wenig später mit einer Message über seinen Instagram-Acccount an die Fans Präsident Orman und dessen vermeintliche Aussagen angriff und kurz darauf auch noch Besiktas aus seiner privaten Follow-Liste löschte, erhärtete diese These. Quaresma stünden derzeit noch 1,1 Millionen Euro an Gehaltszahlungen zu. UPDATE: Die Gehälter von Quaresma und Domagoj Vida sollen Informationen der türkischen Tageszeitung “Milliyet” zufolge am Mittwoch ausgezahlt worden sein.

Trennen sich die Wege oder kriegen beide Parteien noch einmal die Kurve?

Personalie Burak Yilmaz: Lecce-Manager in Istanbul

Indes liegen dem Vorstand der „Schwarzen Adler“ Angebote für Goalgetter Burak Yilmaz und Mittelfeldkämpfer Dorukhan Toköz vor. Obwohl ein Interesse von Seiten des italienischen Klubs US Lecce an Yilmaz kurzweilig dementiert wurde, ist Lecces Sportdirektor Mauro Meluso in Istanbul gesichtet worden. Der Serie A-Aufsteiger habe Yilmaz (33) für drei Jahre stattliche 7,5 Millionen Euro geboten. Andere Quellen sprechen von drei Millionen Euro für einen Zweijahresvertrag. Dennoch wies Vorstandsmitglied Serdar Adali jegliche Transferspekulationen zurück. Trotz Offerten wolle man seinen Top-Torjäger keinesfalls ziehen lassen.

Burak Yilmaz: Lecce lässt nicht locker

Interessentenliste für Toköz wird größer

Ähnlich sehe es bei Senkrechtstarter Dorukhan Toköz aus. Der 23-jährige Mittelfeldmotor wird derzeit stark von Udinese Calcio umworben. Wie Toköz’ Manager Nejdet Ergezen gegenüber “Radyospor” preisgab, hätten die Italiener sieben Millionen Euro plus eine Million Euro an Bonuszahlungen für Toköz geboten. Besiktas habe das Angebot jedoch abgelehnt. Neben dem bestätigtem Interesse aus Italien gäbe es zudem Interessenten aus Deutschland, England und Spanien, hieß es.

Derzeit heiß begehrt: Dorukhan Toköz

Ab nach Österreich: Trainingscamps von Besiktas stehen fest

Besiktas hat die Planung für die Saisonvorbereitung für kommende Spielzeit offengelegt. Demnach ist am 7. Juli Trainingsauftakt in Istanbul. Am 13. Juli reist die Mannschaft für den zweiten Teil der Vorbereitung nach Österreich und bezieht Quartier im oberösterreichischen Linz. Vor dort geht es einige Tage später weiter nach Salzburg, bevor Besiktas am 4. August in die Türkei zurückkehrt. In Österreich sind sieben bis acht Testspiele geplant, deren Termine samt Gegner zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.

Wie im Vorjahr: Besiktas zu Besuch in Österreich

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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

5 Kommentare

  1. Avatar
    21. Juni 2019 um 10:27 —

    Weisst du, da hat man einen ablösefreien Spieler geholt, dieser steht mit seinem Land im WM Finale 2018 und spielt dort mit Herz. Er spielt ne gute Wm, generiert einen großen Hype, schiesst sogar sein Team im Viertelfinale weiter, andere Vereine möchten diesen Spieler transferieren und es liegen unterschriftsreife Angebote vor (10Mio €?) und man ist aber gierig und verlangt noch mehr und lässt den Spieler nicht ziehen. Und jetzt hat man nicht mal das Geld um sein Gehalt pünktlich zu bezahlen. Die rede ist von Vida. Manchmal glaube ich türkische Vereine werden von Sadisten geführt.

  2. Avatar
    20. Juni 2019 um 13:02 —

    Wir kennen ja das Problem. Spieler werden nicht bezahlt und fordern ihr Geld und gehen sich beschweren. Der Vorstand wird stinkig und labert vor der Kamera scheiße gegenüber dem Spieler. Das haben wir doch schon etliche male gesehen.

    Wenn man kein Geld auf dem Konto hat, sollte man dann auch nicht so welche Verträge abschließen. Ganz einfach. Ich gehe ja auch nicht zu Media Markt und kaufe mit einen geilen Fernseher obwohl ich nur 50 Euro auf meinem Konto habe. Aber anscheinend verstehen es die Vorstände nicht. Man kann nur von Glück reden, dass ein Pepe sich nicht beschwert hat und ohne Probleme gegangen ist.

    Man muss aufhören ständig so dumme Verträge abzuschließen. Das gilt für alle türkischen Vereine. Wenn ich schon höre, dass einem Kruse 5 Mio Euro angeboten werden, das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wenn ein Tarik Camdal damals einfach mehr verdient hat als ein Rafinha bei Bayern oder sonst wer…

  3. Avatar
    20. Juni 2019 um 10:46 —

    selbst schuld wenn man einem fast 40 jährigen so einen vertrag gibt.

    bei dorukhan sollte man unter 20 millionen gar nicht erst verhandeln .

  4. Avatar
    19. Juni 2019 um 13:58 —

    So Verhalten der Türkischen Vorstandsmitglieder finde ich richtig ekelhaft, da gibst du einem Spieler einen Vertrag wo drin steht was der Spieler kassiert dann wird dieser einfach mehrere Monate nicht bezahlt und fängst dann noch an stinkig zu werden. Das ist wirklich zum fremdschämen dann gibt diesen Spielern einfach nicht so viel Gehalt wo ist das schei* Problem aber hauptsächlich über den Verhältnissen leben. Mittlerweile würde es mir echt nichts mehr ausmachen wenn die ganzen türkischen Vereine Insolvent gehen, dann sollen sie mal schauen wo sie bleiben denn sie werden es einfach niemals lernen immer mit ihren übertriebenen Gehaltszahlungen das automatisch jeder Spieler mindestens 3 Mio bekommt ist doch nicht mehr normal.

    Naja aufjedenfall ist hier Quaresma im Recht wartet ja wahrscheinlich einige Monate schon auf Sen Gehalt und da sollen die Fische nicht so dumm rum nörgeln, selber Schuld!!

    Zu Tökoz klasse Spieler für 8 Mio würde ich ihn jetzt auch nicht verkaufen aber ab 10-12 Mio würde ich schon drüber nachdenken vor allem da Besiktas auch auf das Geld angewiesen ist die können nicht einfach alle Angebote ablehnen wie Agaoglu der ja sagte man verkauft Ömür und Yazici nicht.

    Ich glaube die Vereine kennen sowas wie ein Businessplan nicht die haben wahrscheinlich alle ihren Bachelor und Master gekauft denn wie man einen Klub nicht führen darf dafür ist die Süper Lig das perfekte Beispiel.
    Man generiert durch Fernsehgelder,Merchandise,Catering,Fanartikel, Sponsoring, Meisterschafts und Pokalprämien einfach kein Geld das ist Fakt und wie will man seine Schulden abzahlen durch Luft oder was. Es müssen Spieler verkauft werden.

    Ich könnte mit euch Wetten in den nächsten 4-5 Jahren werden die ersten Süper Lig Vereine Bankrott sein und verkauft,WENN man nicht endlich anfängt gesund zu wirtschaften

  5. Avatar
    19. Juni 2019 um 13:23 —

    Das ist doch absolut verständlich, dass Quaresma bezahlt werden will. Wer will denn arbeiten ohne seinen Lohn dafür zu bekommen? Nur im Fußball erwarten die Fans, dass die Spieler auf einmal auf ihr Gehalt verzichten und nicht rumnörgeln sollten. Im Grunde ist der Fußball auch nur ein Geschäft und in diesem sollte man seine Angestellten entsprechend bezahlen.

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