Besiktas

Valerien Ismael über seinen Münchner Besiktas-Friseur & Co.


Vor dem Yukatel Kayserispor-Match am vergangenen Sonntag, das Besiktas mit 3:2 gewann, kamen Chefcoach Valerien Ismael und Sportdirektor Ceyhun Kazanci bei einem gemeinsamen Fastenbrechen mit den Pressevertretern zusammen. Die Details aus den Gesprächen sickerten zuletzt unter anderem beim vereinsnahen Medium „OrtaCizgi.com“ durch. GazeteFutbol fasst die wichtigsten Aussagen von Ismael zusammen, der mit den Fragen der Journalisten offen und ehrlich umging. Ismael über…

… seine Bindung zu Besiktas:

„Genau vor 20 Jahren war ich mit einem Freund im Urlaub in der Türkei. Mein Friseur in München war ein Türke und er ist mit seinen sechs Geschwistern gemeinsam ein fanatischer Besiktas-Fan. Bereits zu meiner aktiven Zeit hatten sie mir immer versucht einzureden, dass ich zu Besiktas wechseln soll. Als Fußballer habe ich es nicht geschafft, aber nun bin ich als Trainer hier. Meine Bindung zu Besiktas liegt also schon viele Jahre zurück.“

… Sommer-Neuzugang Gedson Fernandes:

„Ich habe bereits begonnen, einen Bericht über die aktuellen Spieler im Kader zu erstellen. Allerdings benötigt es noch ein wenig Zeit. In Kürze sollten aber die Entscheidungen diesbezüglich feststehen. Zu Gedson kann ich nur sagen, dass ich ihn großartig finde und der Meinung bin, dass er dem Team weiterhelfen wird. Er ist ein Spieler, den ich auch vorher schon kannte.“

… einen möglichen Transfer von Alexander Sörloth:

„Zum jetzigen Zeitpunkt kann man zu diesem Thema nichts Konkretes sagen. Sörloth kennt die Liga und hat Süper Lig-Erfahrung vorzuweisen. Seine Leistungen in der Vergangenheit sind allseits bekannt. Wenn der Transfer tatsächlich klappen sollte, dann besteht großes Potenzial, dass er erneut Ähnliches wie schon einst bewirkt. Es ist aber wichtig, dass die Spieler, die transferiert werden, auch wirklich zu Besiktas kommen und ihr Bestes geben möchten.“

… Michy Batshuayi:

„Batshuayi ist eigentlich ein sehr guter Spieler. Allerdings stimmt die Anzahl der Tore mit seiner eigentlichen Qualität nicht überein. Er hätte weitaus mehr Tore erzielen müssen. Die Stürmer haben es auch nicht leicht. Es ist ähnlich wie bei den Torhütern. Wenn du triffst, wirst du in den Himmel gelobt. Doch wenn nicht, sieht die Welt ganz düster aus. Dennoch dürfen wir Batshuayi nicht unfair behandeln. Es ist für die gesamte Mannschaft eine sehr schwierige Saison. Fußball ist ein Mannschaftssport und es kann insbesondere diese beiden Positionen am meisten beeinflussen.“

… Kenan Karaman:

„Beispielweise ist Kenan Karaman auch ein guter Spieler. Ich kenne ihn noch aus seiner Zeit in Deutschland. In dieser Saison haben leider viele Spieler unterdurchschnittlich performt. Eines unserer Ziele wird dementsprechend auch sein, die Leistungen der Spieler in der kommenden Saison zu steigern.“

… sein kritisiertes Spielsystem:

„Es ist ganz natürlich, dass das neue System kritisiert wird. Manche Dinge kann man nicht gleich von heute auf morgen umsetzen. Beispielsweise hat der FC Chelsea mit einer Dreierkette die UEFA Champions League gewonnen. Es gibt viele solcher Beispiele. Wichtig ist jedoch, dass man Spieler verpflichtet, die für das System passend sind. Ich bin genau deswegen inmitten der Saison gekommen. So habe ich die Möglichkeit zu sehen, worüber wir eigentlich verfügen und welche Positionen wiederum besetzt werden müssen. Des Weiteren kann ich auch die Gegner näher unter die Lupe nehmen.“

… die Süper Lig:

„Ähnlich wie in der Championship geht es körperlicher zu. Jedoch nicht so, dass man sich auf dem Platz schlägt oder dergleichen, sondern schon mit taktischen und technischen Details im Vordergrund. Wie auch in den Top-Fünf-Ligen Europas hat jede Liga ganz spezielle Besonderheiten.“

… die auslaufenden Verträge von 14 Spielern:

„Transfers sind eine Philosophie für sich. Wir brauchen Spieler, die auf dem Platz über ihr Limit hinausgehen möchten und mit voller Überzeugung an die Sache rangehen. Das werden wichtige Faktoren beim Aussuchen von Spielern sein. Man muss die auslaufenden Verträge als eine Chance sehen. Das ermöglicht uns, die Situation viel entspannter anzugehen und die Spieler, die sich auf unserer Liste befinden, zu transferieren. Wir möchten dies ausnutzen.“

… das Trainingslager zur Saisonvorbereitung:

„Das Trainingscamp vor der Saison ist sehr wichtig. Dort wird der Grundbaustein für den restlichen Saisonverlauf gelegt. Es ist entscheidend, wie fokussiert man die Sache angeht. Im Juni werden wir in Österreich ein Trainingslager absolvieren. Bereits jetzt haben wir unsere Reservierungen vorgenommen. Wir werden dort außerdem drei bis vier Testspiele gegen sehr gute Gegner spielen.“





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