BesiktasSüper Lig

Braingate: Mario Balotelli äußert sich zum Vorfall mit Sergen Yalcin


Das 3:3-Unentschieden zwischen Besiktas und Adana Demirspor am vergangenen Dienstag wurde durch die Geste von Mario Balotelli in Richtung von BJK-Trainer Sergen Yalcin überschattet, der ihn während eines TV-Programms im Jahr 2013 als „hirnlos“ bezeichnet hatte. Nun meldete sich der Italiener im Gespräch mit dem türkischen Sender „TV100“ zu Wort und kommentierte die Geschehnisse: „Vor meinem Wechsel in die Türkei habe ich mir alles angesehen, das im Land Bezug zu mir hatte. Das ist mein Prinzip. Das ist die Professionalität, die im Profisport herrscht. Ich habe alles Wissenswerte über die Türkei eingeholt. Die Zuneigung der türkischen Menschen hat mich schon immer sehr glücklich gemacht. Ich habe keinerlei Probleme mit den Besiktas-Fans. Ich weiß, wie mich die Besiktas-Anhänger unterstützt haben. Sie haben immer offene Arme für mich gehabt. Ich habe keine Probleme mit den Fans oder den Spielern. Viele sind meine Freunde. Das konnte jeder an diesem Abend sehen, da ich viele von ihnen umarmt habe“, so der 31-jährige Italiener.

Mitspieler zeigte Balotelli vor dem Spiel das Yalcin-Video

Balotelli weiter: „Vor dem Spiel hat mir ein Teamkollege, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte, in der Umkleidekabine das besagte Video gezeigt. Dort habe ich gesehen, wie Sergen Yalcin sagte, dass ich kein Gehirn habe. Das hat mich sehr enttäuscht. Und dies hat mir eine ganz andere Motivation verliehen. Daher bat in meinen Trainer in der Umkleide auch, dass er mich spielen lässt. ‚Ich will spielen, ich habe eine Antwort zu geben, ob ich ein Gehirn habe oder nicht. Ich werde es ihm zeigen‘, erklärte ich. Meine Antwort galt zu keiner Zeit meinen Gegenspielern oder den Besiktas-Fans. So etwas kann auch niemals der Fall sein. Ich weiß, wie sie mich sehen. Jeder soll wissen, dass es mir nie um Geld geht. Ich liebe diesen Sport, den Fußball. Das weiß jeder, der mich kennt. Ich liebe die Adana Demirspor-Fans, die mich so toll aufgenommen haben und unterstützen. Ich liebe die Bevölkerung von Adana. Unser Präsident Murat Sancak, Herr Metin Korkmaz, unser Trainer und die Fans haben mich immer unterstützt. Das ist eine schöne Stadt hier. Ich bin glücklich in der Türkei. Die Türkei ist mein zweites Zuhause. Ich bedanke mich für das große Interesse und die Zuneigung hier.“

Balotelli will türkischen Straßenkindern helfen

Abschließend betonte der 36-malige Nationalspieler der „Squadra Azzurra“, dass er ein sozial engagierter Mensch sei: „Außerdem bin eine Person mit großer Vaterlandsliebe. Ich habe all meine Prämien, die ich bei der italienischen Nationalmannschaft erhalten habe, an die Straßenkinder in Italien gespendet. Ich liebe die Kinder und die jungen Menschen. Für mich machen Nationalität, Religion, Sprache und Rasse keinen Unterschied. Ich liebe jeden. Überdies habe ich für kommende Woche einen Terminwunsch bei der staatlichen Einrichtung für Obdachlose gestellt. Von Seiten der Behörde kam eine sehr dankbare und positive Rückmeldung. Ich werde den Kinder dort helfen. Ich werde ihnen Trikots, Fußballschuhe, Sportbekleidung, Schulsachen, Trainingsanzüge und Shorts kaufen. Ich habe beschlossen allein alle Bedürfnisse, die sie haben, zu übernehmen und zu finanzieren. Ich danke dem türkischen Staat dafür, dass sie mir dies ermöglichen. Was Adana Demirspor betrifft, so sind das Spielsystem und die Disziplin sehr gut. Ich bin hier sehr glücklich und möchte viele Erfolge feiern. Adana ist eine Fußballstadt. Ich danke allen hier, allen voran Klubchef Murat Sancak und Metin Korkmaz, dass sie all das hier möglich machen.“




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2 Kommentare

  1. 28. September 2021 um 11:03 —

    @efsane07

    Sei so gut und erklär uns doch mal, wieso Sergen Balotelli damals „Hirnlos“ genannt hat.
    Und sag uns doch mal bitte, was der damalige Man City Trainer und heutige Europameister Roberto Mancini getan hat, als Mario Balotellis „Hirnoloser“ Aktion gemacht hat.

    Ich merke viele User hier waren vor 10 Jahren noch gar nicht in der Pubertät und haben diese Geschichte gar nicht mitbekommen, weil Yu-Gi-Oh Karten oder Bayblade angesagt waren, was weiß ich.

    Balotelli hat damals nach seiner „Hirnlosen“ Aktion obendrauf noch Roberto Mancini beim Training tätlich angegriffen.
    Lass mal Sergen, die gesamte Fußball Welt hat damals Mario Balotelli als „Hirnlos“ bezeichnet.
    Wir Türkischen Fußballanhänger sind wirklich die einzigen Menschen, die Balotellis respektloses Verhalten 2011 auf dem Platz gegenüber seinen Manchester City Kollegen und der gegnerischen Mannschaft sowie den tätlichen Angriff auf Roberto Mancini noch in Schutz nehmen.

    Wir brauchen mehr Menschen wie Sergen Yalcin im Türksichen Fußball, die unseren teils Gehirnamputierten Türksichen Fußballanhänger beibringen, dass so ein Verhalten dumm und unprofessionell ist.

  2. 25. September 2021 um 15:46 —

    Ich empfand die Geste von Balotelli in Richtung Sergen“the Brain“ Yalcin nicht als provozierend oder gar beleidigend, ganz im Gegenteil, dass war eine sehr coole und souveräne Geste, ich meine man kann doch nicht in aller Öffentlichkeit vor laufenden TV Kameras einen anderen Menschen völlig unprovoziert als „hirnlos“ bezeichnen und sich dann bei der Antwort darauf provoziert und beleidigt fühlen oder?

    Sergen Yalcin ist jemand der alles und jeden kritisiert und beleidigt, selbst aber keinen Millimeter Kritik verträgt ohne übelst beleidigt zu sein und so ein Verhalten ist m.M.n. total kindisch.

    Bence Mario Balotelli Sergen’in yapisini bozdu….cok net….ich meine wie sollen wir uns sonst die Punktverluste in den letzten beiden BJK Spielen erklären oder?

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