Fenerbahce

1:2-Niederlage – Alanyaspor schockt Fenerbahce in der Nachspielzeit!


Das Sonntagabendspiel am zehnten Spieltag in der Spor Toto Süper Lig hatte es in sich. Fenerbahce lief über 90 Minuten lang fast ohne Ertrag an, um am Ende als Verlierer dazustehen. Die Gelb-Marineblauen stellten mehrere Saisonbestmarken hinsichtlich Ballkontakten im Strafraum und Flanken auf. Doch am Ende mussten sie sich mit einer 1:2-Heimniederlage abfinden. Somit wartet der Klub aus Kadiköy seit wettbewerbsübergreifend drei Spielen auf einen Sieg. Der Mittelmeer-Vertreter kam nur zu zwei Torchancen und erwies sich als effektiv wie nie. Durch den Auswärtserfolg bei Fenerbahce bleiben die Orange-Grünen auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen. Demzufolge überholen sie die „Kanarienvögel“ (19 Punkte) und rangieren nun punktgleich mit Atakas Hatayspor auf dem dritten Tabellenplatz (20 Punkte).

Kirintili rettet auf der Linie gegen Ex-Klub

Viel hatte die erste Halbzeit im Ülker-Stadion nicht zu bieten. Fenerbahce versuchte das Spiel zu machen und Alanyaspor beschränkte sich auf das Reagieren und nicht auf das gewohnte Agieren. So war es nicht überraschend, dass der Mittelmeer-Vertreter nach 45 Minuten keinen einzigen Schuss zu verbuchen hatte. Bei den Gastgebern waren es hingegen gleich neun Schüsse, von denen drei auf das Tor platziert wurden. Zwei davon gehörten Serdar Dursun. Der letztjährige Torschützenkönig der 2. Bundesliga bereitete dem gegnerischen Keeper Serkan Kirintili mit seinen beiden Abschlüssen im Strafraum aber keine Probleme. Die Gelb-Marineblauen, die stolze 18-mal im gegnerischen Strafraum zum Ballbesitz kamen (Saisonbestwert), hatten ihre beste Chance mit Ferdi Kadioglu. Der 22-jährige Flügelspieler köpfte den Ball nach einer Flanke von Nazim Sangare auf die Brust seines Mitspielers Diego Rossi, der dann von dort aus Richtung Tor flog. Gerade noch so konnte der Ex-Fenerbahce-Torwart den Ball auf der Linie wegfausten.

Anlaufen ohne Ertrag – Pereira reagiert mit Dreifachwechsel

Nach dem Seitenwechsel wurden die Orange-Grünen mutiger und versuchten sich immer mehr ins Spielgeschehen einzuklinken. Der erste Schuss oder gar ein Schussversuch ließ aber weiterhin auf sich warten. Dadurch ergaben sich viel mehr Räume für die Gastgeber. Nach Ballgewinn im eigenen Strafraum leitete das Sturmtrio um Dursun, Rossi und Dimitrios Pelkas sofort zum schnellen Konter ein. Jedoch scheiterten diese Art von Angriffen zumeist mit den finalen Pässen. Zudem gab es auch kein Vorbeikommen an den Schützlingen von Bülent Korkmaz, die trotz der blitzartigen Gegenstöße der „Kanarienvögel“ die Angriffe problemlos abwehren konnten. Wie ernst es der 19-malige Meister mit dem Sieg meinte, konnte man daran erkennen, dass „Fener“ bereits nach 72 Minuten ganze 32-mal zum Ballkontakt in der gegnerischen Box kam (Saisonbestwert). Schließlich reagierte Vitor Pereira und brachte knapp 20 Minuten vor dem Ende mit einem Dreifachwechsel Jose Sosa, Enner Valencia und Miguel Crespo in die Partie. Nur Augenblicke später verpasste erneut Dursun die Gelegenheit zur Führung, als er auf der Fünfmeterraum-Linie den Ball weit neben den Kasten setzte.

Akbaba und Bekiroglu schocken Kadiköy – Dursun zum zwischenzeitlichen Ausgleich

Im Gegenzug sollte Emre Akbaba mit dem ersten Abschluss den Stadtteil Kadiköy verstummen lassen. Efecan Karaca bekam einen Steilpass von Juanfran zugespielt. Der Nationalspieler setzte den Ex-Galatasaray-Spieler perfekt in Szene, der dann im Strafraum nur noch einzuschieben brauchte. Nur fünf Minuten später schüttelte die Heimmannschaft den Schock des Gegentreffers weg und konnte ausgleichen. Bei einer Flanke von Filip Novak erzielte Dursun mit einem schönen Kopfball seinen ersten Saisontreffer und ließ die Fans aufatmen. Zugleich war es der erste Fenerbahce-Kopfballtreffer in dieser Spielzeit. In der 89. Minute lag der Ball nach einem nicht geglücktem Klärungsversuch von Goalie Kirintili im Strafraum vor Attila Szalai. Der Ungar zappelte nicht lange und schloss gleich ab, aber kam am aufopferungsvollen Juanfran nicht vorbei, der mit seinem Körpereinsatz zur Ecke klären konnte. Stattdessen sollte es in der dritten Minute der Nachspielzeit viel schlimmer für Fenerbahce kommen. Nach einer Ecke verlängerte Nemanja Milunovic an den langen Pfosten, wo der gebürtige Dachauer Efkan Bekiroglu per Kopf den 2:1-Auswärtserfolg besiegelte.

++ Spieltag & Tabelle im Überblick ++
Aufstellungen

Fenerbahce: Özer – Novak, Szalai, Tisserand – Kadioglu, Zajc (71. Sosa), Gustavo, Sangare (72. Crespo), Rossi (71. Valencia), Pelkas (81. Özil) – Dursun

Alanyaspor: Kirintili – Borja, Milunovic, Aksoy, Juanfran – Günes, Novais (74. Bekiroglu), Davidson (90+1. Aydin), Akbaba (90. Fer), Karaca (81. Candeias) – Diedhiou

Tore: 0:1 Akbaba (75.), 1:1 Dursun (80.), 1:2 Bekiroglu (90+3.)

Gelbe Karten: Zajc, Novak (Fenerbahce) – Novais (Alanayspor)





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3 Kommentare

  1. 25. Oktober 2021 um 0:14 —

    Ich möchte meinen Standpunkt bezüglich Pereira zusammenfassen.

    Er ist einer der wenigstens Trainer, der mit Taktik und Intelligenz spielt. Er hatte eine super Vorbereitung und guten Saisonstart. Beim Spiel gegen Alanya hat man guten Fußball gespielt. Man hat Alanya nichtmal ein Schuss aufs Tor zugelassen in der ersten Halbzeit. Allgemein wurden alle Bälle durch kompaktes Pressing in der gegnerischen Hälfte erobert. Das einzige was seit Jahren immer geschadet hat, waren die Chancenverwertung! Ich meine was kann der Trainer, indem Fall Pereira tun, wenn selbst Serdar den Ball vor nichtmal einen Meter aufs Tor geschossen bekommt oder Szalai vorm Tor ebenfalls vergibt? Da kann man unmöglich den Trainer die Schuld geben, außer im Punkt Auswechslung, wobei das eher ein kleiner Kritikpunkt ist.

    Das die Fans wieder einen Rücktritt fördert, ist in meinen Augen einfach lächerlich. Es wäre ein KO für die Meisterschaft für Fener, da man dann wieder einen neues System etablieren muss und das kostet dann auch wieder wertvolle Punkte.

    Es liegt nicht am Trainer, sondern an den Spielern selbst, die ihre Leistungen einfach nicht zeigen können. Wie viele Trainer hat Fener bisjetzt in den letzten drei Jahren gehabt? Wir sind fast bei 10 Trainerwechsel und was hat uns das gebracht? Nichts! Wenn wir jetzt einen neuen Trainer holen, fangen wir wieder bei Null an.

    Ich glaube noch fest an Pereira, da ein Trainerwechsel alles verschlimmern würde. Meine Meinung ist klar: Nicht immer dem Trainer die Schuld geben, sondern auch Spieler die nichtmal fähig sind, das leere Tor zu treffen.

    Spieler wie Özil, Mert Hakan, Sangare, Dursun und co. sollten allgemein nicht mehr im Kader stehen. Bis jetzt waren diese Spieler immer so als würde mit einem Mann weniger spielen.

  2. 24. Oktober 2021 um 22:53 —

    Ich habe schon letzten Donnerstag nicht zugeschaut und heute auch nicht, bei mir lief das auch nur über den Liveticker.

    Die nächsten Spiele schaue ich mir auch nicht mehr an, ich meine was soll ich bei FB schon großartig ansehen, wenns sowieso keinen Fussball von der Mannschaft zu sehen gibt oder?

    Ich habe jedenfalls Null Bock irgendwelchen Losern zuzuschauen…..

  3. 24. Oktober 2021 um 22:44 —

    Also Fener macht echt gar keinen Spaß mehr.
    Hab das Spiel heute nicht geschaut, nur liveticker… das hat mir schon gereicht

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