Die harten Nachwehen des brisanten Istanbuler Derbys in der Trendyol Süper Lig haben ein offizielles Nachspiel: Nach den tumultartigen Szenen im Anschluss an den 2:1-Heimsieg von Galatasaray gegen den Erzrivalen Fenerbahce hat der TFF-Disziplinarvorstand PFDK die offiziellen Sevkler bekannt gegeben. Neben saftigen Geldstrafen und Anklagen wegen unsportlichen Verhaltens und Zuschauerausschreitungen stehen vor allem zwei absolute Härtefälle im Fokus, die den beiden Traditionsklubs für die kommenden Wochen empfindliche personelle Ausfälle bescheren könnten.

Derby-Nachspiel: Abdülkerim Bardakci und Archie Brown hart getroffen
Der Auslöser für die vehementen Untersuchungen waren die Scharmützel nach dem Abpfiff des neunten Spieltags, bei denen die Emotionen auf dem Rasen übergekoch waren. Wie die Offiziellen bekannt gaben, wurden sowohl Galatasaray-Verteidiger Abdülkerim Bardakci als auch Fenerbahce-Profi Archie Brown wegen gravierender Vergehen vor den Verband zitiert. Neben den Spielern wurden auch Vereinsmitarbeiter wie Serhat Dogan (Galatasaray) und Ahmet Aytar (Fenerbahce) in den offiziellen Berichten aufgeführt. Im Zentrum der sportrechtlichen Debatte stehen dabei die Paragraphen des Disziplinarreglements, die drastische Strafen für die beteiligten Akteure vorsehen.
GazeteFutbol gibt es jetzt auch als APP – Jetzt herunterladen!
Sperren-Drohung: 5 bis 10 Spiele Pause nach „Angriffs“-Paragraf
Besonders bitter ist die Lage für die beiden Süper-Lig-Giganten aufgrund der harten Qualifizierung der Vergehen. Sowohl Abdülkerim Bardakci als auch Archie Brown wurden vom PFDK direkt nach dem Artikel 44 des Fußball-Disziplinarreglements wegen „Saldiri“ (Angriff) zur Rechenschaft gezogen. Laut den Statuten des Verbandes droht den beiden Akteuren nun eine drastische Sperre von 5 bis 10 Spielen, womit sie ihren Mannschaften für einen beträchtlichen Teil der Hinrunde fehlen würden. Beide Profis wurden bereits ab dem 27. Oktober 2026 vorläufig mit einer steuernden Sperre (Tedbirli) belegt.

Klub-Strafen und scharfe Statements nach den Vorkommnissen
Zusätzlich zu den Individualstrafen wurden beide Vereine wegen gravierender Vergehen wie „schlechter und hässlicher Fankurvengesänge“, „Saha olaylari“ (Vorkommnisse auf dem Platz) sowie Verstößen gegen die Mediarichtlinien und das Reglement des Adnan-Suvari-Sezonu angeklagt. Fenerbahce hatte in einer offiziellen Stellungnahme scharfe Kritik geübt und betont: „Das kann nicht einfach als ‚Derby-Anspannung‘ abgetan werden. Haltung und Verhalten der Angehörigen des gegnerischen Vereins haben die Vorfälle nur noch weiter angeheizt, anstatt die Spannungen zu abbauen.“ Konter kam prompt von der Gegenseite: Galatasaray wies die Vorwürfe zurück, lobte die eigene Disziplin und erklärte, man werde sich durch keinerlei Provokationen von den Meisterschaftszielen abbringen lassen.



