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Home»Galatasaray»Wesley Sneijder: „Das Problem war der Alkohol“
Galatasaray 26. Juni 2020

Wesley Sneijder: „Das Problem war der Alkohol“

Von Burak Aras04 Minuten Lesezeit
Galatasaray Inter Mailand Real Madrid Wesley Sneijder
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Der ehemalige Galatasaray-Profi Wesley Sneijder hat eine spektakuläre Karriere hinter sich. Seine Geschichte fasste der Ex-„Löwe“ nun in seiner Biographie zusammen. Gegenüber „Voetbal International“ hat Sneijder im Voraus einige Passagen aus seinem kommenden Buch veröffentlicht. Dabei verriet er unter anderem, wie der Alkohol seine Zeit bei Real Madrid erschwerte.

Der Beginn einer Karriere: 16 Jahre Ajax Amsterdam

Mit sieben Jahren trat der am 9. Juni 1984 in Utrecht geborene Niederländer der berühmten Jugendakademie von Ajax Amsterdam bei und debütierte schließlich im Alter von 18 Jahren am 2. Februar 2003 in der Eredivisie bei einem 6:0-Sieg gegen Willem II Tilburg. Es sollte der Start einer außergewöhnlichen und sehr erfolgreichen Karriere werden. So sorgte er in den kommenden Jahren beim holländischen Rekordmeister für Furore und konnte seine Klasse auch im UEFA-Cup sowie in der Champions League unter Beweis stellen. Kein Wunder, dass die meisten europäischen Top-Klubs ihre Fühler nach Sneijder ausstreckten. Im Sommer 2007 zog es den 134-fachen Nationalspieler schließlich zu Real Madrid. Die „Königlichen“ überwiesen seiner Zeit 27 Millionen Euro für den Zehner. Diesen Marktwert hatte er sich mit 58 Treffern sowie 45 Assists in 180 Pflichtspieleinsätzen bei „Ajax“ erarbeitet.

In Spanien war Sneijder dem Alkohol verfangen

Das Kapitel bei Real Madrid war allerdings bereits nach zwei Jahren beendet. Sneijder schaffte es nicht, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Neun Treffern und sieben Vorlagen in 30 Ligaspielen im ersten Jahr folgten lediglich zwei Tore und drei Vorlagen bei 22 Spielen in der zweiten Saison. Deutlich zu wenig für den damals jungen Niederländer, in den die Fans und die Fußballwelt große Hoffnungen setzten, aber auch Erwartungen hegten. In seiner Biographie reflektiert Sneijder diese Zeit selbstkritisch und gibt zu, dem Alkohol verfangen gewesen zu sein: „Dort sind schlimme Dinge passiert. Das Problem waren nicht die Drogen, sondern der Alkohol. Ich war ganz allein und realisierte nicht, dass die Wodkaflasche mein bester Freund geworden war“, so der Champions League-Sieger von 2010. Sneijder weiter: „Ich war jung, ich mochte Erfolg und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Ich habe mich daran gewöhnt zu leben wie ein Star. Man wird verehrt, wenn man bei Real Madrid spielt. Man geht raus, gibt Tausende von Euro aus und bezahlt ständig für andere Menschen mit.“

„Ich versteckte mich vor dem Trainer“

Der unkontrollierte Alkoholkonsum nahm so einen großen Einfluss auf seine Leistungen: „Körperlich habe ich es zunächst nicht bemerkt. Ich stand am nächsten Tag auf, als wäre nichts passiert“, so Sneijder. Mit der Zeit wurde ich im Training aber immer schlechter und unkonzentrierter. Ich belog mich selbst, sagte, dass alles gut lief und vertraute komplett auf meine fußballerische Intelligenz. Ich lief weniger und versteckte mich vor dem Trainer. Ich dachte, dass niemand es bemerken würde“, gesteht sich Sneijder ein.

Wechsel zu Inter Mailand als Wendepunkt

Nach den enttäuschenden zwei Jahren in Spanien wechselte Sneijder gegen eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro zu Inter Mailand. In Italien konnte Sneijder seine größten Erfolge feiern. Der Spielmacher fand unter Trainer José Mourinho wieder zurück zu seiner Top-Form und hatte einen erheblichen Anteil, dass Inter Mailand im Jahr 2010 das Tripple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League feiern konnte. Auch in den Folgejahren gehörte Sneijder zum Stammpersonal bei Inter Mailand, ehe er Ende 2012 aufgrund von Vertragsverhandlungen ins Aus befördert worden war. Inter Mailand wollte den Vertrag mit Sneijder zu geringeren Konditionen verlängern, Sneijder lehnte jedoch ab. Es folgte im Januar 2013 anschließend überraschend der Wechsel zu Galatasaray. Die Gelb-Roten überwiesen nur 7,5 Millionen Euro für den 28-jährigen Mittelfeldakteur. Auch bei den Gelb-Roten machte sich der klassische Zehner unsterblich und gewann zwei Meisterschaften und je drei Mal den Pokal sowie dem türkischen Super-Cup. Unvergessen bleibt zudem sein Siegtreffer in der UEFA Champions League in der winterlichen Schlammschlacht gegen Juventus Turin.

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