Nach der bitteren 1:3-Niederlage der türkischen Nationalmannschaft im vierten Gruppenspiel der UEFA Nations League A gegen Italien stellte sich Nationaltrainer Vincenzo Montella auf der Pressekonferenz der Medienlandschaft. Trotz der erneuten Niederlage verteidigte der italienische Übungsleiter den Auftritt seiner Mannschaft und nutzte die Gelegenheit, um vorherige Aussagen zum Leistungsniveau klarzustellen: „Auch wenn das Ergebnis nicht so ausgefallen ist, wie wir es uns gewünscht haben, werden wir diese Erfahrungen nutzen, um uns weiterzuentwickeln, ohne dabei zu vergessen, dass unser klares Ziel die Europameisterschaft ist. Uns fehlten Spieler, die in jeder Mannschaft den Unterschied ausmachen können. Weil diese Spieler nicht dabei waren, haben wir ihr Fehlen gespürt. Ich möchte unseren Spielern gratulieren. Ich denke, dass ich falsch verstanden werde, wenn ich von diesem Niveau spreche. Wenn wir sagen, dass wir dieses Niveau nicht gewohnt sind, meinen wir damit, dass wir Erfahrung sammeln müssen. Zum ersten Mal in unserer Geschichte haben wir vier derart wertvolle Spiele bestritten. Wir können voller Hoffnung in die Zukunft blicken. Diese Erfahrungen werden uns weiterentwickeln. Ich bin sehr zuversichtlich.“
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Vergleich der Kaderbreite: Montella verweist auf 400-Millionen-Euro-Einwechselspieler
Besonders die Leistung der jungen Garde hob der Headcoach positiv hervor. Taktisch habe seine Elf dem Favoriten einen couragierten und ebenbürtigen Kampf geliefert, weshalb er die gezeigte Leistung trotz des negativen Resultats als sehr wertvoll einstuft. Vincenzo Montella unterstrich den enormen Qualitätsunterschied in der Breite des Kaders mit eindrucksvollen Zahlen: „Unsere jungen Spieler haben dem Gegner einen ausgeglichenen Kampf geliefert. Unser Gegner nahm in der zweiten Halbzeit drei Wechsel vor. Der Marktwert dieser drei eingewechselten Spieler liegt bei rund 400 Millionen Euro. Deshalb denke ich, dass wir taktisch ein sehr positives Spiel gezeigt haben.“

Erwartungshaltung nach WM-Erfolg als mentale Hürde
Der italienische Fachmann ging zudem auf den gesteigerten Druck ein, der seit der erfolgreichen Qualifikation der Türkei für die Weltmeisterschaft 2026 auf der Mannschaft lastet. Montella analysierte die Entwicklung der öffentlichen Wahrnehmung gewohnt nüchtern: „Der Erfolg bei der Weltmeisterschaft hat vielleicht insgesamt unser Gleichgewicht etwas gestört. Ich würde sagen, dass dadurch die Erwartungen etwas zu stark gestiegen sind. Aber damit meine ich nicht diese Phase mit den vier Spielen, die wir gerade erlebt haben. Je höher die Erwartungen wurden, desto mehr wollten wir alle erreichen. Ich kann sagen, dass sowohl ich als auch unsere Spieler die uns entgegengebrachte Zuneigung weiterhin spüren. Sie müssen nicht stolz sein, denn die Ergebnisse waren nicht so, wie wir sie uns gewünscht haben. Aber es gibt eine Zukunft, auf die wir hoffnungsvoll blicken können. Es war eine Phase, in der wir gesehen haben, wo wir auf diesem Niveau stehen. Ich denke nicht, dass wir ein kollektives Problem haben. Spielerisch haben wir keine Probleme, uns fehlt es beim Toreschießen.“

Yunus Akgün übt Selbstkritik: „Haben unser Land sehr enttäuscht“
Auch die Akteure auf dem Platz machten aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Nach der Partie schlug Offensivspieler Yunus Akgün sehr kritische Töne an und nahm die Mannschaft für die magere Ausbeute in der Nations League in die Pflicht. Akgün fand ehrliche Worte zum Zustand der Auswahl: „Natürlich sind wir sehr traurig. Wir wollten gewinnen. Spiele auf diesem Niveau sind nicht einfach. Wir konnten unsere Chancen nicht nutzen. Der Gegner hat seine Chancen genutzt. Wir sind wirklich sehr traurig. Wir haben unser Land in dieser Phase sehr enttäuscht, und dessen sind wir uns bewusst. Wir befinden uns momentan in einer schwierigen Situation, das wissen wir.“
Trotz der deprimierenden Resultate beschwört der Flügelstürmer die Wende für die kommenden Aufgaben. Man werde alles daransetzen, die Fans wieder stolz zu machen. Akgün betonte abschließend den Zusammenhalt im Team: „So wie wir unser Land in der Vergangenheit stolz gemacht haben, werden wir alles dafür tun, es wieder stolz zu machen. Wir schauen immer auf die kommenden Spiele. Innerhalb der Mannschaft herrscht eine sehr schöne familiäre Atmosphäre, aber momentan erzielen wir Ergebnisse, die wir uns nicht wünschen. Wir selbst haben diese Erwartungen erhöht. Es liegt an uns, wieder aufzustehen. In den kommenden Spielen werden wir bestmöglich weitermachen.“




3 Kommentare
Stellt euch mal vor, man hasst einen Spieler so sehr, dass man andauernd über ihr reden muss. Man hat nichts anderes zu tun, als ihn zwanghaft in jedem Artikel, in jedem Kommentar zu erwähnen. Das sind ja schon wahrlich krankhafte Züge. Ob Fair Play nachts in Ruhe schlafen kann oder Albträume von Arda Güler hat? Wir werden es wohl nie erfahren…
Wir haben schon lange nicht mehr gegen eine große Nation gewonnen. Daran wird sich in naher Zukunft auch nichts ändern. Und kommt mir nicht mit Kenan oder Lionel Ballon. Top-Nationen haben 20 Spieler von der Qualität im Kader.
Montella hat Recht. Viel mehr kannst du mit dem Kader nicht erreichen. Wir haben keine Spieler.
Beispiel:
Unser Superstar Lionel Ballon.
Bei FR wäre er Schuhputzer von Olise. Bei BE wäre er Schuhputzer von Bruyne und IT wäre er einer von vielen, belki oradada oynayamaz.
Was erwarten wir denn von unser Milliler, wenn kein Verein türkische Spieler ausbildet?