Die türkische Nationalmannschaft musste im vierten Spiel der Gruppe 1 in der UEFA Nations League A einen dämpfenden Rückschlag hinnehmen. Die Auswahl gastierte auswärts bei Italien und verlor die intensiv geführte Begegnung nach einer umkämpften Schlussphase mit 1:3. Bereits zur Halbzeit lag die Mannschaft nach einem frühen Gegentreffer mit 0:1 im Hintertreffen, bewies im zweiten Spielabschnitt jedoch großen Mut und kämpfte sich vorübergehend zurück in die Partie.
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Chancenplus für die Türkei vor dem italienischen Führungstreffer
Die Begegnung begann mit engagierten Aktionen der Gäste. In der 13. Minute bediente Aral Simsir seinen Teamkollegen Ismail Yüksek, der das Spielgerät vor dem Strafraumbogen annahm und maßgerecht für Ozan Kabak auflegte. Dessen wuchtigen Distanzschuss konnte der italienische Schlussmann Gianluigi Donnarumma nur mit einer Glanzparade zur Ecke lenken. Nur drei Zeigerumdrehungen später, in der 16. Minute, versuchte es Salih Özcan aus ähnlicher Position mit einem platzierten Versuch, doch Donnarumma tauchte ins linke Eck und begrub den Ball sicher. In der 17. Minute bediente Irfan Can Kahveci den einlaufenden Yunus Akgün, dessen Kopfball aus der Bewegung jedoch erneut in den Armen des italienischen Keepers landete.
Die Kaltschnäuzigkeit des Gastgebers zeigte sich in der 26. Minute: Nach einer maßgenauen Flanke von Giovanni Di Lorenzo von der rechten Seite sprang der Ball im Strafraum auf, wo Gianluca Scamacca richtig stand und das Spielgerät unhaltbar von der Unterkante der Latte zum 1:0 für Italien ins Netz drückte.
Aral Simsir belohnt Sturmlauf – Italien kontert postwendend
Nach dem Seitenwechsel drängte die türkische Elf auf den Ausgleich. In der 50. Minute erlief Simsir einen weiten Pass von Torhüter Ugurcan Cakir, umspielte den herausgeeilten Donnarumma an der Grundlinie, fand mit seiner Ablage aus spitzem Winkel jedoch keinen Abnehmer, da die italienische Hintermannschaft im letzten Moment klären konnte. Nur vier Minuten später, in der 54. Minute, flankte Akgün nach Anspiel von Yüksek an den langen Pfosten. Den Kopfball von Simsir wehrte Gianluca Mancini unmittelbar vor der Torlinie ebenfalls per Kopf ab. Auf der Gegenseite rettete Cakir in der 58. Minute nach einem Versuch von Oumar Doumbia glänzend mit den Füßen.
In der 61. Minute belohnten sich die Gäste schließlich für den Aufwand: Der stark aufspielende Akgün hebelte mit einem feinen Steilpass die Abwehrkette aus, woraufhin Zeki Celik auf der rechten Seite im Strafraum freigespielt wurde. Seine uneigennützige flache Querablage leitete Eren Elmali clever per Hacke weiter und Simsir schob mühelos zum hochverdienten 1:1-Ausgleich ins leere Tor.
Calafiori und Esposito entscheiden die Partie im Finish
Die Freude über den Ausgleich währte allerdings nicht lange. Bereits in der 64. Minute schlug Nicolo Barella einen Freistoß von der rechten Seite scharf in den Sechzehnmeterraum, wo Riccardo Calafiori am langen Pfosten am höchsten stieg und per Kopf unhaltbar ins lange Eck zur 2:1-Führung für Italien einnickte.
Die türkische Mannschaft gab sich nicht auf. In der 78. Minute behauptete Akgün einen langen Ball von Kabak im Strafraum, drehte sich geschickt ab und bediente Salih Özcan, dessen krachenden Direktschuss Donnarumma erneut spektakulär über die Latte lenkte. Die endgültige Entscheidung fiel in der 87. Minute: Nach Vorarbeit von Michael Kayode und Doumbia wurde ein Torschuss von Celik unglücklich abgefälscht. Den scharfen Querpass von Marco Romano drückte Francesco Pio Esposito aus kurzer Distanz über die Linie zum 3:1-Endstand. Der Abstieg der nach vier Partien punktlosen Türkei in die Liga B steht damit nahezu sicher fest.
Aufstellungen
Italien: Donnarumma – Di Lorenzo (55. Kayode), Mancini, Bastoni, Ruggeri (55. Calafiori) – Barella (70. Tonali), Romano, Doumbia – Vergara (84. Frattesi), Maldini, Scamacca (55. Esposito)
Türkei: Cakir – Celik, Kabak, Bardakci, Elmali – Yüksek (79. Aktürkoglu), Özcan, Kadioglu (88. Aydin), Kahveci (70. Elmaz), Akgün (88. Gül) – Simsir (70. Fakili)
Tore: 1:0 Scamacca (26.), 1:1 Simsir (61.), 2:1 Calafiori (64), 3:1 Esposito (87.)
Gelbe Karten: Scamacca, Ruggeri (Italien) – Celik, Elmali (Türkei)




1 Kommentar
Wir müssen uns mit dem kommenden Abstieg arrangieren und uns eine Etage tiefer auf unsere Stärken besinnen. Erst die Basics, dann die Kunst. Trotz Güler und Yildiz sind wir im Weltfußball nur Mittelmaß. Unsere Kragenweite sind Teams wie Wales, Ungarn oder Österreich. Nur an perfekten Tagen und wenn die Gegner es zulassen, können wir auch mal einen der Großen bezwingen.
Etwas Demut kann uns allen nicht schaden 🫤