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UEFA-Finanzbericht 2018: Süper Lig mit größtem Verlust!

Die UEFA veröffentlichte in dieser Woche die elfte Ausgabe des Berichts zur europäischen Klubfußballlandschaft. Der 132-Seiten umfassende Bericht für das Finanzjahr 2018 beinhaltet alle finanziellen Angelegenheiten der Ligen und Mannschaften in Europa, die der UEFA angehören. So sind auch viele Informationen bezüglich der Süper Lig und der türkischen Mannschaften vorhanden. Die türkische Liga hat aufgrund der hohen Unterschiede beim Wechselkurs erheblich an Wert verloren und musste innerhalb Europas mit 263 Millionen Euro den höchsten Verlust hinnehmen. Wenn man das türkische Fußballoberhaus mit den anderen Ligen vergleicht, dann erkennt man einen 125 Millionen Euro-Verlust durch den Umrechnungskurs. Beispielsweise lag dieser Wert im Jahr davor bei 73 Millionen Euro. Im Bericht wird erwähnt, dass diese negative Zahl, die Süper Lig noch härter getroffen hat. Ganz oben in dieser Liste ist die englische Premier League, die einen Gewinn von 382 Millionen Euro verbuchen konnte.

Fenerbahce hoch verschuldet – Besiktas mit hohen Einnahmen

Des Weiteren wurden auch die Mannschaften mit den größten Schulden im Jahr 2018 bekanntgegeben. In die Liste mit 20 Mannschaften schafften es gleich drei türkische Mannschaften mit rein. Fenerbahce ist mit einem Netto-Schuldenstand von 334 Millionen Euro auf dem sechsten Rang wiederzufinden und ist somit im Rennen um die oberen Plätze. Besiktas (183 Millionen Euro) und Galatasaray (175 Millionen Euro) befinden sich hingegen auf dem 15. beziehungsweise 17. Rang. Wenn sich der eine oder andere erinnert, waren die Schwarz-Weißen in der UEFA Champions League sehr erfolgreich und erreichten als ungeschlagener Tabellenführer das Achtelfinale der “Königsklasse”, wo dann gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München Schluss war. Diese positiven Ergebnisse waren aber auch bei den Einnahmen wieder zu erkennen. Mit Einnahmen in Höhe von 164 Millionen Euro befinden sich die “Schwarzen Adler” europaweit auf dem 29. Platz. Allein von der Champions League sprangen hierbei 47 Millionen Euro heraus, was wiederum den 15. Platz für die Istanbuler bedeutet.

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Stadionbauten und Ausländerregelung: Türkei an vorderster Front

Außerdem hat der europäische Fußballverband die Stadionbauten in den letzten zehn Jahren unter die Lupe genommen. Mit mehr als 20 gebauten Fußballtempeln bilden Türkei und Polen das Führungsglied der Gruppe. Auch bei der Ausländerregelung ist die Süper Lig das Non plus ultra in Europa. Mit 14 ausländischen Kickern im Kader gewährt man den Mannschaften in der Türkei viel mehr Freiraum. Im Vergleich: In Montenegro, Serbien und Bosnien und Herzegowina dürfen beispielsweise nur drei beziehungsweise vier ausländische Kicker im Team sein.

Eintrittskartenverkauf: Türkei auch hier an der Spitze – Galatasaray mit höchsten Einnahmen

Die türkischen Mannschaften haben auch aufgrund der verbesserten Stadioninfrastruktur bessere Zahlen beim Eintrittskartenverkauf schreiben können. Hier spricht die UEFA sogar von einem 52-prozentigen Anstieg, was wiederum der erste Platz für die Türkei noch vor Italien (24 Prozent) heißt. Unter den türkischen Vereinen konnte sich hier Medipol Basaksehir in den Vordergrund drängen. Mit einem Anstieg von 158 Prozent sind sie innerhalb der Türken unangefochten auf dem ersten Rang. In die Liste der Mannschaften, die durch den Ticketverkauf am meisten Geld verdienen, hat es aus der Süper Lig nur Galatasaray geschafft. Der Rekordchampion der Türkei erwirtschaftete durch den Kartenverkauf pro Ticket jeweils 37 Euro. Somit sind die Gelb-Roten europaweit an 30. Stelle. Zu guter Letzt fiel Fenerbahce auch noch mit einer positiven Statistik auf. Die Gelb-Marineblauen sind einer der sieben Mannschaften in Europa, die ihre Zuschauerzahlen um mehr als sieben Tausend erhöhen konnten.

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M. Cihad Kökten

M. Cihad Kökten

3 Kommentare

  1. Avatar
    19. Januar 2020 um 12:16

    Die Süperlig Vereine können natürlich nichts dafür, wenn sie durch den Wechselkurs der TL soviel Geld verlieren, nur sollten sie dann ihre Bankdarlehen und Schulden auch in TL aufnehmen und ihre Spieler in dieser Währung bezahlen, dann wären diese Wechselkursschwankungen der einheimischen Währung völlig egal oder?

    Es wäre doch viel schlauer alle Einnahmen in Euro zu generieren und die Ausgaben in TL zu veranschlagen, leider ist hier genau das Gegenteil der Fall, das dann alle Währungsschwankungen voll einschlagen und die Schulden in die Höhe schnellen ist doch nicht ungewöhnliches oder?

    Noch eine Frage….

    Vor einem Jahr hieß es noch, FB hat Schulden in Höhe von 620 Millionen Euro, lt. UEFA Finanzbericht sind es “nur” 334 Millionen, was stimmt denn hier nun Hr. Koc?

    Müssen wir hier noch 286 Millionen Euro von den FB Amateurbranchen dazurechnen oder wie? Warum gliedern sie diese Sportbranchen nicht einfach aus oder besser noch machen sie komplett dicht?

    Ha, an Fikret Orman habe ich noch eine Frage….

    Paralar nerede???? 😉

    • Avatar
      20. Januar 2020 um 11:40

      Ich bin seit Jahren dafür, dass bei uns andere Branchen geschlossen werden, weil sich einfach keiner dafür interessiert. Volley- oder Handballspiele der Frauen, schwimmen, Schach oder die neue E-Sports Mannschaft von uns ist mir einfach egal.
      Mir wäre es wichtig zu wissen, wie viel Geld wir denn in solche Branchen investieren, lohnt sich überhaupt diese Spate zu schließen?
      Dursun Özbek hatte mal auf einer Versammlung gezeigt, wie viel Geld denn tatsächlich in die Hand genommen wird. Beim Tennis waren es lächerliche 500 Lira…
      Leider finde ich kein Video dazu mehr.

  2. Avatar
    19. Januar 2020 um 10:42

    ein link wäre nicht schlecht

    danke