Türkischer Fußball

UEFA-Boss Ceferin: „So eine EURO wird es nie wieder geben“


Die EURO 2020 steht mit dem bevorstehenden Endspiel zwischen England und Italien unmittelbar vor dem Ende. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin blickte auf das Turnier zurück, dem er zwar viel Positives abgewinnen kann. Dennoch werde es so einen Modus nicht noch einmal geben, betonte der Slowene. Das EM-Format stand und steht massiv in der Kritik, da der europäische Verband trotz der Corona-Pandemie am europaweiten Matchplan festhielt.

Ungerechte Voraussetzungen

Der 53-Jährige unterstrich, dass man zukünftig keine Europameisterschaft gleichzeitig in so einer großen Anzahl von Nationen abhalten werde. Das sei organisatorisch, aber auch für die Teams äußert anstrengend und schwierig gewesen: „Manche Teams mussten über 10.000 Kilometer zurücklegen, während es für andere gerade einmal 1.000 waren. Das ist nicht fair. So etwas unterstütze ich nicht weiter“, so Ceferin, der daraufhin hinwies, dass dieses EM-Format vor dem Beginn seiner Amtszeit beschlossen wurde.

Reisen vor allem in Corona-Zeiten Zumutung für Fans

Auch für die Fans sei es eine Zumutung gewesen durch EU- und Nicht-EU-Staaten mit unterschiedlichen Währungen und Pandemie-Auflagen zu reisen, um ihre Nationalteams live zu verfolgen: „Das war nicht leicht. Auch für die Fans und Zuschauer gab es keine fairen Bedingungen. Für das eine Spiel müssen sie nach Rom, dann direkt nach Baku. Zwischen beiden Städten liegt eine Flugreise von 4,5 Stunden. Das Format ist interessant, aber ich denke nicht, dass wir es so jemals wieder umsetzen werden.“


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Im Turnier legte die Schweiz mit 15.485 Kilometern die weiteste Strecke für seine Spiele zurück. Schottland musste für seine Vorrundenpartien lediglich 1.108 Kilometer reisen. Der Kontinental-Wettbewerb wurde seinem Namen gerecht, da verteilt in Europa in London, Glasgow, Amsterdam, Kopenhagen, Sankt Petersburg, Sevilla, München, Baku, Rom, Bukarest und Budapest gespielt wurde.

Ceferin sieht dramatische EM und verdientes Finale

Dennoch halte Ceferin dieses Turnier für etwas Besonderes: „Es war definitiv ein besonderes Turnier. Der Normalisierungsprozess hat begonnen und die Fans sind auf die Tribünen zurückgekehrt. Es gab großartige Spiele und überraschende Ergebnisse. So eine dramatische Europameisterschaft habe ich noch nicht gesehen“, so Ceferin, der im Rahmen der Spiele angab 76 Mal einen Corona-Test gemacht zu haben. Das Finale kommentierte der UEFA-Boss indes wie folgt: „Die beiden besten Teams stehen im Endspiel. Ich warte ungeduldig auf den Anstoß. In London leben sehr viele Italiener und im Finale wird eine großartige Atmosphäre herrschen.“




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1 Kommentar

  1. 16. Juli 2021 um 20:33

    Jeder den ich kenne fand diese Pan Europäische EM Scheisse. Alle Fans. Alle Medien.
    Nur was keiner erwähnt ist wer sich diese Scheiss Idee aus seinem Arsch gezogen hatte.
    Michel Platini war das.
    Damals frisch im Amt schob er von den Medien hochgelobte Bewerbung Griechenland-Türkei als Gastgeber beiseite und schanzte die EM 2016 seinem Frankreich zu. Faselte was von Emotionen und Herzensentscheid.

    Hochgelobt darum weil es noch nie so ein Projekt zwischen Griechenland Türkei überhaupt gab. Es hätte unweigerlich beide Staaten zusammen gebracht. Die Reibereien Bspw. zwischen 2016 und heute wie Flüchtlingsstrom und Erdgasstreit wären sicherlich dialogreicher gelöst worden.

    Für die EM 2020 Bewerbung war sich dann die ganze europäische Fachpresse und Experten einig. Die Türkei bewarb sich nun alleine ohne Griechenland. Stellte ohnehin die beste Bewerbung und wurde ausserdem zuvor mit fadenscheinigen Gründen um die EM16 gebracht.
    Diese Multinationale EM war quasi eine Last Minute Idee ums verrecken eine EM in der Türkei zu verhindern. Damals vertröstete man uns das „höchstwahrscheinlich“ das Finale in Istanbul statt findet.

    Die Spiel- und Standorte der EM riechen nach Korruption pur.
    Ich halte es für eiskalte dreiste Kalkulation das bspw. die
    Engländer bis auf eine einzige Partie die komplette EM zu Hause gespielt haben.

    Bei aller Liebe und Freundschaft zu Azerbajcan. Wie kommen diese Leute auf den Spielort Baku? Wenn nicht Bestechungsgelder flossen.

    Auf Ungarn und wie Orban seine Staatskasse in den Fussball reinbuttert brauch ich gar nicht eingehen.

    Die EM 04 hatte Portugal an den Rand des Bankrott getrieben. Die UEFA hätte hier eine simple Gelegenheit gehabt einer moralischen Verpflichtung nach zu kommen um mit ein zwei Partien etwas zurück zu zahlen.

    Aber wie die ganze Welt ja eigentlich weis sind moralische Verpflichtungen nur noch vorgeschobene, geheuchelte Kriterien der FIFA/UEFA.