Türkischer Fußball

UEFA Boss Aleksander Ceferin: “EURO 2021 nur in einem Land denkbar”


Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die EURO 2020 um ein Jahr verschoben. Die Jubiläums-EM soll zwischen dem 11. Juni – 11. Juli 2021 in zwölf Nationen stattfinden. So lautete der ursprüngliche Plan. Doch da die Pandemie nicht abebben will, mache sich der europäische Fußballverband ernsthafte Gedanken über das Format des kontinentalen Endturniers. So sei sogar denkbar, dass die EURO doch nur in einem einzigen Land ausgetragen wird, um die Risiken zu minimieren und eine größtmögliche Sicherheitskontrolle zu gewährleisten.

Ceferin warnt Fußball-Fans vor – Europaweites EM-Fest in Gefahr

Dies erklärte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin als Interview-Partner des spanischen Bezahlsenders “Movistar Plus”: “Wir sind uns absolut sicher, die Europameisterschaft zu organisieren und dass diese stattfindet. Aber die Zahl der Austragungsorte könnte auf ein Land reduziert werden”, so der 53-Jährige. Außerdem äußerte sich der Slowene zur UEFA Champions League und welche Änderungen die Corona-Krise mit sich gebracht hat und was zukünftig auf die Fußball-Fans warten könnte: “Durch die COVID-19 bedingten Spielsysteme sahen wir uns ungewöhnlichen Konstellationen gegenüber. Die Reaktion der Vereine war positiv. Eine Organisation mit acht verbliebenen Mannschaften dürfte etwas schwer zu realisieren sein, doch ein Final-Four über eine Woche verteilt nur in großen Städten, wäre sicherlich ein Erlebnis und könnte ein großes Fußball-Fest werden. Das wäre eine Möglichkeit. Allerdings ist dies erst ab 2024 umsetzbar.”

COVID-19-Folgen für den Fußball – VAR-System noch lange nicht zufriedenstellend

Abschließend äußerte sich Ceferin zur wirtschaftlichen Wirkung des Virus auf den internationalen Fußball und bewertete das VAR-System: “Die Pandemie muss schnellstmöglich enden. Wenn dies nicht geschieht, wir der Fußball erhebliche finanzielle Probleme durchleben. Das Ergebnis könnte verheerend sein. Ich bete dafür, dass ein Impfstoff gefunden und schnell zugänglich gemacht wird. Was das VAR-System betrifft: In den Europapokalpartien wird es sehr gut und positiv eingesetzt. Aber in den nationalen Ligen gibt es viele Probleme und teils Entscheidungen, die man nur belächeln kann. Für mich ist es wichtiger zu wissen, in welcher Position ein Handspiel eins ist und wann nicht. Wenn ein Abseits mit einem Zentimeter vorliegt, kann man sich die Szene noch einmal anschauen. Was passiert, wenn der Torwart bei einem Elfmeter ein bis zwei Zentimeter vor seine Linie tritt? Ist es richtig, den Strafstoß zu wiederholen? Meiner Meinung nach gibt es in diversen Punkten Diskussionsbedarf. Der VAR hilft dem Fußball, kann ihm aber auch schaden. Wir werden keinen Schritt zurück machen. Der VAR bleibt, aber wir müssen seinen Einsatz in vielen Punkten verbessern.”


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Hürriyet.de-Redaktion