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Home»Türkei & Legionäre»Türkei-Trainer Senol Günes will Spielern Social Media verbieten
Türkei & Legionäre 11. Oktober 2020

Türkei-Trainer Senol Günes will Spielern Social Media verbieten

Von Gazetefutbol03 Minuten Lesezeit
Kaan Ayhan Milli Takim Russland Senol Günes Türkei Türkische Nationalmannschaft UEFA Nations League
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Der türkische Nationalspieler Kaan Ayhan verkündete über seinen Instagram-Account, dass er verletzungsbedingt nicht an den beiden UEFA Nations League-Partien gegen Russland und Serbien teilnehmen kann. So weit, so gut. An sich sollte dies kein großes Problem darstellen, da sich Fußball-Profis natürlich jederzeit verletzen können. Dies gehört zum Sport. Doch, wenn der Spieler dies noch vor dem Verband und dem Trainerteam über die sozialen Netzwerke publik macht, scheint das Verärgerung bei Nationaltrainer Senol Günes hervorzurufen.

Kommt ein Sozial Media-Verbot fürs türkische Team?

Seinen Unmut äußerte der 68-jährige Übungsleiter während einer Pressekonferenz wie folgt: „Wenn Kaan Ayhan es selbst bekanntgegeben hat, sollten wir uns nicht einmischen. Wir werden Social Media aufheben und ändern. Das kann veröffentlicht werden, doch wir haben noch damit gewartet. Er wird zurückkehren und bei seinem eigenen Team behandelt. Es ist etwas im letzten Spiel passiert und er hatte keine Chance in den kommenden Begegnungen zu spielen. Darum hat er das Trainingscamp verlassen“, so Günes.

Günes sieht leichte Fortschritte in der Mannschaft

Der erfahrene Chefcoach der Halbmond-Kicker erläuterte des Weiteren, dass die Mannschaft sich im Vergleich zum September verbessert habe: „Allerdings muss man erwähnen, dass wir, was unseren Rhythmus betrifft, noch immer nicht wirklich bereit sind. Das gilt nicht nur für uns, sondern für alle Teams uns Spieler. Unsere Teams und Spieler arbeiten im Schatten des neuen Typ Coronavirus. Das bringt viele Probleme und Erschwerungen mit sich. Ich hoffe, dass wir im Match gegen Russland besser spielen und gewinnen.“

Wegen Corona: Russland-Rückspiel im November in Istanbul

Natürlich ginge die Türkei in jedes Spiel,  um es zu gewinnen. Gegen die Russen wolle die türkische Elf das richtige Konzept aus ausgewogener Defensive und Offensive zeigen, sagte Günes: „Wir spielen gegen einen starken Gegner. Wir haben überraschend unser Heimspiel gegen Ungarn verloren. Um dies wieder gutzumachen, müssen wir hier ein gutes Ergebnis holen. Und wir wollen vor allem guten Fußball zeigen. Hoffentlich können wir unseren wahren Fußball zeigen und überlegen auftreten. Das russische Team gefällt mir. Sind sind dynamisch und diszipliniert. Sie können dadurch auch Defizite in ihrer Abwehr gut ausgleichen. Wir müssen im Angriff und in der Abwehr gut agieren. Das Rückspiel im November findet im Türk Telekom-Stadion in Istanbul statt. Wir haben neben Istanbul auch an einige andere Städte gedacht. Doch wegen der Corona-Pandemie gab es einige Probleme. Wenn die Pandemie endet, können wir wieder an vielen anderen Orten spielen und mit unseren Fans zusammenkommen.“

Die Entwicklung von Efecan Karaca

Zu starken Leistung von Efecan Karaca, der seinen Durchbruch mit 30 Jahren relativ spät erlebt, sagte Günes Folgendes: „Für sein Alter hat er große Fortschritte gemacht. Man darf hier aber nicht nur über Efecan reden. Leider erleben in unserem Land viele Profis ihren Höhepunkt meist sehr spät. Und das zeigt die Defizite und Mängel im Ausbildungssystem des türkischen Fußball auf. Es zeigen viele unserer Spieler erst mit 25 und später eine entscheidende Entwicklung. Während wir mit 17-18 Jahren voll ausgebildete Spieler hervorbringen müssten, versuchen wir mit 18 erst zu beginnen. In unserem Land gibt es viele Talente und es gibt viele Parameter, um diese zu fördern. Hier müssen wir organisierter zusammenarbeiten.“

Karaman bevorzugt Position im Sturm

Offensivspieler Kenan Karaman äußerte sich schließlich auch zu seiner Rolle im Team: „Ich fühle mich im Sturm wohler. Aber ich denke, dass ich in taktisch anders ausgerichteten Spielen dem Team über die Flügelpositionen ebenfalls gut weiterhelfen kann. Schlussendlich bemühe ich mich auf der Position hundert Prozent zu geben, auf der mich unser Trainer einsetzt.“ Karaman hatte als Joker im Testspiel gegen Deutschland vor wenigen Tagen in bester Stürmermanier den 3:3-Ausgleich in Köln erzielt.

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