Türkischer Fußball

Türkei-Coach Günes: „Rechtliche Schritte bei der Causa “Vida” eingeleitet“


Am morgigen Sonntagabend um 18:00 Uhr (MEZ) empfängt die türkische Auswahl im fünften Spiel der Liga B in der Gruppe 3 der UEFA Nations League die russische Nationalmannschaft. Nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel möchte die Milli Takim dieses Mal einen Sieg einfahren. Vor dem entscheidenden Match mit den Russen beantwortete Chefcoach Senol Günes und sein Schützling Okay Yokuslu in der obligatorischen Pressekonferenz im Ülker-Stadion die Fragen der Journalisten.

Günes zum 100. Mal für die Türkei

Zunächst wurde der 68-jährige Übungsleiter zum bevorstehenden 100. Einsatz (Spieler und Trainer) mit den Halbmond-Kickern angesprochen: „Als ich mit dem Fußball anfing hatte ich natürlich auch Träume. Ich bin meinem Herzen gefolgt. Sie haben uns gerufen und wir waren da. Und als wir nicht gebraucht wurden, sind wir gegangen. Sowohl als Spieler als auch als Trainer hat man uns Aufgaben gegeben, die wir jedes Mal versucht haben bestens zu bewältigen. Ich bin dieser Arbeit mit Liebe nachgegangen. Außer der besonderen Bedeutung für mich ist dieses Spiel gegen Russland von großer Bedeutung. Wir müssen gewinnen, damit wir unsere Chance auf den Gruppensieg wahren. Russland ist eine sehr gute Mannschaft, die als Team agiert. Auch sie konnten nach dem ersten Spiel nicht mehr gewinnen. Wir möchten gewinnen, um in diesem Jahr endlich einen Sieg einzufahren.“



Türkei leitet rechtliche Schritte bei Causa “Vida” ein 

Bei Besiktas-Profi Domagoj Vida, der in der ersten Halbzeit für die Kroaten auflief und mit einer Vielzahl türkischer Spieler in engem Kontakt war, stellte sich ein Coronavirus-Infekt heraus. Dies sei auch der Grund gewesen, warum der 31-Jährige in der Halbzeitpause ausgewechselt wurde. Denn die Nachricht seines positiven Corona PCR-Tests sei erst zu diesem Zeitpunkt eingetroffen. Vida wurde am morgen getestet, aber obwohl das Testergebnis noch nicht vorlag, habe man den Abwehrspieler eingesetzt. Diese verantwortungslose Entscheidung erntete viel Kritik auch von Nationaltrainer Günes: „Leider haben wir beim dem Vorfall mit Vida bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Es sollte möglich sein die Ergebnisse eines Tests, der am frühen morgen gemacht wurde, noch vor dem Anpfiff zu bekommen. Zwar ist dieser Test für das nächste Spiel gewesen, aber wenn das Ergebnis nicht zur Halbzeit, sondern vor Anpfiff da gewesen wäre, hätten wir solch ein Problem jetzt nicht gehabt. Wir haben es ja sogar erst nach Spielende mitbekommen.“

„Vida mag Umarmungen sehr“

Auf die Frage, wieso er seine Maske bei der Begrüßung mit Ex-Spieler Vida nicht trug, sagte der erfahrene Coach: „Normalerweise halte ich mich ja generell fern. Als ich nach der Nationalhymne meine Maske abnahm, ist er gekommen. Ich habe nichtsdestotrotz etwas versucht, fern zu bleiben und ihn lediglich mit dem Ellenbogen begrüßt. Er mag Umarmungen sehr und hat jeden umarmt. Der erste Test hat im Grunde keine Bedeutung. Wir haben heute erneut einen Test gemacht. Und am fünften Tag werden wir erneut einen Test machen. Tests sind aber keine Lösung. Wir versuchen trotzdem sehr vorsichtig zu sein. Wir schauen uns alle anderen Teams an. Mal sagen sie, dass es positiv ist und dann doch wieder negativ oder andersherum. Es ist wirklich schwierig in dieser Zeit innerhalb von zehn Tagen drei Spiele mit Reisen zu absolvieren. Wir erleben keine gute Saison. Eigentlich müsste dies diskutiert werden.“

Yokuslu möchte Siegesdurst stillen

Okay Yokuslu, Profi von RC Celta Vigo, gab zu erkennen, dass die türkischen Spieler heiß auf die morgige Begegnung sind und endlich den Siegesdurst stillen möchten: „Nun stehen zwei Finalspiele bevor. Seit vier Partien können wir nicht mehr gewinnen. Das möchten wir ändern und unseren ersten Sieg nach langer Zeit einfahren. Wir möchten unser Potenzial auf dem Platz zeigen. Hoffentlich werden wir morgen sowohl gut spielen als auch die nötigen drei Punkte einfahren. Wir müssen bis zum Schluss kämpfen.“ Auf die Frage eines russischen Journalisten bezüglich seines früheren Teamkollegen Fedor Smolov sagte der 26-jährige Mittelfeldmann: „In der vergangenen Saison hatte ich die Möglichkeit mit ihm auf dem Platz zu stehen. Um ehrlich zu sein, hatte ich ein gutes Verhältnis zu ihm. In einem Video hat er mir versucht Russisch beizubringen, aber es sind keine Wörter gewesen, die man im Alltag braucht. Wir stehen weiterhin noch in Kontakt. Vor dem ersten Spiel in Russland hatten wir auch nochmal Kontakt.“





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